Arbeitsrecht

Galeria Karstadt Kaufhof schließt 16 Standorte – was machen die Mitarbeiter?

Zuletzt bearbeitet am: 01.05.2024

Der traditionsreiche Warenhauskonzern Galeria Kaufhof steht vor massiven Einschnitten: Das Unternehmen plant die Schließung von insgesamt 16 seiner 92 Filialen. Diese Maßnahme führt nicht nur zur Schließung der betroffenen Standorte, sondern wird auch massive Auswirkungen auf die Belegschaft haben. Es ist davon auszugehen, dass eine hohe Anzahl von Arbeitnehmern ihren Job verlieren wird.

Folgende Standorte werden nun geschlossen

Augsburg Berlin Tempelhof Berlin Ringcenter Berlin Spandau Chemnitz Essen Köln Breite Straße Leonberg Mainz Mannheim Oldenburg Potsdam Regensburg Neupfarrplatz Trier Fleischstraße Würzburg Wesel

Die Standorte, die von der Schließung betroffen sind, verteilen sich deutschlandweit. Es handelt sich um Filialen in verschiedenen Städten, die für viele Kunden über Jahre hinweg zu einem festen Bestandteil des Einkaufsalltags gehörten. Die genauen Standorte der betroffenen Filialen wurden bisher noch nicht offiziell bekannt gegeben, jedoch ist davon auszugehen, dass es sich um Standorte handelt, die besonders von rückläufigen Umsätzen betroffen sind.

Die Schließungspläne von Galeria Kaufhof sind ein weiteres Zeichen für die Krise im stationären Einzelhandel. Immer mehr Kunden erledigen ihre Einkäufe online, was dazu führt, dass klassische Warenhäuser mit großen Verkaufsflächen immer weniger frequentiert werden. Die Folgen dieser Entwicklung bekommen nun auch die Mitarbeiter von Galeria Kaufhof zu spüren, die um ihre Arbeitsplätze bangen müssen.

Es wird erwartet, dass der Stellenabbau bei Galeria Kaufhof in verschiedenen Bereichen stattfinden wird. Neben den Verkäufern in den Filialen sind auch Mitarbeiter in den Bereichen Logistik, Verwaltung und anderen zentralen Funktionen von den Einschnitten betroffen. Es ist nicht auszuschließen, dass auch Mitarbeitende in den oberen Etagen des Unternehmens von den Sparmaßnahmen betroffen sein werden.

Die Schließung von Filialen und der damit einhergehende Stellenabbau sind für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine große Belastung. Viele von ihnen haben über Jahre hinweg in dem Unternehmen gearbeitet und stehen nun unverschuldet vor der Arbeitslosigkeit. Die Unsicherheit über die Zukunft und die Frage, wie es weitergehen soll, belastet die Betroffenen und ihre Familien enorm.

Es ist zu hoffen, dass Galeria Kaufhof im Zuge der Umstrukturierungsmaßnahmen auch auf sozialverträgliche Lösungen setzt und den betroffenen Mitarbeitern Unterstützung und Perspektiven bietet. Auch der Betriebsrat und die Gewerkschaften sind gefordert, sich für die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einzusetzen und faire Bedingungen bei den bevorstehenden Verhandlungen zu erreichen.

Die Schließung von Filialen und der Stellenabbau bei Galeria Kaufhof sind ein weiteres Alarmsignal für den stationären Einzelhandel in Deutschland. Immer mehr Traditionsunternehmen sehen sich mit rückläufigen Umsätzen und steigendem Wettbewerbsdruck konfrontiert. Es wird spannend sein zu beobachten, wie sich die Branche in den kommenden Jahren entwickeln wird und welche Maßnahmen die Unternehmen ergreifen, um sich neu aufzustellen und langfristig erfolgreich zu bleiben.

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Galeria Kaufhof, die von den Schließungen betroffen sind, bleibt zu hoffen, dass sie schnell neue Perspektiven und Arbeitsplätze finden. Der Arbeitsmarkt ist momentan durch die Corona-Krise und die Strukturwandel im Einzelhandel zwar herausfordernd, jedoch bieten sich auch Chancen in anderen Branchen und bei Online-Händlern, die von der Digitalisierung profitieren.

Es liegt nun an der Unternehmensführung, dem Betriebsrat, den Mitarbeitern und den Gewerkschaften, gemeinsam tragfähige Lösungen zu finden und die betroffenen Mitarbeiter bestmöglich zu unterstützen.

Die Nachricht von der Schließung zahlreicher Galeria Kaufhof Filialen hat viele Arbeitnehmer in Angst und Unsicherheit versetzt. Vor allem diejenigen, die in den betroffenen Geschäften beschäftigt sind, stehen nun vor der Herausforderung, sich mit der Möglichkeit einer betriebsbedingten Kündigung auseinanderzusetzen. Doch welche Rechte haben diese Arbeitnehmer und was können sie jetzt tun, um ihre Interessen zu wahren?

