2014 lag die Scheidungsquote in Deutschland bei rund 43,1%, d.h., auf eine Eheschließung kamen mathematisch 0,43 Scheidungen. Geregelt findet sich die Scheidung im Familienrecht. Das Familienrecht ist ein Teilbereich des Zivilrechts. Es normiert die Rechtsverhältnisse von Personen, die durch Verwandtschaft, Familie, Ehe oder aufgrund einer Lebenspartnerschaft miteinander in Beziehung stehen. Eine Ehe kann nur durch richterlichen Beschluss vor dem zuständigen Familiengericht rechtskräftig geschieden werden. Grundsätzliche Voraussetzung für eine Ehescheidung ist die Einhaltung des Trennungsjahres. Wie die Scheidung abläuft, hierauf können die Ehegatten durchaus Einfluss nehmen. Das gilt auch für die Kosten der Scheidung und die Scheidungsdauer. Am schnellsten kann eine Ehe geschieden werden, wenn sich die Ehepartner über sämtliche Punkte wie Aufteilung des Hausrats, Sorgerecht und Unterhalt einig sind. Man spricht in diesem Fall von einer einvernehmlichen Ehescheidung (umgangssprachlich Blitzscheidung). Ist die ...
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Wenn Ehegatten gemeinsam eine Immobilie kaufen und diese an ein Familienmitglied vermieten – etwa an die Schwiegermutter – erscheint die Welt zunächst in Ordnung. Kommt es später zur Trennung, prallen häufig unterschiedliche Interessen aufeinander: Der eine Ehegatte sucht neuen Wohnraum und denkt an eine Eigenbedarfskündigung, der andere möchte die ursprüngliche Gestaltung – etwa den familiennahen Altersruhesitz der Mutter – unbedingt erhalten. Genau diese Konstellation hatte der Bundesgerichtshof (BGH) mit Beschluss vom 21.01.2026 (Az. XII ZB 142/25) zu entscheiden. Im Folgenden erläutere ich als Ihr Anwalt, was diese Entscheidung für getrennt lebende Ehegatten, Miteigentümer und die betroffenen Mieter – hier die Schwiegermutter – bedeutet und...
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Ein aktueller Beschluss des OLG Stuttgart vom 24.02.2026 (Az. 16 UF 237/25) hat erhebliche praktische Bedeutung für Scheidungsverfahren: Auch Riester-Zulagen und andere staatliche Förderungen können beim Versorgungsausgleich zu berücksichtigen sein, obwohl sie erst nach dem Ende der Ehezeit gutgeschrieben werden. Versorgungsausgleich bei Scheidung: Worum geht es bei Riester-Zulagen? Wer sich scheiden lässt, denkt häufig zuerst an Unterhalt, Zugewinn oder das Sorge- und Umgangsrecht. Weniger im Blick ist oft der Versorgungsausgleich – dabei hat er erhebliche wirtschaftliche Bedeutung. Im Versorgungsausgleich werden die während der Ehe erworbenen Renten- und Versorgungsanrechte zwischen den Ehegatten aufgeteilt. Erfasst sind nicht nur Ansprüche aus der gesetzlichen...
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Das Amtsgericht – Familiengericht – Frankenthal (Pfalz) hat mit Beschluss vom 20.01.2026 (Az. 71 F 15/26 ) entschieden, dass ein getrennt lebender Elternteil sein Kind beim Wohnsitz anmelden darf, ohne eine gerichtliche Zuweisung der Entscheidungsbefugnis nach § 1628 BGB zu benötigen. Die Entscheidung ist rechtskräftig. Anmeldung beim Wohnsitz erfordert keine gerichtliche Zustimmung Die Eltern eines 13-jährigen Jungen teilen sich die elterliche Sorge, leben jedoch getrennt. Der Vater betreut das Kind überwiegend und wollte den Sohn offiziell bei der zuständigen Meldebehörde anmelden. Er war der Ansicht, dass hierfür die Mitwirkung der Mutter oder eine gerichtliche Übertragung der Entscheidungsbefugnis nach § 1628 BGB erforderlich sei, und stellte deshalb einen Antrag auf Übertragung der Befugnis...
