Kfz - Wunschkennzeichen reservieren - wie geht das? Was ist erlaubt und welche Zeichen darf mal verwenden?

Jedes Fahrzeug muss über ein zulässiges Kennzeichen verfügen. Wieso dieses nicht dazu nutzen, das geliebte Auto ein wenig zu individualisieren und ihm Persönlichkeit zu verleihen? Das Wunschkennzeichen ist hierfür die ideale Möglichkeit. Es lässt dem Fahrzeughalter einen gewissen Spielraum bei der Gestaltung. So können Buchstaben wie auch Zahlen individuell gewählt werden.

Wieso ein Wunschkennzeichen?

Anders als manche andere s(c) vrd / Fotolia.com
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peziellen Kennzeichen (etwa das grüne Kennzeichen, das auf eine Steuerbefreiung des Fahrzeugs hindeutet), bringt das Wunschkennzeichen keine versicherungs- oder steuerrechtlichen Vorteile mit sich. Es ist allein Ausdruck der persönlichen Individualität. Viele Fahrzeugbesitzer wählen beispielsweise ihre Initialen und ihr Geburtsdatum oder -jahr für ihr Wunschkennzeichen. Aber auch ganze Wörter können auf dem Kennzeichen wiedergegeben werden. Hier sind der eigenen Kreativität kaum Grenzen gesetzt, gerne darf es auch einmal etwas ausgefallener sein.

Wichtig: Auch wenn man gern kreativ sein darf, wenn es um das Wunschkennzeichen geht, lassen die Behörden dennoch nicht alle Wunschkombinationen zu. So können beispielsweise die Kombinationen „KZ“ und „SS“ nicht für das Kennzeichen gewählt werden. Generell sind alle Kombinationen ausgeschlossen, die in Verbindung mit dem Nazi-Regime gebracht werden können.

Kann auch eine ein- oder zweistellige Zahl für das Wunschkennzeichen gewählt werden?

Autoliebhaber dürften davon träumen, für ihr Wunschkennzeichen die Zahl „1“ zu wählen. Das ist jedoch nur mit sehr viel Glück möglich. Generell sind einstellige Zahlen nur schwer zu bekommen, da sie meist Motorrädern vorbehalten sind.

Beim Wunschkennzeichen spielt auch Glück eine Rolle

Kennzeichenschilder werden durch die zuständige Straßenverkehrsbehörde vergeben. Dies geschieht, wenn ein Fahrzeug an- oder umgemeldet wird. Kennzeichen gibt es mittlerweile verschiedene. Dazu gehören u.a.:

  • Historische Kennzeichen (für Oldtimer)
  • Behördenkennzeichen
  • Kennzeichen für Probe- und Überführungsfahrten

Wer sich auf die zuständige Zulassungsstelle begibt zwecks An- oder Ummeldung seines Fahrzeugs, kann dort direkt auch den Wunsch nach einem individuellen Kennzeichen äußern. Dass dieses auch so wie gewünscht ausgestellt wird, kann jedoch nicht garantiert werden, hier spielt auch ein wenig Glück eine Rolle. Denn ist die gewünschte Buchstaben- und Zahlenkombination schon vergeben, kann sie nicht erneut ausgestellt werden.

Wunschkennzeichen reservieren

Damit man auf der Zulassungsstelle keine Enttäuschung erlebt, besteht daher die Möglichkeit, sich vorab bereits zu informieren, ob das persönliche Wunschkennzeichen denn überhaupt noch zu haben ist oder nicht. Wenn das der Fall ist, kann gleich eine Reservierung vorgenommen werden, damit einem kein anderer Interessent die Wunschkombination doch noch vor der Nase wegschnappen kann.

Die meisten Zulassungsbehörden bieten diesen Reservierungsservice mittlerweile an. Hierzu wird eine entsprechende Online-Seite der Kreis-Zulassungsstelle aufgesucht, über die die Reservierung dann unkompliziert vorgenommen werden kann.

Die Reservierung ist in jedem Fall empfehlenswert für alle, die sich eine persönliche Kennzeichenkombination bereits überlegt haben und sich diese sehr wünschen. So geht man auf Nummer sicher, dass man am Tag der An- oder Ummeldung nicht erfahren muss, dass eben diese Kombination schon vergeben ist. Denn dann müsste man sich mit einer vorgegebenen Kombination für sein Kennzeichen zufrieden geben.

