Steuerrecht

Schreiben als Hobby nicht steuervergünstigt

11.10.2013

Neustadt/Weinstraße (jur). Freie Autoren können die Kosten ihrer Autorentätigkeit nur dann steuerlich geltend machen, wenn insgesamt eine Gewinnabsicht besteht. Hobbyautoren müssen ihre Gewinnabsicht im Streitfall dem Finanzamt nachweisen, wie das Finanzgericht (FG) Rheinland-Pfalz in Neustadt an der Weinstraße in einem am Montag, 7. Oktober 2013, bekanntgegebenen Urteil vom 14. August 2013 entschied (Az.: 2 K 1409/12).

Es wies damit einen Logopäden ab, der 2010 ein eigenes Buch mit Kurzgeschichten herausgebracht hatte. Die Veröffentlichungskosten von 4.841 Euro musste er dem Verlag bezahlen. In seinen Steuererklärungen machte er von 2008 bis 2010 auch weitere Ausgaben geltend, etwa für ein häusliches Arbeitszimmer – insgesamt rund 11.000 Euro.

Das Finanzamt erkannte dies nicht steuermindernd an. Die Behauptung, der Logopäde habe sich ein zweites berufliches Standbein schaffen wollen, sei nicht glaubhaft. Er habe 1.000 Exemplare seines Buchs verkaufen müssen, um einen Gewinn zu machen. Dass diese Zahl nicht erreicht würde, sei absehbar gewesen. Auch aus der Werbung des Verlags werde deutlich, dass dieser seine Gewinne nicht mit dem Verkauf der Bücher, sondern im direkten Geschäft mit den Autoren macht.

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