Zunächst einmal sollten die betroffenen Arbeitnehmer wissen, dass sie bei einer betriebsbedingten Kündigung gewisse Rechte haben. Gemäß dem Kündigungsschutzgesetz müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, damit eine betriebsbedingte Kündigung wirksam ist. Dazu gehört unter anderem, dass es tatsächlich zu einem betrieblichen Erfordernis für die Kündigung kommt, zum Beispiel aufgrund von wirtschaftlichen Schwierigkeiten oder Umstrukturierungsmaßnahmen.

Wenn eine betriebsbedingte Kündigung ausgesprochen wird, haben die betroffenen Arbeitnehmer das Recht auf eine angemessene Kündigungsfrist sowie gegebenenfalls eine Abfindung. Diese Abfindung kann entweder im Rahmen eines Sozialplans festgelegt werden oder individuell ausgehandelt werden. Es ist wichtig, dass die Arbeitnehmer ihre Rechte kennen und gegebenenfalls rechtliche Schritte einleiten, um ihre Ansprüche geltend zu machen.

In einer solchen Situation kann es ratsam sein, sich an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht zu wenden. Ein erfahrener Anwalt kann den betroffenen Arbeitnehmern helfen, ihre rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen und sie bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche unterstützen. Der Anwalt kann beispielsweise prüfen, ob die Kündigung formell und inhaltlich wirksam ist und ob die Abfindung angemessen ist. Zudem kann er die Arbeitnehmer bei Verhandlungen mit dem Arbeitgeber vertreten und sie gegebenenfalls vor dem Arbeitsgericht vertreten.

Es ist wichtig, dass die betroffenen Arbeitnehmer sich frühzeitig um rechtlichen Beistand bemühen, um ihre Rechte bestmöglich zu schützen. Ein Fachanwalt für Arbeitsrecht kann dabei helfen, die individuelle Situation der Arbeitnehmer zu analysieren und sie über ihre Rechte und Pflichten aufzuklären. Zudem kann er auch dabei unterstützen, alternative Lösungen wie einen Aufhebungsvertrag oder eine einvernehmliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu finden.

Die Schließung von Galeria Kaufhof Filialen und die damit verbundenen betriebsbedingten Kündigungen sind zweifellos eine belastende Situation für die betroffenen Arbeitnehmer. Dennoch ist es wichtig, dass sie ihre Rechte kennen und sich im Zweifelsfall professionelle Unterstützung suchen, um ihre Interessen bestmöglich zu vertreten. Ein Fachanwalt für Arbeitsrecht kann in solchen Fällen eine wichtige Hilfe sein und den Arbeitnehmern dabei helfen, die bestmögliche Lösung für ihre Situation zu finden.

Insgesamt ist es also ratsam, dass die betroffenen Arbeitnehmer sich frühzeitig um rechtlichen Beistand kümmern und ihre Möglichkeiten prüfen, um ihre Interessen zu wahren. Die Schließung von Galeria Kaufhof Filialen mag zwar eine schwierige Situation darstellen, doch mit der richtigen Unterstützung können die Arbeitnehmer ihre Rechte verteidigen und eine faire Lösung finden. Ein Fachanwalt für Arbeitsrecht kann dabei eine wichtige Rolle spielen und den Arbeitnehmern dabei helfen, gestärkt aus der Situation hervorzugehen.

Diesen Artikel bewerten
Über den Autor

Gesamt:

Dipl.-Jur. Jens Usebach LL.M.
Rechtsanwalt • Fachanwalt für Sozialrecht
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Heumarkt 50
50667 Köln

Telefon: 022195814321


Honorar/Leistung: (5)
Erreichbarkeit: (5)
Verständlichkeit: (5)
Freundlichkeit: (5)
Diesen Rechtsanwalt bewerten
Vereinbaren Sie hier eine Rechtsberatung zum Artikel-Thema:
Kontaktieren Sie hier Fachanwalt Dipl.-Jur. Jens Usebach LL.M.:
* Pflichtfeld
Ja, ich willige ein, dass meine im „Kontaktformular“ eingetragenen personenbezogenen Daten zum Zwecke der Angebotsvermittlung per Fax und E-Mail an den zu kontaktierenden Anwalt übermittelt und gespeichert werden. Diese jederzeit widerrufliche Einwilligung sowie die Verarbeitung und Datenübermittlung durch Dritte erfolgen gem. unserer Datenschutzerklärung.
Kontaktieren
Weitere Artikel des Autors
Arbeitsrecht Ordentliche Kündigung vs. Außerordentliche Kündigung

