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Galeria Karstadt Kaufhof erneut insolvent / betriebsbedingte Kündigungen und Filialschließungen folgen

Die Galeria Karstadt Kaufhof GmbH mit Sitz in Essen ist mit 131 Standorten und rund 18.000 Mitarbeitern der zweitgrößte Warenhauskonzern Europas.

Bereits im Jahr 2020 befand sich Galeria Karstadt Kaufhof in einem Insolvenzverfahren (Schutzschirmverfahren) infolge fehlender Umsätze durch die Covid19-Pandemie.

Der Konzern Galeria Karstadt Kaufhof hatte angekündigt 80 der 170 Filialen zu schließen.

Das bedeutete für ca. 5.000 Mitarbeiter bundesweit den Jobverlust.

Letztendlich verblieben 131 Standorte.

Folgende Warenhäuser mussten schließen:

Berlin Charlottenburg (Karstadt) Berlin Gropius-Passage (Karstadt) Berlin Hohenschönhausen (Kaufhof) Berlin Müllerstraße (Karstadt) Berlin Ringcenter (Kaufhof) Berlin Tempelhof (Karstadt) Bielefeld (Karstadt) Bonn (Karstadt) Braunschweig (Kaufhof) Bremen (Kaufhof) Bremerhaven (Karstadt) Brühl (Kaufhof) Chemnitz (Kaufhof) Dessau (Karstadt) Dortmund (Kaufhof) Dortmund (Karstadt) Düsseldorf Schadowstraße (Karstadt) Düsseldorf Wehrhahn (Kaufhof) Essen (Kaufhof) Essen (Karstadt) Flensburg (Karstadt) Frankfurt Hessen-Center (Kaufhof) Frankfurt Zeil (Karstadt) Fulda (Kaufhof) Göppingen (Kaufhof) Goslar (Karstadt) Gummersbach (Karstadt) Gütersloh (Karstadt) Hamburg AEZ (Kaufhof) Hamburg Bergedorf (Karstadt) Hamburg Mönckebergstraße (Kaufhof) Hamburg Wandsbek (Karstadt) Hamm (Kaufhof) Hannover Georgstraße (Karstadt) Ingolstadt (Kaufhof) Iserlohn (Karstadt) Köln Weiden (Kaufhof) Landau (Kaufhof) Leonberg (Karstadt) Leverkusen (Kaufhof) Lübeck (Karstadt) Mainz (Karstadt) Mannheim N7 (Kaufhof) Mönchengladbach Reydt (Karstadt) München Am Nordbad (Karstadt) München OEZ (Karstadt) München Stachus (Kaufhof) Neubrandenburg (Kaufhof) Neumünster (Karstadt) Neunkirchen (Kaufhof Neuss (Kaufhof) Norderstedt (Karstadt) Nürnberg (Karstadt) Nürnberg Langwasser (Karstadt) Osnabrück (Kaufhof) Potsdam (Karstadt) Singen (Karstadt) Stuttgart Bad Cannstatt (Kaufhof) Sulzbach MTZ (Karstadt) Trier Simeonstraße (Karstadt) Witten (Kaufhof) Worms (Kaufhof) Schnäppchencenter Gießen Schnäppchencenter Frankfurter Nordwestzentrum noch nicht eröffnete Filiale Berlin Tegel

Auch 20 von 30 Karstadt Sports Häusern mit 700 Mitarbeitern mussten schließen.

Betroffen sind:

Wiesbaden Frankfurt am Main Kiel, München Köln Hanau Hamburger (Mönckebergstraße) Rosenheim Düsseldorf Norderstedt

Auch die Karstadt Sports Hauptverwaltung in Essen mit 150 Mitarbeitern wurde geschlossen.

Als Folge waren bundesweit bei den Arbeitsgerichten viele hundert Kündigungsschutzklagen anhängig.

Die Arbeitnehmer wandten sich im Wesentlichen gegen Kündigungen, die in Zusammenhang mit der Umstrukturierung der Galeria Kaufhof GmbH in Köln ausgesprochen worden sind.

Arbeitsgerichte haben festgestellt, dass die Kündigungen in diesen Fällen für unwirksam sind.

Nun im Jahr 2022 folgt die nächste Insolvenz und die nächste Welle Filialschließungen und betriebsbedingte Kündigungen rollt auf die Mitarbeiter der Galeria Karstadt Kaufhof zu.

Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit steigenden Preisen und der hohen Inflation.

Es wird betriebsbedingte Kündigungen in den zu schließenden Filialen, aber auch in der Verwaltung geben.

Es sollen nach derzeitigem Kenntnisstand ca. 1/3 aller Filialen schließen und damit rund 40 Standorte.

Es wird erwartet, dass folgende Standorte nun schließen müssen:

Berlin-Lichtenberg (Ringcenter) Bielefeld Chemnitz Dortmund Goslar Hamburg (Alstertal-Einkaufszentrum) Leonberg Leverkusen Nürnberg-Langwasser Nürnberg Lorenzkirche Potsdam Singen

Der letzte große Warenhauskonzern in Deutschland wird sich von mehreren tausend Arbeitnehmern trennen.

Die Verhandlungen über einen weiteren Kredit aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfond der Bundesregierung führten nicht zum Erfolg.

Deshalb hat sich das Unternehmen für das Schutzschirmverfahren entschieden.

Die Gewerkschaft Ver.di will um die Arbeitsplätze kämpfen – ob diese fruchten bleibt abzuwarten.

Es werden sicherlich zähe Verhandlungen zwischen der Geschäftsführung und den Vertretern der Arbeitnehmer mit der Hoffnung auf einen Sanierungsplan für die angeschlagene Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof , der die Arbeitnehmer weniger stark belastet.

Verdi stellt sich nun auf lange Verhandlungen über einen Sozialplan ein; außerdem fordert die Gewerkschaft eine Transfergesellschaft, um die Folgen der Schließungen für die Arbeitnehmer abzufedern.

Hoffnungen bestehen derzeit für die folgenden Filialen, die von einem Onlinehändler übernommen werden könnten:

Aachen Aschaffenburg Augsburg Bad Homburg Bad Kreuznach Bamberg Bayreuth Bremen Celle Chemnitz Coburg Cottbus Düren Erfurt Erlangen Esslingen Euskirchen Freiburg Fulda Gießen Goslar Göttingen Halle Heidelberg Kempten Konstanz Landshut Leonberg Leverkusen Limburg an der Lahn Lörrach Lüneburg Magdeburg Memmingen Neuss Offenburg Oldenburg Paderborn Regensburg Rosenheim Schweinfurt Siegburg Siegen Singen Speyer Sulzbach Wismar

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