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Kommt es zu einer Scheidung, dann gibt es viel zu klären und zu regeln. Eine tragende Rolle spielt hier die Klärung der Unterhaltsfragen, sprich der Unterhalt für die Kinder oder das Kind und der Unterhalt für den Ehegatten müssen geregelt werden. Diesbezügliche rechtliche Regelungen finden sich im Unterhaltsrecht. Auf der einen Seite gilt es dabei zu klären, ob ein Unterhalt an den Ehepartner zu leisten ist. Hierzu gehört z.B. der Trennungsunterhalt, Aufstockungsunterhalt oder auch der Betreuungsunterhalt. Zum anderen muss, gibt es Kinder, die Frage nach dem Kindesunterhalt geregelt werden. Hierunter fällt auch die Klärung, ob es dem Ehepartner möglich ist, den berechneten Kindesunterhalt zu bezahlen oder ob dieser nur einen Mindestunterhalt leisten kann. Ehegattenunterhalt und Kindesunterhalt werden im Übrigen regelmäßig in Anlehnung an die Düsseldorfer Tabelle berechnet. Neben der Unterhaltsfrage muss jedoch gerade bezüglich der Kinder etliches weitere klargelegt werden. Hier wird es primär um das Umgangsrecht, das Sorgerecht und das Aufenthaltsbestimmungsrecht gehen. Nachdem die Trennung der Eltern dramatische psychische Konsequenzen für den gemeinschaftlichen Nachwuchs haben kann, sollte in Betracht gezogen werden, sich durch das Jugendamt oder auch einen freien Träger der Jugendhilfe beraten zu lassen. Muss ein Unterhaltsvorschuss beantragt werden, fällt auch dies in die Zuständigkeit des Jugendamts.
Hat man allerdings Fragestellungen, die ein rechtliches Fachwissen benötigen, wie zum Beispiel in Bezug auf den Ehegattenunterhalt oder die Güterstände, dann sollte man nicht zögern und eine Fachanwaltskanzlei im Familienrecht aufsuchen. Hier finden sich Fachanwälte zum Familienrecht, die kompetent Auskunft geben werden. In Neubrandenburg haben sich einige Rechtsanwälte für Familienrecht angesiedelt. Im Rahmen einer Scheidungsberatung wird der Rechtsanwalt in Neubrandenburg im Familienrecht alle wichtige Fragen beantworten, wie z.B.: ist es möglich, eine Ehe einfach annullieren zu lassen? Was sind die Kriterien für eine schnelle Härtefallscheidung? Ist es sinnvoll, einen Ehevertrag oder eine Scheidungsfolgenvereinbarung schriftlich zu fixieren? Was ist der Zugewinnausgleich? Was ist Gütergemeinschaft und Gütertrennung? Welcher der Güterstände gilt für mich? Macht eine Patientenverfügung in der Ehe Sinn? Was geschieht mit dem Kindergeld bei einer Ehescheidung? Wer bekommt Haustiere bei einer Scheidung?
Kommt man nach der Scheidungsberatung zu dem Schluss, dass man die Scheidung dem Fachanwalt für Familienrecht aus Neubrandenburg übergeben möchte, dann wird sich dieser um alles kümmern, was mit der Scheidung in Zusammenhang steht. Er wird den Scheidungsantrag einreichen, sich um sämtlichen Schriftverkehr kümmern und auch beim letzten gerichtlichen Termin zur Scheidung anwesend sein. Betont muss werden, dass in Deutschland bei einer Scheidung Anwaltszwang herrscht. Das heißt, eine Scheidung ganz ohne Anwalt ist ein Ding der Unmöglichkeit. Allerdings gibt es die Möglichkeit, sich bei einer Ehescheidung gemeinsam mit dem Ehegatten von nur einem Anwalt vertreten zu lassen, um somit die Kosten der Scheidung minimal zu halten. Damit dies auch tatsächlich klappt, muss die Scheidung unbedingt einvernehmlich sein, d.h., man muss sich in sämtlichen Punkten wie Aufteilung des Hausrats, Umgangsrecht etc. einig sein.
Jedoch ist ein Fachanwalt für Familienrecht aus Neubrandenburg nicht nur der ideale Ansprechpartner für eine scheidungsrechtliche Beratung oder zum Durchführen der Scheidung. Er hat vielmehr ein breites Fachwissen in sämtlichen Belangen, die in das Rechtsgebiet Familienrecht fallen. Zu nennen wären hier z.B. Fragen rund um die Vaterschaftsklage, den Vaterschaftstest oder eine Vaterschaftsanerkennung. Was für Rechte hat man bei einem nicht ehelichen Kind? Was ist die Aufsichtspflicht der Eltern und was passiert, wenn Eltern die Aufsichtspflicht verletzen? Muss man als Samenspender Angst davor haben, auf Kindesunterhalt verklagt zu werden? Zu allen diesen Fragen kann ein Fachanwalt für Familienrecht fachkundige und auf die persönliche Situation abgestimmte Antworten bieten. Der Rechtsanwalt im Familienrecht kennt sich ferner im Betreuungsrecht, in Betreuungsverfahren und Belangen die Vormundschaft betreffend ebenso aus wie bei Fragen in Bezug auf eine Adoption oder Rechtsprobleme, die sich in einer Patchworkfamilie ergeben. Und auch, wenn es um die Vormundschaftsübertragung eines Pflegekindes an die Pflegeeltern geht, sollte man sich in jedem Fall von einem Rechtsanwalt für Familienrecht beraten und vertreten lassen.