Verkehrsrecht

Frauen sind treuer als Männer - zumindest beim Auto

Kompetenzzentrum Frau und Auto der Hochschule Niederrhein verglich männliche und weibliche Autofahrer-Wünsche, -Bedürfnisse und -Einstellungen

So treu kann doch kein Mann sein.....
Diese Schlagerweisheit bestätigt sich bei einer aktuellen Umfrage des Kompetenzzentrums Frau und Auto der Hochschule Niederrhein. Zumindest im Verhältnis zu ihrem Auto sind Frauen eindeutig treuer als Männer. Zwar ist ihnen die Automarke weniger wichtig als Männern - wenn sie damit zufrieden sind, sind sie aber auch loyaler als die männlichen Autofahrer und empfehlen sie gern weiter. Noch größer ist die Treue zur Werkstatt. So wie nach der Weiterempfehlungsabsicht haben 40 Marketing-Studentinnen und - Studenten in diesem Sommer 1.220 repräsentativ ausgewählte Autofahrer nach Wünschen, Bedürfnissen und Einstellungen rund um das liebste Fortbewegungsmittel befragt. Die Ergebnisse wurden von Prof. Dr. Doris Kortus-Schultes, der Leiterin der Forschungsgruppe, mit der Autofahrerinnen-Umfrage des letzten Jahres verglichen und jetzt als Studie "Männer-Auto und Frauen-Index" veröffentlicht.
"Männer lieben das Auto als Statussymbol, Frauen schätzen den positiven Erlebniswert", greift die Marketingprofessorin eine der automobilen Folgen des "kleinen Unterschieds" auf. Während Männern ein großes, PS-starkes Auto, aber auch Sicherheit ganz wichtig sind, schätzen Frauen zwar auch Schnelligkeit, daneben aber vor allem den günstigen Unterhalt und viele kleine Annehmlichkeiten sowie eine Ausstattung, die die Individualität unterstreicht. "Die Wunschliste der Frauen ist hier noch ein bisschen länger als die der Männer", hebt Professorin Kortus-Schultes hervor. Anachronistische Männerwünsche nach viel PS bei gleichzeitig niedrigem Verbrauch, so die Marketingstudenten, wurden ebenso häufig genannt wie der Wunsch nach einem "Markenaufstieg", wobei es dabei auch deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Gruppen gab. So sind die "Best Agers", die Senioren, erheblicher markentreuer als die Singles, die wiederum besonderen Wert auf das Markenimage legen. Bei Migranten war häufig die Besorgnis zu hören, in Autohaus und Werkstatt nicht ernst genommen zu werden.


Im Verhältnis zu den Frauen unterscheiden sie sich insgesamt auch bei der Vorbereitung des Autokaufs. Während Frauen sich vorwiegend bei Freundinnen und Bekannten informieren, lesen Männer stapelweise Testberichte und werten Herstellerprospekte aus. Dafür wenden sie weit mehr Zeit auf als Frauen. Da inzwischen jedes dritte Neufahrzeug von einer Frau gekauft wird, ist die mangelnde Mediennutzung ein Ergebnis, das Verlage und Redaktionen alarmieren sollte, meint Professorin Kortus-Schultes. Frauen-Auto-Themen sollten auch verstärkt in Publikumszeitschriften aufgegriffen werden. Den Frauen wiederum rät sie, beim Werkstattbesuch nachdrücklicher als bisher ein Ersatzfahrzeug für sich zu reklamieren, wenn sie sich damit Stress und Zeitnot ersparen. Da sind ihnen die Männer deutlich voraus.


Kontakt:
Prof. Dr. Doris Kortus-Schultes
Tel. (dienstl.) 02161-186-6327, (privat) 0212-331800
Email: doris.kortus-schultes@hs-niederrhein.de


Weitere Informationen:
http://www.frau-und-auto.hsnr.de
Quelle: idw

 

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