Fachanwalt.de-Hinweis:
Natürlich kann man sein Wunschkennzeichen nicht unbegrenzt lange reservieren. Die genauen Fristen können jedoch von Zulassungsstelle zu Zulassungsstelle variieren. Daher sollte man zunächst einen Blick auf die Fristen werfen, damit man hier nicht aus Versehen zu lange mit der An- oder Ummeldung wartet und das Wunschkennzeichen am Ende doch wieder freigegeben wird. Hetzen muss man sich jedoch in der Regel nicht. Die Fristen laufen meist zumindest einige Wochen, so dass man ausreichend Zeit haben sollte, den Gang zur Zulassungsstelle zu planen.

Was kostet ein Wunschkennzeichen?

Den Service, ein individuelles (c) fm2 / Fotolia.com
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Kennzeichen anzufertigen, lassen sich die Zulassungsbehörden natürlich extra bezahlen. Aber auch hier gilt: Wie bei den Fristen gibt es auch bei den Kosten keine einheitlichen Regelungen. Diese bewegen sich jedoch meist noch im zweistelligen Bereich.

Wichtig: Auch die Reservierung des Wunschkennzeichens kann bereits mit Kosten verbunden sein.

Dem Besuch auf der Zulassungsstelle nun entspannt entgegen sehen

Ist die Reservierung erfolgreich abgeschlossen, kann dem Tag der An- oder Ummeldung entspannt entgegen gesehen werden. Mitgebracht werden muss auf die Zulassungsstelle die schriftliche Bestätigung der Reservierung. Danach erhält man die erforderlichen Unterlagen. Diese können dann wiederum zum Schildermacher gebracht werden, der meist in der Nähe zur Zulassungsstelle zu finden ist. Hat der Schildermacher das Wunschkennzeichen angefertigt, muss die Zulassungsstelle erneut aufgesucht werden. Schließlich fehlen noch die nötigen Aufkleber und Plaketten. Danach kann das Wunschkennzeichen schließlich am Fahrzeug angebracht werden.

Das Wunschkennzeichen ist das alte Kennzeichen, geht das?

Wenn man mit der Nummer des alten Fahrzeugs zufrieden ist, möchte man diese gern behalten. Dies ist auch möglich. Dafür muss bei der Abmeldung des alten Wagens eine Reservierung des Kennzeichens für das neue Fahrzeug vorgenommen werden. Zunächst wird das alte Kennzeichen aber immer erst einmal gesperrt. Man muss daher mindestens bis zum nächsten Tag warten, möchte man sein neues Fahrzeug anmelden.

Der Trend geht zum Wunschkennzeichen

Immer mehr Autofahrer entscheiden sich für ein Wunschkennzeichen und verleihen ihrem Fahrzeug dadurch einen besonderen Wiedererkennungswert. 75% aller Autofahrer planen, bei einer An- oder Ummeldung eines Fahrzeugs ein Wunschkennzeichen zu beantragen. Schließlich legt man ja auch bei dem Fahrzeug an sich viel Wert darauf, dass es zum eigenen Geschmack passt, sei es die Farbe oder die Ausstattung. Wieso sich also bei dem Nummernschild mit einer unpersönlichen Standard-Variante zufrieden geben.

Ideen für das Wunschkennzeichen

Erlaubt ist prinzipiell alles, was nicht verboten ist. Abgesehen von Kombinationen, die in Verbindung mit dem NS-Regime stehen können oder die als Beleidigung angesehen werden können, kann also praktisch alles realisiert werden. Mögliche Ideen sind beispielsweise:

  • Namenskürzel
  • Geburtsdatum
  • Geburtstage
  • Schnapszahlen
  • Daten besonderer Tage (z.B. Hochzeitstag, Geburtstag des Kindes)
  • Kürzel des Lieblingsvereins
  • Lustige Wortspiele (z.B. STA-U, MU-H, BI-ER, HH-SV oder auch LA-DY)

Reservierung online vornehmen

Eine Online-Reservierung des Wunschkennzeichens ist in wenigen Schritten durchgeführt. Zunächst wird dazu der Zulassungsbezirk eingegeben, also etwa B für Berlin oder F für Frankfurt. Danach werden weitere Angaben gemacht. Handelt es sich um Autokennzeichen, Motorradkennzeichen, Lkw-Kennzeichen usw.? Auch wird gefragt, ob es sich um ein normales Kennzeichen oder beispielsweise um ein Saisonkennzeichen, ein grünes Kennzeichen oder eine andere Variante handelt. Letztlich wird immer auch die Verfügbarkeit überprüft. Hierzu gibt man die gewünschte Kombination aus Zahlen und Buchstaben ein. Innerhalb weniger Sekunden wird dann in der Regel direkt angezeigt, ob diese noch frei ist oder nicht. Dann kann die Reservierung vorgenommen werden.

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