In der heutigen Arbeitswelt kann es manchmal vorkommen, dass ein Arbeitgeber gezwungen ist, einen Mitarbeiter zu kündigen . Dabei gibt es zwei grundlegende Arten von Kündigungen : die ordentliche Kündigung und die außerordentliche Kündigung . In diesem Ratgeber werden wir die Unterschiede zwischen den beiden Arten von Kündigungen erklären und auf die Besonderheiten eingehen, unter welchen wichtigen Gründen eine außerordentliche Kündigung erfolgen kann. Ordentliche Kündigung : Eine ordentliche Kündigung ist die übliche Form der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses . Der ... weiter lesen

Arbeitsrecht Stellenabbau bei Volkswagen: Tipps für betroffene Arbeitnehmer

Die Volkswagen AG hat angekündigt, dass sie in Deutschland Stellen abbauen wird , um Personalkosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkei t zu stärken. Dieser Stellenabbau soll durch ein Freiwilligenprogramm umgesetzt werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das Unternehmen freiwillig verlassen möchten, können sich für das Programm anmelden und erhalten eine Abfindung . In diesem Ratgeber möchten wir Ihnen einen Überblick über die aktuellen Maßnahmen bei Volkswagen geben, insbesondere in Bezug auf die Höhe der Abfindungen, das Freiwilligenprogramm und warum es ratsam ist, Hilfe bei einem Fachanwalt ... weiter lesen

Weitere Artikel der Redaktion zum Thema
Arbeitsrecht Arbeitszeiterfassung unkompliziert umsetzen

Seit 2022 sind Arbeitgeber in Deutschland dazu verpflichtet, die Arbeitszeiten ihrer Angestellten zu dokumentieren. Das galt bisher schon für Überstunden und Stunden, die an einem Sonntag aufgebaut wurden. Laut einem Beschluss des Bundesarbeitsgerichts und in Bezug auf ein Urteil, das vom Europäischen Gerichtshof bereits 2019 entschieden wurde, gilt dieses Gesetz nun aber für alle erbrachten Stunden. Eine Stechuhr muss es dafür aber nicht geben. Im Grunde können Arbeitnehmer ihre Stunden auch handschriftlich vermerken und anschließend beim Arbeitgeber einreichen. Dass das jedoch nicht nur unübersichtlich, sondern auch schwer zu überprüfen ist, liegt auf der Hand. ... weiter lesen

Arbeitsrecht Ergonomischer Büroarbeitsplatz mit Merkblatt

Der Begriff "Büroarbeitsplatz" bezieht sich auf die Gesamtheit aller Elemente und Bedingungen, die in einem Büroumfeld zur Durchführung von Arbeitsaufgaben erforderlich sind. Hierzu zählen insbesondere Arbeitsmittel wie Schreibtisch und Bürostuhl, die gemäß den Anforderungen des Arbeitsschutzes ergonomisch gestaltet sein müssen, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden und die Arbeitsleistung zu steigern. Rechtliche Grundlagen für Büroarbeitsplätze Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und die Bildschirmarbeitsverordnung bilden die rechtliche Basis für die Gestaltung von Büro- und Bildschirmarbeitsplätzen in ... weiter lesen

Arbeitsrecht Arbeitsgericht Siegburg urteilt: Keine Diskriminierung bei Nichteinstellung aus gesundheitlichen Gründen

Das Arbeitsgericht Siegburg hat in einem Fall, in dem es um die Rücknahme einer Einstellungszusage für einen schwerbehinderten Bewerber ging, entschieden. Im Mittelpunkt der Verhandlung stand die Frage, ob die Nichteinstellung aufgrund eines ärztlichen Gutachtens eine Diskriminierung darstellt (Az.: 3 Ca 1654/23 ). Stadt zieht Jobzusage an diabetischen Bewerber zurück – Klage wegen Diskriminierung Ein schwerbehinderter Bewerber, der an Diabetes leidet, bewarb sich Anfang 2023 bei einer Stadtverwaltung für eine Ausbildung zum Straßenwärter. Seine Schwerbehinderung gab er dabei offen an. Er erhielt eine vorläufige Zusage, die jedoch von den Ergebnissen einer ... weiter lesen

Arbeitsrecht Nebenbeschäftigung durch Detektei aufgedeckt – was Arbeitgeber jetzt beachten müssen

Ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und -geber ist wichtig, Vertrauen allein reicht aber oft nicht aus. Zu den häufigsten Zwischenfällen gehört die Ausübung einer nicht genehmigten Nebentätigkeit durch den Arbeitnehmer. Grundsätzlich ist der Hauptarbeitgeber verpflichtet, einen Nebenjob zu gewähren, sofern die eigenen Interessen davon nicht betroffen sind. So muss der Arbeitnehmer weiterhin mit seiner vollen Arbeitskraft verfügbar sein und darf nicht in konkurrierenden Betrieben arbeiten. Heimlich ausgeführt ist eine Nebentätigkeit nicht erlaubt. Die Aufdeckung erfolgt regelmäßig durch erfahrene Wirtschaftsdetektive, aber was passiert dann?  ... weiter lesen

Ihre Spezialisten