Warum ist es sinnvoll, sich direkt an einen Fachanwalt zu wenden?

Anwalt studiert Gesetze (© grafikplusfoto / fotolia.com)
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Je schwieriger, komplizierter und fachspezifischer sich ein juristisches Problem darstellt, desto eher sollten Sie von Anfang an auf die Hilfe eines entsprechenden Fachanwalts setzen.

Ein wenig können Sie die Situation mit einem Besuch beim Arzt vergleichen. Während Sie mit einem Schnupfen oder einer einfachen Verstauchung bei einem Arzt für Allgemeinmedizin sehr gut aufgehoben sind, lassen Sie sich bei Herzproblemen von einem Kardiologen behandeln oder suchen bei Problemen mit den Augen einen Augenarzt auf.

Ähnlich verhält es sich bei der Auswahl des passenden Rechtsanwalts. Mit allgemeinen Rechtsfragen sind Sie bei einem Rechtsanwalt ohne Fachausbildung gut aufgehoben, wobei auch diese in der Regel Tätigkeits- und Interessensschwerpunkte angeben, anhand derer Sie erkennen können, mit welchem Rechtsgebiet sich der Anwalt vorrangig beschäftigt.

Das unspezifische Jurastudium

Während des Studiums zum Volljuristen erlangt jeder Rechtsanwalt umfassende Kenntnisse in den Bereichen Privatrecht, Strafrecht und Öffentliches Recht. Unter diesen drei Oberbegriffen werden alle Rechtgebiete eingeordnet.

  • So umfasst beispielsweise das Privatrecht alle Rechtsgebiete, die das Verhältnis der Bürger untereinander regeln.
  • Das Öffentliche Recht hingegen regelt unter anderem das Verhältnis zwischen dem Staat beziehungsweise seinen verschiedenen Trägern und den Bürgern sowie das Verhältnis der Verwaltungsträger untereinander.
  • Das Strafrecht schließlich ist theoretisch ebenfalls Teil des öffentlichen Rechts, hat sich aber im Laufe seiner Geschichte verselbstständigt und wird daher gemeinhin als eigenständiger Bereich angesehen. Im Strafrecht wird der Umgang mit der Verletzung von Rechtsgütern einzelner Bürger oder der Allgemeinheit geregelt.

So fallen beispielsweise folgende Rechtsgebiete in den Bereich des Privatrechts:Jurastudent (Foto: (c) Robert Kneschke / Fotolia.com)
Jurastudent (Foto: (c) Robert Kneschke / Fotolia.com)

  • Vertragsrecht
  • Gesellschafts- und Handelsrecht
  • Erbrecht
  • Familienrecht
  • Schuldrecht
  • Sachenrecht
  • Arbeitsrecht
  • Verkehrsrecht
  • Mietrecht

In den Bereich des Öffentlichen Rechts gehören unter anderem:

  • Verwaltungsrecht
  • Sozialrecht
  • Steuerrecht
  • Wirtschaftsverwaltungsrecht
  • Verfahrensrecht
  • Verwaltungsrecht
  • Staats- und Verfassungsrecht
  • Völkerrecht

Das Strafrecht gliedert sich in erster Linie auf in die Bereiche

  • Materielles Strafrecht
  • Strafverfahrensrecht

Schon allein anhand dieser unvollständigen Aufzählung der drei großen Rechtsbereiche und der vielen unterschiedlichen Rechtsgebiete wird klar, dass kein Rechtsanwalt alle diese Gebiete mit dem gleichen Wissen und der gleichen Erfahrung wird abdecken können.

Aus diesem Grund gibt es Fachanwälte, die sich in den einzelnen Bereichen des Rechts besonders gut auskennen. Dadurch ist die bestmögliche anwaltliche Vertretung gewährleistet, denn der Fachanwalt ist auf seinem Fachgebiet immer auf dem neuesten Stand der Dinge, hat viel Erfahrung auf dem Rechtsgebiet und kann daher eine wesentlich fundiertere Vertretung anbieten als ein Anwaltskollege, der sich vorrangig mit einem anderen Rechtsgebiet befasst.

