Arbeiten im Ausland: Was Sie darüber wissen und beachten sollten!

Von fachanwalt.de-Redaktion, letzte Aktualisierung am: 26. Oktober 2021

Personalverantwortliche sehen es gern, wenn im Lebenslauf ein oder mehrere Auslandsaufenthalte aufscheinen. In einem fremden Arbeitsumfeld zurechtzukommen, weist auf internationale Erfahrungen hin, auf gute Fremdsprachenkenntnisse und die Fähigkeit, in anderen Kulturkreisen zu kommunizieren. Der Nachweis der interkulturellen Kompetenz erhöht die Chancen, die Wunschstelle zu bekommen um einiges. Doch es sind nicht nur die beruflichen Vorteile, die zum Tragen kommen, auch privat kann Arbeiten im Ausland eine Bereicherung sein.

Warum im Ausland arbeiten – Motive

Arbeiten im Ausland (© contrastwerkstatt – stock.adobe.com)
Arbeiten im Ausland (© contrastwerkstatt – stock.adobe.com)
Reisen ist keine „Erfindung“ der Neuzeit. In der Geschichte kennen wir viele Ausreisewellen. Im 19. Jahrhundert begaben sich mehr als 100.000 Menschen auf eine gefährliche Reise nach dem goldenen Amerika (ab 1850). Ein Trend der sich in den Jahren der Wirtschaftsrezession (ab 1920) ungebremst fortsetzte.

Auch das 21. Jahrhundert zeigt beeindruckende Zahlen von Menschen, die es ins Ausland zog. Zwischen 1995 und 2010 gaben fast 400.000 Menschen ihre private und berufliche Existenz im Inland auf und begaben sich, zumindest für eine gewisse Zeit auf die große Reise.

In den meisten Fällen ist die aktuelle Wirtschaftslage der Auslöser. Der Mangel an Facharbeitskräften im Ausland und auch außerhalb Europas verleiht dem Trend einen starken Aufschwung.

In Zeiten der Globalisierung erwarten internationale Arbeitgeber von ihren Arbeitnehmern die Bereitschaft zu Auslandsaufenthalten. Meist sind es abgesteckte Zeiträume zwischen 3 und 5 Jahren. Viele, die während des Studiums Praktika im Ausland absolvierten, zieht es in späteren Jahren dorthin zurück, wo sie ihre ersten beruflichen Schritte taten.

Vage Gefühle der Unsicherheit, Unzufriedenheit mit der aktuellen Lebenssituation, das Interesse an anderen Kulturen sind auch heute noch die Hauptgründe, warum Menschen zumindest für einige Zeit Deutschland den Rücken kehren. Oft erwartet man auch neuen Schwung für die eigene Karriere und die Arbeit in ganz neuen Tätigkeitsfeldern.

Arbeiten im Ausland - persönliche Fragestellungen

Es ist wesentlich, dass die Entscheidung für Arbeiten im Ausland durch persönliche Motive ausreichend abgestützt ist:

  • Welche persönlichen und beruflichen Ziele stehen hinter dem Auslandseinsatz?
  • Was ist im Ausland besser, schöner, ertragreicher, anders?
  • Fragestellungen (© BillionPhotos.com – stock.adobe.com)
    Fragestellungen (© BillionPhotos.com – stock.adobe.com)
    Was ist jemand bereit aufzugeben?
  • Was passiert nach der Rückkehr, kann man wieder Anschluss finden?
  • Wie sollen die Verhältnisse im Zielland sein? Wie leben, wohnen, arbeiten?
  • Was für Auswirkungen hat Arbeiten im Ausland für die Familie (Kinder, Schule, Ausbildung, Arbeit)?
  • Gibt es außer der Möglichkeit zu arbeiten auch ein Angebot für Freizeit?
  • Welche Unterstützung ist vom Arbeitgeber zu erwarten?
  • Wie ist der Alltag zu gestalten?
  • Auf welche Umstände will man auch im Ausland nicht verzichten?
  • Welche Kultur soll im Zielland vorherrschen?
  • Sind die Fremdsprachenkenntnisse ausreichend?
  • Sind die finanziellen Mittel (Gehalt, Ersparnisse) ausreichend, um den gewünschten Lebensstandard aufrechtzuerhalten?

