Versicherungsrecht

Berufsunfähigkeitsversicherung: Die 5 grössten Fehler beim Abschluss vermeiden

21.04.2017

Berufsunfähigkeitsversicherung: Die 5 größten Fehler bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung vermeiden.

In unserer heutigen Ausgabe möchte ich Sie darüber informieren, wie Sie bei dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung die fünf größten Fehler vermeiden können.

Sollten Sie später bei der Beantragung der Berufsunfähigkeitsleistungen Probleme mit dem Versicherer bekommen, werden Sie feststellen wie wichtig es ist, in diesem Bereich rechtsschutzversichert zu sein.

Häufig geht der Streit mit dem Berufsunfähigkeitsversicherer darum, dass bei dem Abschluss des Vertrags Fehler gemacht worden sein sollen.

In diesen Fällen muss bereits zu diesem Zeitpunkt eine Rechtsschutzversicherung bestanden haben.

Wenn Sie eine Rechtschutzversicherung neu abschließen,  sieht der Rechtsschutzvertrag in der Regel eine dreimonatige Wartezeit vor, so dass es meistens erforderlich sein wird, dass die Rechtsschutzversicherung schon drei Monate vor der Beantragung der Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen wird.

Sie sollten also mindestens drei Monate vor dem Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung eine diesen Bereich abdeckende Rechtsschutzversicherung abschließen, in der Regel handelt es sich um den Vertragrechtsschutz im allgemeinen Bereich.

Des Weiteren hat sich in meiner Berufspraxis herausgestellt, dass in dem Maße, in dem die Höhe der vereinbarten Berufsunfähigkeitsrente steigt, auch die Probleme steigen, die Berufsunfähigkeitsrente tatsächlich zu erhalten.

Umso höher die vereinbarte Rente ist, umso gründlicher und ausufernder wird der Berufsunfähigkeitsversicherer prüfen, ob er denn tatsächlich die Rente zahlen muss oder nicht doch irgendein Ablehnungsgrund noch angeführt werden kann.

Das heißt pauschal gesagt, dass bei einer vereinbarten Berufsunfähigkeitsrente von mehreren tausend Euro durch den Versicherer alles bis aufs letzte geprüft werden wird, was häufig mit einer sehr langen Prüfungsdauer verbunden ist.

Umso höher die Berufsunfähigkeitsrente ist, umso eher wird es der Versicherer auch auf einen Prozess ankommen lassen.

Sie sollten daher höhere Berufsunfähigkeitsrenten auf mehrere Berufsunfähigkeitsversicherer verteilen und niemals eine Berufsunfähigkeitsrente von beispielsweise 3.000 € bei einem Versicherer versichern, sondern stattdessen 3 × 1.000 € bei verschiedenen Versicherern.

Das erhöht zudem die Chance, dass wenigstens einer der drei Versicherer zeitnah zahlt und Sie nicht unter Umständen über Jahre bis zum Abschluss eines etwaigen Gerichtsverfahrens überhaupt keine Berufsunfähigkeitsrente erhalten.

Sodann wird häufig die Berufsunfähigkeitsrente abgelehnt, weil bestehende Vorerkrankungen vor Abschluss des Vertrags nicht angegeben worden sind.

Das liegt oftmals daran, dass die betreffenden Vermittler vor Abschluss des Versicherungsvertrags nicht auf die Bedeutung der Vorerkrankungen hinweisen oder nur halbherzig nachfragen.

Das vor allem dann, wenn der Vermittler unbedingt die Vermittlungsprovision verdienen und den Vertragsabschluss nicht dadurch gefährden will, dass zu viele Vorerkrankungen angegeben werden.

Hier sollten Sie selbstständig Auskünfte bei der Krankenkasse und den behandelnden Ärzten über sämtliche Behandlungen in den vergangenen Jahren einholen und diese Auskünfte vor Abschluss des Versicherungsvertrags vorlegen.

Genau diese Auskünfte wird der Versicherer nämlich anfordern, wenn die Berufsunfähigkeit eingetreten ist und geprüft wird, ob Vorerkrankungen verschwiegen worden sind.

Es kommt auch immer wieder vor, dass Sie bestimmte Angaben zu Ihrem Gesundheitszustand und Vorerkrankungen oder den Einkommensverhältnissen gegenüber dem Vermittler gemacht haben, dieser aber die Auskünfte nicht oder nur unvollständig an den Versicherer weitergeleitet hat.

Sie sollten also durch eine entsprechende Dokumentation dafür Sorge tragen, dass bei allen diesen Angaben später der Beweis geführt werden kann, dass Sie diese an den Versicherungsvermittler oder im Falle eines Versicherungsmaklers besser direkt an den Versicherer weitergeleitet haben.

Sodann gibt es hinsichtlich des Leistungsvolumens des Versicherers und der Höhe der zu zahlenden Versicherungsprämie erhebliche Unterschiede bei den einzelnen Versicherern.

Dieser Bereich ist für den gewöhnlichen Versicherungsnehmer kaum überschaubar.

Sie sollten daher zumindest mehrere Angebote einholen, besser noch einen Versicherungsberater oder Versicherungsmakler zu Rate ziehen.

Sollten Sie weitere Fragen zu den hier angerissenen Problematiken haben, schauen Sie sich die weiteren Folgen unseres Videopodcasts an oder wenden Sie sich direkt an uns.

Sämtliche Kontaktdaten erhalten Sie auch unter www.rechtsanwaelte–werne.de

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Über den Autor

Frank Vormbaum
Rechtsanwalt • Fachanwalt für Arbeitsrecht
Fachanwalt für Versicherungsrecht
Bült 27
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Telefon: 02389 - 4030660


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