Diese Gründe sprechen für einen Fachanwalt

  • Lassen Sie sich von einem Profi beraten und vertreten
    Die Rechtswissenschaften mit allen Ihren verschiedenen Rechtsgebieten sind ein so Fachanwalt in Robe ((c) Andrey Popov - Fotolia.com)
    Fachanwalt in Robe ((c) Andrey Popov - Fotolia.com)
    weit gefasstes Feld, dass sich ein Anwalt unmöglich auf allen Gebieten gleich gut auskennen kann. Vor allem bei komplizierteren Rechtsproblemen oder bei Fragen und Problemen bezüglich nicht alltäglicher Rechtsbereiche sollten Sie daher die Hilfe von einem Profi in Anspruch nehmen, der sich mit der Materie wirklich gut auskennt.
  • Geraten Sie gegenüber der gegnerischen Partei nicht ins Hintertreffen
    Je besser sich Ihr Rechtsanwalt auf dem entsprechenden Rechtsgebiet auskennt, desto besser kann er Sie beraten und vor Gericht vertreten.
    Wird die gegnerische Partei beispielsweise in einer Streitigkeit über eine Urheberrechtsverletzung von einem Fachanwalt für Medienrecht vertreten, wird dieser einem Anwalt, der sich nicht explizit mit Medienrecht beschäftigt, einiges an Wissen und Erfahrung auf diesem Teilgebiet des Rechts voraushaben. Sorgen Sie daher mit einem entsprechenden Fachanwalt für die bestmögliche anwaltliche Vertretung
  • Sichern Sie sich kompetente Unterstützung bei Ihrem rechtlichen Problem
    Je erfahrener der gewählte Anwalt auf dem entsprechenden Rechtsgebiet ist, desto besser kann er Sie beraten und vertreten. Er kennt die neuesten Rechtsprechungen und Entwicklungen auf seinem Fachgebiet und verfügt über eine besonders hohe Sachkenntnis, die er durch eine Prüfung vor einem Fachausschuss nachgewiesen hat.
  • Der Anwalt steht immer auf Ihrer Seite
    Jeder Rechtsanwalt, ob mit oder ohne Fachanwaltstitel, steht bei einer juristischen Auseinandersetzung immer zu 100 % auf Ihrer Seite. Er wahrt, vertritt und verteidigt Ihre Interessen gegenüber einer gegnerischen Partei oder vor Gericht und berät Sie immer nach bestem Wissen und Gewissen zu Ihrem Vorteil. Bei einer rechtlichen Auseinandersetzung sind Sie mit einem Rechtsanwalt an Ihrer Seite nie allein, Sie haben immer einen Ansprechpartner und der Fachanwalt bietet Ihnen zusätzlich die größtmögliche Fachkompetenz auf einem speziellen Rechtsgebiet.

Kann ich mich nicht einfach selbst vertreten?

Sie können sich natürlich in jeder rechtlichen Auseinandersetzung einen Anwalt nehmen und sich von ihm vertreten lassen, aber Sie müssen dies nicht zwingend in jedem Fall tun. Gerade im privatrechtlichen Bereich gibt es oft Auseinandersetzungen, die unter Hinzuziehung eines Rechtsanwalts auf einer oder beiden Seiten geführt werden, wobei in manchen dieser Fälle ein klärendes Gespräch vielleicht einfacher und besser weitergeholfen hätte. Einen Fachanwalt werden Sie bei diesen Gelegenheiten jedoch eher selten brauchen.

Anders sieht es aus, wenn eine Gerichtsverhandlung ansteht. Für diesen Fall gelten in Deutschland klare Regeln betreffend der anwaltlichen Vertretung.

So gibt es vor allem im Zivilrecht sogenannte Anwaltsprozesse, die nicht ohne Rechtsanwalt geführt werden können.

Die Gründe für diesen sogenannten Anwaltszwang, der bei einigen Gerichtsverhandlungen im Zivilrecht herrscht, liegt in der Postulationsfähigkeit.

Die Postulationsfähigkeit bezeichnet die Fähigkeit, vor Gericht rechtswirksame Handlungen vorzunehmen. Zu diesen rechtswirksamen Handlungen gehört beispielsweise das Stellen von Anträgen an das Gericht, das Einreichen einer Klage oder das Einlegen einer Berufung.

Im sogenannten Anwaltsprozess ist nur ein Rechtsanwalt postulationsfähig, nicht jedoch die beteiligten Parteien. Erscheint eine Partei zur Verhandlung in einem Anwaltsprozess ohne Vertretung durch einen Rechtsanwalt, so ist das Ergebnis das Gleiche, als wenn die Partei gar nicht erschienen wäre.

Fachanwalt.de-Tipp:
Verzichten Sie vor Gericht besser auf Alleingänge und lassen Sie sich anwaltlich vertreten. Sollten Sie die Kosten scheuen, ist evtl. der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung sinnvoll.