Rechtliche Fragestellungen

Wenn man sich entscheidet für einige Zeit im Ausland Erfahrungen zu sammeln, steht man vorerst vor der Frage, was aus rechtlicher Sicht zu beachten ist. Grundsätzlich kann jeder EU-Bürger in einem anderen EU-Land selbständig oder unselbstständig, ohne Arbeitserlaubnis arbeiten.

Es hängt vor allem davon ab, auf welcher Grundlage der Auslandsaufenthalt basiert:

  • Grenzgänger / Pendler unterliegen in aller Regel dem Doppelbesteuerungsabkommen. Die Lohnsteuer ist im Tätigkeitsland fällig.
  • Entsendung: Prinzip des Tätigkeitslandes.
  • Ausreise auf eigenen Wunsch (ausländischer Arbeitgeber): Prinzip des Ansässigkeitslandes.

Kündigungsschutz

In erster Linie ist es wohl der Arbeitsvertrag, in dem die entsprechenden Regelungen schriftlich verankert sind. In der EU schützt die Gleichstellungsrichtlinie vor Benachteiligung aller EU-Bürger. Sie legt fest, dass alle ausländischen Arbeitnehmer den inländischen gleichgestellt sind. Vor der letztgültigen Entscheidung einen Auslandsjob anzunehmen, sollte als erster Schritt eine ausführliche Rechtsberatung stehen.

Beim Kündigungsschutz gelten üblicherweise die Regelungen des Ziellandes, die allerdings nicht überall den gleich hohen Standard haben wie in Deutschland. Während in den skandinavischen Ländern das soziale Netz engmaschig ist, sollte man sich in Osteuropa und England nicht unbedingt darauf verlassen, dass man in Notsituationen ebenso gut aufgefangen wird.

Soziale Absicherung

Im Rahmen der sozialen Absicherung gilt es eine Reihe von Themen zu beachten:

  • Rentenansprüche: Zwischen der EU und der Schweiz sollte durch bilaterale Abkommen kaum ein Nachteil für Arbeitnehmer entstehen. In ihnen ist geregelt, dass die sozialen Rechte des Inlandes auch im Zielland Anwendung finden. Rentenansprüche sollten dadurch weitgehend erhalten bleiben.
  • Unfall- und Krankenversicherung: NIN (National Insurance Number) in Großbritannien; europäische Krankenversicherungskarte im EU-Ausland.
  • Arbeitslosengeld: Mit einem vor der Ausreise gestellten Antrag (Formular E303) ist der Bezug von 3 Monaten Arbeitslosengeld aus dem Heimatland zu beantragen. Bei der Rückkehr erfolgt der Antrag mit dem Formular E301, das als Nachweis für die im Ausland erworbenen versicherungspflichtigen Beschäftigungszeiten gilt.
  • Leistungen für die gesamte Familie
  • Gehalt: Unterschiedliche Durchschnitts- und Mindestgehälter beachten.

Die generelle Regelung in der EU ist, dass mit einem gültigen Arbeitsvertrag die Rechte der ausländischen Sozialversicherungen anzuwenden sind. Bei einer Entsendung ist die rechtliche Situation anders. Es empfiehlt sich davor, eine fachlich fundierte Expertise einzuholen.

Steuerrechtliche Fragen

In aller Regel sind diese relevant, wenn der Auslandsaufenthalt mehr als ein halbes Jahr beträgt.

