Im April 2026 (Stand: 01.04.2026) erhalten weiterhin zahlreiche Unternehmen, Vereine, Selbstständige und Privatpersonen Schreiben der KSP Kanzlei (Dr. Seegers, Dr. Frankenheim Rechtsanwaltsgesellschaft mbH) im Auftrag der dpa Picture-Alliance GmbH.
Der Vorwurf lautet fast immer gleich:
angeblich unlizenzierte Nutzung von Fotos im Internet – insbesondere auf Websites, Blogs oder Social-Media-Plattformen wie Facebook oder Instagram.
Viele Betroffene sprechen von einer „KSP Abmahnung dpa Picture-Alliance“. Juristisch handelt es sich jedoch um urheberrechtliche Anspruchsschreiben mit Zahlungs- und Unterlassungsforderungen, die ernst zu nehmen sind.
1. KSP Abmahnung für dpa Picture-Alliance: Warum diese Schreiben ernst sind
Schreiben der KSP Kanzlei sollten nicht ignoriert werden. In der Praxis beruhen die Ansprüche häufig auf tatsächlichen Urheberrechtsverletzungen durch die Nutzung von Bildmaterial ohne gültige Lizenz.
Typisch betroffen sind:
- Unternehmen (GmbH, Einzelunternehmen, Freiberufler)
- Vereine und Verbände
- Betreiber von Webseiten und Online-Shops
- Social-Media-Seiten (Facebook, Instagram, LinkedIn)
Ob im konkreten Fall tatsächlich eine Rechtsverletzung vorliegt, muss jedoch immer individuell geprüft werden.
2. Welche Forderungen stellt die KSP Kanzlei im Auftrag der dpa?
In typischen KSP Abmahnungen werden folgende Ansprüche geltend gemacht:
- Entfernung bzw. Löschung des Bildmaterials
- Zahlung von Schadensersatz
- Erstattung von Dokumentationskosten
- Übernahme von Rechtsanwaltskosten
- teilweise zusätzlich: Zinsen
Beispielhafte Forderung (Praxisfall)
Für die Nutzung eines einzelnen Fotos auf Facebook können sich folgende Beträge ergeben:
- Schadensersatz: ca. 1.300 €
- Dokumentation: ca. 85 €
- Zinsen: ca. 500 €
- Anwaltskosten: ca. 175 €
- Auslagen: ca. 20 €
Gesamtforderung: über 2.000 €
Wichtig: Diese Beträge sind nicht automatisch geschuldet und rechtlich überprüfbar.
3. KSP Abmahnung erhalten – richtiges Verhalten
Wenn Sie ein Schreiben der KSP Kanzlei für die dpa Picture-Alliance erhalten haben, sollten Sie strukturiert reagieren:
Das sollten Sie tun:
- Fristen sofort prüfen und notieren
- Schreiben rechtlich prüfen lassen
- Ruhe bewahren
- anwaltliche Ersteinschätzung einholen
Das sollten Sie vermeiden:
- keine vorschnellen Zahlungen
- keine direkte Kontaktaufnahme mit KSP
- keine ungeprüfte Unterlassungserklärung unterschreiben
- keine eigenen rechtlichen Bewertungen abgeben
4. Ist eine KSP Abmahnung immer berechtigt?
Nein.
Auch wenn viele Fälle tatsächlich auf Urheberrechtsverletzungen beruhen, gibt es zahlreiche Ansatzpunkte zur rechtlichen Prüfung, z. B.:
- keine Verantwortlichkeit für die Webseite
- fehlende Nachweisbarkeit der Nutzung
- mögliche Verjährung
- unklare Lizenzsituation
- überhöhte Schadensberechnung
- Nutzung unter Schrankenregelungen (z. B. Zitatrecht oder Berichterstattung)
Eine pauschale Bewertung ist nicht möglich – entscheidend ist der Einzelfall.
5. Was passiert, wenn man die KSP Abmahnung ignoriert?
Ein Ignorieren ist riskant.
Mögliche Folgen:
- gerichtlicher Mahnbescheid
- Klageverfahren durch die dpa Picture-Alliance
- deutlich höhere Gesamtkosten durch Gerichts- und Anwaltsgebühren
Daher sollte jedes Schreiben ernst genommen werden.