Hintergrundinformation: Anwaltspflicht in Deutschland

ZivilprozessKein Anwaltszwang vorm Amtsgericht (© Martina Berg-Fotolia.com)
Kein Anwaltszwang vorm Amtsgericht (© Martina Berg-Fotolia.com)

Insbesondere im Zivilverfahren besteht der sogenannte Anwaltszwang und zwar immer dann, wenn das Verfahren am Landgericht oder am Oberlandesgericht stattfindet. Das ist in der Regel dann der Fall, wenn der Streitwert 5.000€ übersteigt oder wenn das Verfahren in eine höhere Instanz geht.
Bei erstinstanzlichen Verfahren am Amtsgericht dürfen Sie sich also selbst vertreten, jedoch sollten Sie im Einzelfall genau abwägen, ob das ein kluge Entscheidung ist.

Immer wieder haben rechtliche Laien den Eindruck, ihr Fall sei völlig klar und sie könnten sich ohne Probleme selbst vor Gericht vertreten, denn selbstverständlich muss der Richter einfach einsehen, dass sie Recht und der Nachbar Unrecht hat. Dabei wird aber allzu oft verkannt, dass es in der Rechtsprechung nicht um subjektive Wahrnehmungen einer Situation, sondern um die Anwendung von Gesetzen geht. Eine anwaltliche Vertretung ist bei Gerichtsverhandlungen daher immer ratsam, auch wenn es sich nur um eine scheinbare Bagatelle handelt.

Wird außerdem noch die gegnerische Partei anwaltlich vertreten, fällt es noch schwerer, sich selbst zu verteidigen und den Argumenten des gegnerischen Anwalts sinnvoll und objektiv etwas entgegenzusetzen. Die für Laien oft einschüchternde Atmosphäre im Gerichtssaal tut ihr übriges, so dass man ohne anwaltliche Vertretung oft als Verlierer aus einer Verhandlung hervorgeht. Empfehlenswert ist ein solcher Alleingang also nicht, am Amtsgericht aber durchaus erlaubt.

Strafverfahren

Im Strafrecht ist es so, dass es keinen direkten Anwaltszwang gibt, dem Angeklagten jedoch im Fall einer notwendigen Verteidigung auch gegen seinen Willen ein Pflichtverteidiger zugeordnet wird.

Die notwendige Verteidigung ist dann gegeben, wenn der Gesetzgeber davon ausgeht, dass sich der Beschuldigte nicht selbst verteidigen kann. Dies wird oft als ein versteckter Anwaltszwang ausgelegt.

Ähnlich wie im Zivilrecht besteht unter anderem bei erstinstanzlichen Verhandlungen am Landgericht oder Oberlandesgericht die Notwendigkeit einer Verteidigung.

Öffentliches Recht

Im Öffentlichen Recht ist es möglich, sich vor den Verwaltungsgerichten selbst zu vertreten, hier besteht also kein Anwaltszwang. Am Oberverwaltungsgericht und am Bundesverwaltungsgericht besteht jedoch die Notwendigkeit, sich von einem Rechtsanwalt vertreten zu lassen.

 

Der Anwaltszwang im Überblick

 

  • Im Zivilprozess ist es am Amtsgericht gestattet, sich selbst zu vertreten. Eine Ausnahme bilden Scheidungen und einige andere familienrechtliche Auseinandersetzungen.
  • Bei Zivilverhandlungen am Landgericht und am Oberlandesgericht besteht ein Anwaltszwang.
  • Im Strafrecht gibt es den Grundsatz der notwendigen Verteidigung. Sie besteht beispielsweise
    • wenn der Beschuldigte wegen eines Verbrechens angeklagt ist (eine Straftat, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht ist)
    • wenn die Hauptverhandlung in erster Instanz vor dem Landgericht oder Oberlandesgericht stattfindet,
    • wenn ein Berufsverbot droht
    • oder wenn der Beschuldigte in Untersuchungshaft ist.
  • Im Öffentlichen Recht muss am Oberverwaltungsgericht und am Bundesverwaltungsgericht ein Rechtsanwalt hinzugezogen werden.

Fachanwalt.de-Tipp:
Die Fälle, in denen ein Anwaltszwang oder eine notwendige Verteidigung vorgeschrieben sind, sind in der Regel keine Bagatellfälle mehr. Umso wichtiger und ratsamer ist es hier oft, sich von einem Experten beraten und vertreten zu lassen, so dass die Vertretung durch einen Fachanwalt in diesen Fällen immer eine gute Wahl ist.