  • Steuern (© Marco2811 – stock.adobe.com)
    Steuern (© Marco2811 – stock.adobe.com)
    Internationale Steuerregelungen
    • OECD-Musterabkommen
    • Doppelbesteuerungsabkommen (DBA), legt fest, in welchem Land die Steuern zu zahlen sind. In aller Regel gilt das Steuerrecht des Arbeitsplatzes.
  • Unbeschränkte Steuerpflicht
    • Wohnsitz weiterhin in Deutschland (gewöhnlicher Aufenthalt): zusätzlich steuerpflichtig nach deutschem Recht (gesamtes Einkommen) und steuerpflichtig im Ausland.
  • Besteuerung im Jahr des Wohnsitzwechsels
  • Aufwendungen, die zu berücksichtigen sind
  • Vorliegen in- oder ausländischer Besteuerungsmerkmale
  • Situation im Jahr nach der Rückkehr
  • Auslandstätigkeitserlass: Bei der Arbeit für die Entwicklungshilfe im Ausland kann der gesamte Lohn steuerfrei sein (Antrag bei der Finanzverwaltung).

Was bedeutet Doppelbesteuerungsabkommen

Sinn ist die Vermeidung von doppelten Steuerzahlungen und beruht auf einem Vertrag zwischen zwei Ländern auf der Basis des Völkerrechts. Darin ist geregelt, welche und vor allem wie viel Steuer im jeweiligen Land zu zahlen ist.

Definition des Doppelbesteuerungsabkommens

Eine Doppelbesteuerung besteht: „… wenn verschiedene Steuerhoheiten ein Steuersubjekt bezüglich desselben Steuerobjekts in derselben Steuerperiode einer gleichartigen Besteuerung unterwerfen“.

Ein DBA folgt vier Prinzipien:

  • Welteinkommen: Das gesamte Einkommen, unabhängig von Wohnsitz oder Tätigkeit ist zu versteuern.
  • Quellenland: Die Steuerpflicht entsteht im Tätigkeitsland (das Land, aus dem das Einkommen stammt).
  • Wohnsitzlandprinzip: Steuerpflicht orientiert sich am Wohnsitz.
  • Terrirorialprinzip: Nur jenes Einkommen, das auf dem Territorium des Tätigkeitslandes nachgewiesen ist, unterliegt der Steuerpflicht.

Steuerrechtliche Regelungen für Grenzgänger

Die steuerrechtlichen Regelungen für Grenzgänger verhalten sich wie folgt:

  • Für die Einkommenssteuer und Ansprüche an die Sozialversicherung: Das Land, in dem die Arbeitsleistung erbracht wird.
  • Für Vermögenssteuern und andere: Das Land des gewöhnlichen Aufenthalts (Wohnsitz).

Fragen zur Entgeltzahlung

In aller Regel wird das Gehalt auf ein Bankkonto überwiesen. Im Euro-Raum kann diese Überweisung auf jedes Konto erfolgen (IBAN und BIC erforderlich). Der Arbeitgeber ist nicht berechtigt, die Errichtung eines eigenen Kontos zu verlangen, wenn sich Arbeits- und Wohnort innerhalb der EU befinden. Der Arbeitgeber darf in dem Fall auch keine höheren Gebühren in Rechnung stellen.

Befindet sich der Arbeitsplatz außerhalb des Euro-Raumes, kann der Arbeitgeber die Errichtung eines eigenen Kontos bei Nachweis erheblicher Mehrkosten für Auslandsüberweisungen verlangen.

Fragen zur Visumspflicht

In vielen außereuropäischen Ländern besteht Visumspflicht. Ein Visum erhält man in aller Regel mit dem Nachweis des realen Jobangebots im Ausland resp. mit dem Nachweis, dass die individuellen fachlichen und persönlichen Kompetenzen im Zielland tatsächlich gefragt sind.

Bei der Planung ist zu berücksichtigen, dass die Beschaffung eines Visums oft mehrere Monate in Anspruch nehmen kann.

Was ist unter Entsendung zu verstehen?