6. Kann man eine KSP / dpa Forderung reduzieren?
Ja – in vielen Fällen.
Selbst wenn eine Nutzung rechtlich problematisch ist, lassen sich häufig erreichen:
- deutliche Reduzierung der Forderung
- Vergleichslösungen ohne Gerichtsverfahren
- Anpassung der Schadenshöhe
- Vermeidung einer Unterlassungsklage
In der Praxis ist eine wirtschaftliche Einigung oft deutlich sinnvoller als eine Eskalation.
7. Wie lassen sich zukünftige KSP Abmahnungen vermeiden?
Zur Vermeidung von Urheberrechtsproblemen sollten folgende Grundregeln beachtet werden:
- ausschließlich eigene Bilder verwenden
- nur lizenzierte Fotos mit Nachweis einsetzen
- Lizenzbedingungen genau prüfen (z. B. Namensnennung, Nutzungskanal, kommerzielle Nutzung)
- keine Bilder aus Google-Suche oder Social Media übernehmen
- Nutzung professioneller Bilddatenbanken bevorzugen
- Lizenznachweise dokumentieren und archivieren
8. (Vorbeugende) Unterlassungserklärung – Hier ist besondere Vorsicht geboten!
Unsere klare Empfehlung: Geben Sie keine vorbeugende Unterlassungserklärung ab, solange keine Unterlassungserklärung von Ihnen verlangt wird (und das ist nach unserer Kenntnis bei den KSP-Forderungen für die DPA nicht der Fall).
Durch eine (vorbeugende) Unterlassungserklärung würden Sie sich nur unnötigen Risiken aussetzen und hätten keinerlei Mehrwert oder gar Vorteil.
9. Kostenlose Ersteinschätzung der Kanzlei Dr. Newerla zur KSP Abmahnung für die dpa
Wenn Sie eine KSP-Abmahnung für die dpa Picture-Alliance erhalten haben, können Sie den Fall rechtlich prüfen lassen.
Wir bieten eine kostenfreie Ersteinschätzung an und prüfen insbesondere:
- ob die Forderung berechtigt ist
- ob eine tatsächliche Urheberrechtsverletzung vorliegt
- ob die Höhe der Forderung angemessen ist
- welche Verteidigungsstrategie sinnvoll ist
Rufen Sie uns gerne an: 0471 / 483 99 880
FAQ: KSP Abmahnung / dpa Picture-Alliance (2026)
1. Ist eine KSP-Abmahnung Betrug oder Abzocke?
Nein. Die Schreiben sind grundsätzlich ernst zu nehmen, da sie auf urheberrechtlichen Ansprüchen der dpa Picture-Alliance beruhen.
2. Warum habe ich eine KSP-Abmahnung erhalten?
Meist wird Ihnen vorgeworfen, ein Foto ohne gültige Lizenz auf einer Website oder in sozialen Netzwerken verwendet zu haben.
3. Muss ich die Forderung sofort bezahlen?
Nein. Die Forderung sollte immer zuerst rechtlich geprüft werden, da sie häufig angreifbar oder verhandelbar ist.
4. Was passiert bei Nichtreaktion?
Es drohen:
- Mahnbescheid
- Klage
- deutlich höhere Kosten
5. Kann man die Kosten reduzieren?
Ja. In vielen Fällen sind deutliche Reduzierungen oder außergerichtliche Vergleiche möglich.
6. Wer ist typischerweise betroffen?
- Unternehmen jeder Größe
- Online-Shops
- (gemeinnützige) Vereine
- Social-Media-Betreiber
- Blogger und Webseitenbetreiber
Fazit: KSP Abmahnung dpa Picture-Alliance richtig behandeln
Die KSP Abmahnung im Auftrag der dpa Picture-Alliance ist ein ernstes urheberrechtliches Thema.
Entscheidend ist:
- keine vorschnellen Zahlungen
- keine ungeprüften Erklärungen
- rechtliche Einzelfallprüfung
- strategisches Vorgehen
In vielen Fällen lassen sich erhebliche Kosten vermeiden oder reduzieren.









