Jetzt mit einem Premiumeintrag mehr Mandate generieren & 1 Monat kostenlos testenPfeil rechtsPremiumeintrag jetzt kostenlos testenPfeil rechts

Termination and Severance Agreements under German Labor Law

SternSternSternSternStern
(1 Bewertung)03.06.2025 Arbeitsrecht

In Germany, employment termination is subject to strict legal requirements, especially if the German Protection Against Unfair Dismissal Act (Kündigungsschutzgesetz, or KSchG) applies. This law offers employees significant protection against unjust termination, but only under certain conditions. Understanding these rules—and the differences between various termination options—is essential for employees and employers alike.

 

1. When Does the Kündigungsschutzgesetz (KSchG) Apply?

The KSchG is only applicable if:

  1. The employment relationship has lasted for more than six months continuously, and
  2. The employer regularly employs more than ten full-time employees in the establishment (excluding trainees).

If these conditions are not met, an employer may terminate employment with fewer restrictions. However, even then, basic rights under general civil law and anti-discrimination regulations still apply.

 

2. Types of Termination

a) Ordinary Termination

This is a dismissal with notice. The notice period depends on the length of service and is regulated either by statute (§ 622 BGB) or by the employment contract. Employers must provide a valid reason if the KSchG applies. These reasons typically fall into three categories:

  • Operational reasons (e.g., job cuts)
  • Conduct-related reasons (e.g., breach of contract)
  • Personal reasons (e.g., long-term illness with no recovery in sight)

b) Extraordinary Termination

This is a dismissal without notice, only permissible in exceptional cases of severe misconduct, such as theft, fraud, or violence. The employer must act within two weeks of becoming aware of the incident and must provide clear evidence. Courts interpret this type of dismissal very strictly.

 

3. Legal Action: The Kündigungsschutzklage

Employees who believe their dismissal was unlawful can file a dismissal protection claim (Kündigungsschutzklage) with the labor court. This claim must be filed within three weeks from the date the written termination notice is received. If this deadline is missed, the dismissal is legally effective—even if it was unlawful.

In many cases, the legal dispute results in a settlement, which may include the payment of a severance.

 

4. Severance Payments: No Legal Right, but Common in Practice

Contrary to popular belief, there is no automatic legal right to severance pay under German law. Severance is typically the result of:

  • A mutual agreement (e.g., in a court settlement)
  • A social compensation plan in larger layoffs
  • A clause in the termination letter under § 1a KSchG

In all other cases, severance is negotiated, not guaranteed. This is why involving a labor lawyer can significantly improve the outcome. Lawyers not only assess the strength of your case but also negotiate better terms, often achieving much higher severance sums than what is initially offered.

 

5. Alternatives to Dismissal: The Severance and Settlement Agreements

German law distinguishes between:

 a) Aufhebungsvertrag (Severance Agreement)

A mutual agreement to terminate the employment relationship, usually in exchange for financial compensation or other benefits. It requires the employee’s signature and can be signed without court involvement.

Key risks include:

  • No protection under KSchG (as it’s not a dismissal)
  • Loss of unemployment benefits: If the employee is considered to have “contributed to their own unemployment,” the Job Center may impose a 12-week waiting period (Sperrzeit) for unemployment benefits.

b) Abwicklungsvertrag (Settlement Agreement)

This is signed after a dismissal and simply regulates the consequences of the termination (e.g., severance, reference, release from duties). It does not cause the termination itself and does not lead to a Sperrzeit.

 

6. What Is Typically Regulated in a Severance Agreement?

A standard Aufhebungsvertrag typically includes:

  • Termination date
  • Severance amount
  • Release from work duties (Freistellung)
  • Vacation and overtime compensation
  • Job reference (Arbeitszeugnis)
  • Confidentiality and non-disparagement clauses
  • Return of company property
  • Waiver of further claims

Important: Once signed, the agreement is binding. There is no “cooling-off period.” That’s why consulting a lawyer beforehand is strongly recommended. Many employees sign disadvantageous agreements out of pressure or misinformation.

 

7. Free Legal Hotline – English Speaking Support

To avoid costly mistakes, you can contact the free labor law hotline offered by Abfindung4u. The service is available nationwide, and English-speaking support is provided. Whether you’re facing termination or have been offered a severance agreement, a quick phone call can clarify your rights and next steps—without any cost or obligation.