Sonderfall Familienrecht und Scheidung

Das Familienrecht nimmt im Hinblick auf den Anwaltszwang eine Sonderstellung im deutschen Recht ein. Es gehört zum Bereich des Zivilrechts und grundsätzlich ist dort die selbstständige Vertretung bei erstinstanzlichen Verhandlungen am Amtsgericht erlaubt und es gilt kein Anwaltszwang.

Anders sieht dies aus bei Scheidungen und bei Unterhalts- oder Güterrechtsstreitigkeiten, die aus einem Scheidungsverfahren hervorgehen. In diesen Fällen ist immer zwingend ein Rechtsanwalt erforderlich. Schon allein beim Einreichen der Scheidung geraten die scheidungswilligen Ehegatten hier an die gesetzlichen Grenzen, denn diese Handlung ist im Rahmen der Postulationsfähigkeit nur einem Rechtsanwalt erlaubt.

Fachanwalt.de-Tipp:
Um Kosten zu sparen ist es jedoch im Rahmen einer einvernehmlichen Scheidung möglich, dass nur der Ehegatte, der die Scheidung einreicht, einen Anwalt beauftragt und die Ehepartner sich die Kosten für den Anwalt teilen. Das setzt allerdings voraus, dass in der Verhandlung von Seiten der anderen Partei keinerlei Anträge gestellt werden, denn dazu wäre wiederum ein eigener Rechtsanwalt notwendig.

So hilft Ihnen der Fachanwalt weiter

Mit dem Fachanwalt haben Sie einen echten Profi an Ihrer SeiteFachanwalt für schwierige Fälle ((c)Haramis Kalfar-Fotolia.com)
Fachanwalt für schwierige Fälle ((c)Haramis Kalfar-Fotolia.com)

Der Fachanwalt ist nicht nur ein Volljurist, der eine umfassende juristische Ausbildung genossen und zwei Staatsexamen abgelegt hat.
Er verfügt außerdem auf seinem Fachgebiet über herausragende Kenntnisse und viel Erfahrung und hat dies vor einem Fachausschuss bewiesen, um den Titel Fachanwalt tragen zu dürfen. Hüten Sie sich daher vor dem Halbwissen, das gerade im Internet von vielen juristischen Laien verbreitet wird und vertrauen Sie nur einem Fachmann. Die Tipps und Hinweise juristischer Laien, die Ihnen darüber hinaus noch anraten, sich selbst zu verteidigen, können im Ernstfall schwerwiegende Folgen auf den Ausgang Ihrer Rechtssache haben.

Der Fachanwalt steht mit all seinem Wissen auf Ihrer Seite
Ihr Rechtsanwalt steht immer zu 100% auf Ihrer Seite und setzt sich einzig und allein für die Wahrung Ihrer Interessen ein. Sie können Ihrem Rechtsanwalt absolut vertrauen und sicher sein, dass er immer alles tun wird, was in seiner Macht steht, um das bestmögliche Ergebnis für Sie zu erzielen. Wunder kann er dabei nicht bewirken, so kann er nicht garantieren, dass Sie Ihr Verfahren gewinnen werden, aber er wird Ihnen beispielsweise von einem kostenintensiven Verfahren abraten, wenn die Erfolgsaussichten schlecht sind.

Wenden Sie sich besser gleich an einen Fachmann
Ist Ihr juristisches Problem eher spezifischer Natur oder handelt es sich um einen komplizierten Fall, wenden Sie sich besser gleich an einen Fachanwalt. So haben Sie die Gewissheit, von Anfang an in den besten Händen zu sein und optimal beraten und vertreten zu werden. Natürlich bedeutet das nicht, dass ein anderer Anwalt Sie nicht ebenso nach bestem Wissen und Gewissen unterstützen würde, aber bei der Komplexität der Rechtswissenschaften kann nicht jeder Rechtsanwalt ein Experte auf allen Gebieten sein. Wenn Sie also einen Experten brauchen, dann engagieren Sie am besten von Anfang an einen Fachanwalt.

Dem Fachanwalt können Sie immer vertrauen
Wie jeder andere Rechtsanwalt auch, unterliegt der Fachanwalt der Schweigepflicht. Sie können ihm daher zu 100% vertrauen. Er darf und wird nichts, was Sie ihm erzählen, an Dritte weitergeben, auch nicht an das Gericht. Dieses besondere Vertrauensverhältnis zwischen Anwalt und Mandant, das vom Gesetz durch die Schweigepflicht geschützt wird, macht eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Anwalt und Mandant oft überhaupt erst möglich.

