Das Bankrecht ist ein vielschichtiges Rechtsgebiet, das sowohl die allgemeinen Regelungen für Banken als auch spezifische Vorschriften für Kreditinstitute umfasst. In den letzten Jahren ist die Bedeutsamkeit dieser Materie insbesondere durch diverse Finanzskandale und die Instabilität mancher Geldanleger gestiegen. Schadensersatzansprüche im Bankrecht sind ein zentraler Punkt, um Rechte von Bankkunden durchzusetzen, wenn es zu Fehlverhalten seitens der Banken kommt.
Einführung in das Bankrecht und die Schadensersatzansprüche
Im Bankrecht wird zwischen verschiedenen Arten von Ansprüchen unterschieden, wobei besonders die Schadensersatzansprüche von Bedeutung sind. Diese können sowohl aus vertraglichen als auch deliktischen Grundlagen entstehen. Wichtig ist, dass der Bankkunde, der sich in einer schädlichen Situation befindet, gut informiert ist über die verschiedenen Möglichkeiten, wie er seinen Anspruch geltend machen kann.
Rechtliche Grundlagen der Schadensersatzforderung
Um eine Schadensersatzforderung erfolgreich durchsetzen zu können, müssen einige rechtliche Voraussetzungen erfüllt sein. Zunächst ist zu klären, ob ein Schaden im Sinne des bürgerlichen Rechts entstanden ist. Ein solcher Schaden kann in Form von Vermögensverlust, entgangenem Gewinn oder zusätzlichem Aufwand auftreten. Zudem benötigt der Geschädigte einen Anspruchsgrund, auf den er seinen Schadensersatzanspruch stützen kann.
Zudem muss ein unmittelbarer Kausalzusammenhang zwischen dem Verhalten der Bank und dem eingetretenen Schaden bestehen. Der Kläger muss nachweisen, dass die Bank mit ihrem Verhalten die Ursache für seinen Verlust war. Diese Nachweispflicht kann sich als schwierig erweisen, insbesondere in komplexen finanzwirtschaftlichen Zusammenhängen.
Die Deliktischen Ansprüche im Bankrecht
Neben vertraglichen Ansprüchen können sich Schadensersatzforderungen auch aus deliktischen Handlungen der Bank ergeben. Hierbei ist besonders die Pflichtverletzung von Bedeutung. Banken haben eine gewisse Sorgfaltspflicht gegenüber ihren Kunden, die sie nicht verletzen dürfen. Bewerbt eine Bank beispielsweise ein Anlageprodukt, so muss sie sicherstellen, dass der Kunde ausreichend informiert wird und nicht in die Irre geführt wird.
Ein klassisches Beispiel ist die fehlerhafte Beratung zu Finanzprodukten, wo sich Banken haftbar machen können, wenn sie ihren Beratungsverpflichtungen nicht nachkommen. In solch einem Fall kann der Geschädigte eine deliktische Schadensersatzforderung geltend machen.
Vertragliche Ansprüche auf Schadensersatz
Die häufigste Form der Schadensersatzansprüche im Bankrecht sind die vertraglichen Ansprüche. Hierbei handelt es sich um Ansprüche, die aus dem bestehenden Vertragsverhältnis zwischen Bank und Kunde hervorgehen. Der Vertrag legt die Pflichten und Rechte beider Parteien fest, und bei Nichterfüllung oder fehlerhafter Erfüllung dieser Pflichten kann Schadensersatz verlangt werden.
Hier können insbesondere Schadensersatzansprüche gegen Banken entstehen, wenn beispielsweise eine Falschberatung bei einer beabsichtigten Finanzierung vorliegt. Es bestehen insbesondere auf den jeweiligen Kunden / die jeweilige Kundin und das jeweilige Geschäft einzelfallbezogene Beratungs- und Sorgfaltspflichten der Banken.
Gesetzliche Ansprüche
Daneben können gesetzliche Ansprüche entstehen, wenn diese z. B. unautorisierte Abbuchungen von Konten durchführt.