Von einer Entsendung spricht man, wenn ein Arbeitnehmer im Auftrag des Arbeitgebers ins Ausland geht und dort eine Tätigkeit für das entsendende Unternehmen ausübt. Dabei sind diese Punkte besonders zu beachten:

  • Arbeitsrecht im Ausland
  • Fürsorgepflichten des Arbeitgebers
  • Reiserichtlinien
  • Arbeitsmedizinische Vorsorge

Vor der Entsendung ist es üblich, einen Arbeitsvertrag zu errichten. Er geht neben den finanziellen Aspekten auch darauf ein, welches Recht zu Anwendung kommt. Unterliegt das Arbeitsverhältnis dem deutschen (inländischen) Recht, hat dies Auswirkungen auf den Kündigungsschutz.

Work and Travel (© alexbrylovhk – stock.adobe.com)
Work and Travel (© alexbrylovhk – stock.adobe.com)
Gibt es keinen derartigen Vertrag, ist zu entscheiden, ob das deutsche Betriebsverfassungsgesetz zu Anwendung kommt. Deshalb sind gute Vorbereitung, Information und Transparenz auf beiden Seiten wesentliche Schwerpunkte, die die Entscheidung, ob dafür oder dagegen absichern.

Was bedeutet Work & Travel

Darunter versteht man eine besondere Art des Auslandsaufenthaltes. Vergleichbar ein wenig mit dem „auf die Walz gehen“, das noch im 20. Jahrhundert Handwerksburschen und auch -mädchen quer durch die Lande trieb. Sie nahmen tageweise Arbeiten in ihrer Zunft an, finanzierten sich so die Reisen und erwarben besondere Kenntnisse. In manchen Branchen / Regionen ist dieser Brauch noch immer zu finden (Zimmerer).

Aktuell hängt Work & Travel von den rechtlichen Beschränkungen ab. So einfach darauf loszufahren ist nicht sehr empfehlenswert. In den Zielländern müssen die entsprechenden Jobs nicht nur zur Verfügung stehen. Auch die fachliche und persönliche Eignung für die Tätigkeit ist nachzuweisen, vor allem in den Ländern mit Visumspflicht. In den meisten Fällen sind Nachweis der finanziellen Mittel und gültige Reisedokumente obligatorisch. Altersbeschränkungen in manchen Ländern sind zu beachten.

Work & Travel ist vor allem bei der jüngeren Generation sehr beliebt. Schließlich scheint es eine gute Möglichkeit zu sein, sich Reisen quer durch den Kontinent und darüber hinaus zu finanzieren. Üblicherweise unternimmt man diese Touren nach dem Studium und vor den ersten fixen Arbeitsverhältnissen.

Working Holiday – unbürokratisch schnell mal weg

Das ist ein Angebot für junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren, die ein sogenanntes „Working-Holiday-Visum“ beantragen können. Damit sind 12 Monate Aufenthalt im Ausland möglich, inklusive der Erlaubnis, an den schönsten Plätzen von Neuseeland bis New York, von Kapstadt bis ins nördliche Norwegen zu arbeiten.

Dieses Visum ist nur einmal im Leben in Anspruch zu nehmen, deshalb kommt der Planung besondere Bedeutung zu. Wenn alles passt, kann so ein Auslandsjob eine unvergessliche Erfahrung sein.

Ist Arbeiten im Ausland auch für den öffentlichen Dienst möglich?

Die Frage ist dann mit Ja zu beantworten, wenn sich die Arbeitsstelle (staatlicher Besitz, staatliche Stelle, öffentliche Einrichtung) im EU-Raum befindet. Einzig die Ausübung hoheitlicher Befugnisse und Wahrnehmung allgemeiner staatlicher Interessen können mit einem Vorbehalt für inländische Arbeitnehmer ausgestattet sein.