Unterschätzen Sie den moralischen Beistand nicht
Eine gerichtliche Auseinandersetzung ist auch psychisch meist sehr belastend, vor allem, wenn es dabei um etwas Wichtiges geht und beispielsweise der Arbeitsplatz oder viel Geld auf dem Spiel stehen. Der Fachanwalt steht während des gesamten Verfahrens an Ihrer Seite, er kann Ihnen die gerichtlichen Abläufe erklären, der ungewohnten Situation im Gerichtsaal den Schrecken nehmen und Ihnen einfach moralisch zur Seite stehen. Je besser und kompetenter Sie sich durch ihn beraten fühlen, desto besser werden auch Sie sich selbst in der Situation fühlen.

Ein Fachanwalt, der Ihnen all Ihre Fragen, und seien sie noch so kompliziert und spezifisch, beantworten kann, und der Ihnen deutlich zeigt, dass er viel Erfahrung und Fachkenntnis auf seinem Rechtsgebiet hat, ist das Beste, was Ihnen bei einem komplizierten Rechtsstreit oder einer sehr spezifischen Rechtsberatung passieren kann.

Fachanwalt.de-Tipp:
Wenden Sie sich am besten direkt an einen Fachanwalt, wenn Ihr Anliegen kompliziert ist oder ein Rechtsgebiet betrifft, auf dem sich nicht allzu viele Rechtsanwälte auskennen.

Praxisbeispiel: In diesem Fall sollten Sie einen Fachanwalt beauftragen

Abmahnung im Urheberrecht ((c)Manuel Schönfeld / Fotolia)
Abmahnung im Urheberrecht ((c)Manuel Schönfeld / Fotolia)

Fast jeder nutzt heute das Internet, kauft und verkauft Gebrauchtes statt auf dem Flohmarkt bei Ebay und nutzt die zahllosen Unterhaltungsplattformen, die das Internet zu bieten hat. Nicht selten kommt es dabei, oft unwissentlich oder auch nur angeblich, zu Urheberrechtsverletzungen.
Die meisten haben wahrscheinlich schon von den sogenannten File-Sharing Abmahnungen gehört, bei denen die Kosten für ein illegal heruntergeladenes Lied, einen Film oder eine Software leicht in die Tausende gehen können. Aber auch das Verwenden von urheberrechtlich geschützten Bildern bei Verkäufen auf Ebay oder einem privaten Blog, eine fehlende Impressumsangabe oder sogar das Teilen eines Beitrags mit Vorschaubild auf Facebook können eine teure Abmahnung nach sich ziehen.

Diese Art von Abmahnungen werden in gehäufter Form erst seit ein paar Jahren verschickt, es werden wichtige BGH Urteile gefällt und auch die Gesetzeslage, die sich bezüglich des Urheberrechts auf die Verbreitung digitaler Inhalte einstellen muss, hat einige Änderungen erfahren.

Ein Rechtsanwalt, der sich mit dieser Materie nicht explizit beschäftigt, wird hier kaum auf dem neuesten Stand sein, so dass dies ein klassischer Fall ist, in dem man sich besser direkt an einen Fachanwalt wendet. Das Urheberrecht hat vor dem Zeitalter der Digitalisierung für die meisten Bürger im Alltag und auch für die Mehrzahl der Rechtanwälte in Ihrem Berufsalltag eine mehr als untergeordnete Rolle gespielt, doch heute werden immer mehr Bürger und immer mehr Anwälte mit diesem fachspezifischen Rechtsbereich konfrontiert.

Unter den mehr als 160.000 zugelassenen Rechtsanwälten in Deutschland waren mit Stand 2016 nur 332 Fachanwälte für Urheber- und Medienrecht, knapp ein Jahrzehnt zuvor, im Jahr 2009, gab es ganze neun dieser Fachanwälte in Deutschland. Ein Rechtsgebiet also, dass ein deutliches Nischendasein führte, in letzter Zeit aber immer wichtiger wird, und das nicht nur für Künstler, Rechteinhaber und Verwertungsgesellschaften, sondern auch für jeden normalen Bürger, der durch sein Internetverhalten schnell in eine Abmahnfalle geraten kann.

Fachanwalt.de-Tipp:
Ein Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht wird Ihnen bei urheberrechtlichen Abmahnungen und Filesharingverletzungen besser weiterhelfen können, als ein Anwaltskollege, der sich mit der Materie noch nicht auseinandergesetzt hat.
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