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Das Bundesarbeitsgericht hat am 20. Mai 2026 - 10 AZR 88/25 entschieden, dass Arbeitnehmer eine bereits rechtskräftig abgewiesene Bonusklage nicht über den Umweg des Schadensersatzrechts neu aufrollen können, wenn im Vorprozess die Billigkeit der Zielvorgabe bereits bestätigt wurde. Worum ging es in der Entscheidung? Ein Abteilungsleiter erhielt neben seinem Grundgehalt eine variable Vergütung, die sich nach einem jährlich im November festzulegenden Unternehmensziel richtete. Für 2021 kam die Zielvorgabe jedoch erst im März 2021, also rund vier Monate zu spät. Der Arbeitgeber korrigierte den zunächst mitgeteilten Zielwert zudem noch am selben Tag deutlich nach oben. Der Arbeitnehmer klagte zunächst auf Erfüllung und verlangte eine...
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Auch ohne Körperkontakt kann die Bedrohung eines Vorgesetzten eine fristlose Kündigung rechtfertigen. Das Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern bestätigte mit Urteil vom 14. April 2026 – 2 SLa 3/26 die Entlassung eines Produktionsmitarbeiters, der gefüllte Kartons neben die Füße seines Vorgesetzten geworfen hatte, aggressiv auf ihn zugegangen war und ihn angeschrien hatte. Eine Verletzung oder Straftat setzte das Gericht nicht voraus. Der Fall: Eine Produktionsstörung führt zur Eskalation Der Arbeitnehmer war seit dem 1. Juni 2015 als Produktionsmitarbeiter in einem Unternehmen mit etwa 350 Beschäftigten tätig. Bei ihm war ein Grad der Behinderung von 40 anerkannt; außerdem war er einem schwerbehinderten Menschen gleichgestellt. In der...
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Das Bundesarbeitsgericht hat heute eine praxisrelevante Entscheidung (BAG vom 10. September 2026 – 8 AZR 153/25) zur Reichweite des Schadensersatzanspruchs nach § 15 Abs. 1 AGG getroffen. Um was ging es in der Entscheidung? Der Kläger war bereits 2009 bei seiner Bewerbung auf ein Trainee-Programm wegen seines Alters unzulässig benachteiligt worden. Das Hessische LAG hatte 2018 rechtskräftig festgestellt, dass der Arbeitgeber verpflichtet ist, „sämtliche künftigen materiellen Schäden“ aus der unterlassenen Einstellung zu ersetzen. Gestützt auf dieses Feststellungsurteil verlangte der Kläger nun für die Jahre 2020 bis 2023 rund 236.000,00 Euro entgangenen Gewinn. Die Differenz zwischen dem fiktiven Trainee-Gehalt und seinem...
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