Die Voraussetzungen und Entscheidungsgrundlagen sind:

  • Offizielle Anerkennung der Qualifikation im Zielland
  • Dienstalter und Erfahrung
  • Höhe des Gehalts und der Besoldungsgruppe

Es ist erforderlich, dass sich der Wohnort im Zielland befindet. Eine Regelung, dass eine Stelle im öffentlichen Dienst davor einen mehrjährigen Aufenthalt im Zielland voraussetzt, ist rechtlich nicht gültig.

Fragen zum Aufenthaltsrecht im Zielland

Was passiert bei Verlust des Arbeitsplatzes?

Der Aufenthalt ist unter diesen Voraussetzungen weiterhin gestattet:

  • Vorübergehende Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit oder Unfall.
  • Unfreiwillige Arbeitslosigkeit, wenn diese den Behörden gemeldet wurde und das Beschäftigungsverhältnis bereits länger als ein Jahr aufrecht gewesen ist (Recht auf Gleichbehandlung mit inländischen Arbeitnehmern).
  • Arbeitsplatz (© pikselstock – stock.adobe.com)
    Arbeitsplatz (© pikselstock – stock.adobe.com)
    Während der Absolvierung einer Berufsausbildung, die in Zusammenhang mit der früheren Beschäftigung steht.

Besteht die Pflicht zur Anmeldung des Wohnortes?

Die Pflicht zur Meldung besteht innerhalb eines angemessenen Zeitraumes nach der Ankunft. Ein Versäumnis hat die Verhängung eines Bußgeldes (oder anderer Strafen) zur Folge. In aller Regel beträgt die Frist für Arbeitnehmer im Ausland 3 Monate. Als Nachweis gilt die Anmeldebescheinigung. Zur Anmeldung sind erforderlich:

  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass.
  • des Arbeitgebers.
  • Nachweis zum Status als Selbstständiger.

Was ist unter „ständiger Aufenthalt“ zu verstehen?

Es handelt sich dabei um einen ununterbrochenen, mindestens 5-jährigen Aufenthalt in einem anderen EU-Land. Damit hat man das Recht erworben, sich ständig und auf Dauer in dem Land aufzuhalten. Die Aufenthaltsgenehmigung bleibt dann auch weiterhin bestehen:  

  • Bei befristeten Abwesenheiten, wenn diese die Dauer von 6 Monaten nicht übersteigen.
  • Bei Leistung des erforderlichen Militärdienstes im Herkunftsland.
  • Bei Abwesenheit in der Dauer von 12 aufeinanderfolgenden Monaten aus wichtigen Gründen (Schwangerschaft, Ausbildung, Krankheit, Arbeit, Entsendung …).

Eine Abwesenheit von mehr als 2 aufeinanderfolgenden Jahren kann den Verlust der Aufenthaltsgenehmigung nach sich ziehen.

Ist die Zuerkennung des ständigen Aufenthalts fix an die 5-Jahresfrist gebunden?

Eine Verkürzung ist auf Antrag möglich:

  • Für Rentner, wenn dem Antrag mindestens 1 Jahr Beschäftigung oder ununterbrochener Aufenthalt von 2 Jahren voranging.
  • Bei Einstellung der Arbeitstätigkeit oder Verlust der Arbeitsfähigkeit nach einem mindestens 2-jährigem Aufenthalt.
  • Bei Verlust der Arbeitsfähigkeit durch einen Arbeitsunfall oder aufgrund einer Berufskrankheit, unabhängig von der bisherigen Aufenthaltsdauer.
  • Für Grenzgänger (wöchentliche Rückkehr an den Wohnort), wenn davor mindestens 3 Jahre im Zielland gearbeitet wurde.

Ist eine Ausweisung oder Aufforderung zum Verlassen des Landes möglich?

Solange die Aufenthaltsbedingungen aufrecht sind, besteht seitens der Behörden keine Veranlassung dazu. Es muss ein ernsthafter Verstoß gegen die öffentliche Ordnung oder eine ernsthafte Bedrohung der Sicherheit des Ziellandes vorliegen. Die Gründe der Ausweisung sind schriftlich mitzuteilen und haben eine Rechtsmittelbelehrung zu beinhalten.

Informationen zu Stellen im Ausland

Abhängig von der Branche und dem Arbeitsverhältnis (befristet, unbefristet) bieten sich eine Reihe von Informationsmöglichkeiten an. Die meisten, die eine Auslandstätigkeit anstreben, suchen nach:

  • Freiwilligenarbeit und Praktika
  • Work & Travel, Au Pair
  • Arbeiten auf Zeit

Die Arbeitsagenturen sind kompetente Ansprechpartner und stehen auch für rechtliche und organisatorische Fragen zur Verfügung: Auslandsvermittlung der Arbeitsagentur.

Jobsuche der Bundesagentur

Die Bundesagentur stellt ein Job-Portal mit über einer Million Stellenangeboten, darunter auch eine Vielzahl im Ausland, zur Verfügung. Mit der Anlage eines persönlichen Bewerberprofiles erhöht sich die Chance, Personalverantwortliche aus den Zielländern auf sich aufmerksam zu machen.

Mit EURES im Ausland arbeiten

Jobsuche (© Prostock-studio – stock.adobe.com)
Jobsuche (© Prostock-studio – stock.adobe.com)
Das European Employment Service ist ein EU-weites Netzwerk aus Arbeitsagenturen, Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften. Im EURES Informationsportal sind Stellen aus EU-Ländern sowie aus Island, Lichtenstein, Norwegen und der Schweiz zu finden. Wiederum ist es möglich, ein Bewerberprofil anzulegen, um als Experte im EURES Netzwerk Sichtbarkeit zu gewinnen. In den Regionen arbeiten eigene EURES-Fachberater, die mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Zentrale Auslands- und Fachvermittlung

In der ZAV sitzen Experten, die über alle Möglichkeiten Auskunft geben, um im europäischen oder außereuropäischen Ausland zu arbeiten. Die Beratung reicht von Beschäftigungs- und Bildungsmöglichkeiten, über Stellensuche und Bewerbung bis zu Arbeitsbedingungen und der sozialen Absicherung.

BFIO-Büro: Vermittlung von Führungskräften zu internationalen Organisationen

Dieses Büro unterstützt, gemeinsam mit dem Serviceangebot des Auswärtigen Amtes, die Bundesregierung, um die Anzahl deutscher MitarbeiterInnen bei internationalen Organisationen zu erhöhen. BerwerberInnen erwarten eine Vielzahl von herausfordernden Tätigkeiten an interessanten Orten in der ganzen Welt. Ob es bei den Vereinten Nationen ist oder bei den vielen anderen Fachorganisationen: Rund 200 Organisationen weltweit bemühen sich um engagierte Führungskräfte für die Zukunft. Das Angebot umfasst:

  • Allgemeines zum Arbeitsmarkt rund um die internationalen Organisationen.
  • Individuelle Auswahl aus den Stellenausschreibungen und Unterstützung bei der Bewerbung.
  • Begleitung während der Bewerbungsphase in enger Kooperation mit den deutschen Auslandsvertretungen und dem Auswärtigen Amt.
  • Informationen und Vorträge zu den Karrieremöglichkeiten bei internationalen Organisationen an Hochschulen und Förderinstitutionen.
Fachanwalt.de-Tipp: Vor einer Entscheidung ins Ausland zu gehen, sind fundierte Informationen einzuholen: Rentenversicherung, steuerliche Situation, soziale Absicherung sind die wichtigsten Parameter, die es zu evaluieren gilt. Arbeitnehmer, die zeitweilig im Ausland arbeiten, sollten Wert auf eine Vertragsanpassung legen. Vor allem in Hinblick auf die Jobgarantie nach der Rückkehr aus dem Auslandseinsatz und der Wiedereinsetzung in alle Rechte und Pflichten. In aller Regel wird der bestehende (inländische) Arbeitsvertrag ruhend gestellt und lebt nach Beendigung des Auslandsaufenthaltes wieder auf.



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