 

Diesen Artikel bewerten:
Diesen Artikel teilen: Linkedin Xing X
Whatsapp
Facebook
Vereinbaren Sie hier eine Rechtsberatung zum Artikel-Thema

Kontaktieren Sie hier Fachanwalt Rechtsanwalt Alexander Meyer

*Pflichtfelder
Weitere Artikel des Autors
Abfindung 2025 – Steuerfallen, Fünftelregelung und neue Chancen
SternSternSternSternStern
(3 Bewertungen)01.06.2025Rechtsanwalt Alexander MeyerArbeitsrecht
Herr Rechtsanwalt Alexander Meyer

Wer im Jahr 2025 eine Abfindung erhält, muss sich mit erheblichen steuerlichen und rechtlichen Neuerungen auseinandersetzen. Die durch das Wachstumschancengesetz geänderte Besteuerung von Abfindungen betrifft insbesondere die Anwendung der Fünftelregelung. Zudem beeinflussen der progressive Steuertarif und Sonderabgaben wie der Solidaritzuschlag die tatsächliche Höhe der Abfindung nach Steuern. Dieser Artikel zeigt die wichtigsten Änderungen, mögliche Steuerfallen und rechtssichere Gestaltungsspielräume auf. Ihnen liegt eine Kündigung oder ein Abfindungsangebot vor? R ufen Sie unsere Kostenlose  Arbeitsrechts-Hotline an: 0821-999 84 990.   Sie erreichen direkt einen Fachanwalt für Arbeitsrecht und erhelten eine kostenlose Ersteinschätzung! 1. Die...

weiter lesen weiter lesen
Abfindung bei Kündigung durch den Arbeitgeber – was Arbeitnehmer wissen müssen
SternSternSternSternStern
(1 Bewertung)28.05.2025Rechtsanwalt Alexander MeyerArbeitsrecht
Herr Rechtsanwalt Alexander Meyer

Eine Kündigung durch den Arbeitgeber ist für viele Beschäftigte ein Schock. Umso wichtiger ist es, die rechtlichen Möglichkeiten zu kennen – insbesondere die Frage, ob und in welcher Höhe eine Abfindung gezahlt werden kann. In diesem Artikel erfahren Sie, unter welchen Voraussetzungen Ihnen eine Abfindung bei Kündigung zusteht, wie hoch diese ausfallen kann und welche Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten.   Gibt es bei Kündigung durch den Arbeitgeber automatisch eine Abfindung? Entgegen der weitverbreiteten Annahme besteht kein genereller gesetzlicher Anspruch auf eine Abfindung bei Kündigung. In vielen Fällen erhalten Arbeitnehmer dennoch eine Abfindung – etwa im Rahmen eines gerichtlichen Vergleichs , durch einen Aufhebungsvertrag oder bei einer...

weiter lesen weiter lesen

Weitere Artikel der Redaktion zum Thema
Wann Teilzeitkräfte Überstundenzuschläge früher erhalten müssen
17.12.2025Redaktion fachanwalt.deArbeitsrecht
Wann Teilzeitkräfte Überstundenzuschläge früher erhalten müssen

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat in seiner Entscheidung vom 26. November 2025 ( Az. 5 AZR 118/23 ) klargestellt, dass starre Grenzen für Mehrarbeitszuschläge in Tarifverträgen, die nur auf Vollzeitkräfte zugeschnitten sind, eine unzulässige Diskriminierung von Teilzeitbeschäftigten darstellen. Diese wegweisende Entscheidung betrifft alle Unternehmen und Verwaltungen mit tarifgebundenen Angestellten und hat unmittelbare finanzielle Konsequenzen für die Berechnung von Mehrarbeitszuschlägen in Teilzeitarbeitsverhältnissen. Das Diskriminierungsrisiko bei Teilzeitbeschäftigten in Tarifverträgen Das zentrale Problem, das dem Urteil zugrunde liegt, findet sich in vielen Branchen und Tarifverträgen: Dort werden Mehrarbeitszuschläge , wie die attraktiven 25 Prozent, oft erst ab dem Überschreiten einer...

weiter lesen weiter lesen

OLG Frankfurt: Fristlose Kündigung wegen Kontrollpflichtverstoß
15.12.2025Redaktion fachanwalt.deArbeitsrecht
OLG Frankfurt: Fristlose Kündigung wegen Kontrollpflichtverstoß

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (Az. 5 U 15/24 ) entschied, dass ein Geschäftsführer wegen mangelhafter Kontrolle rechtswidriger Vorteilsgewährungen an Betriebsratsmitglieder wirksam fristlos gekündigt werden durfte. Streit um Tantieme und Vergütungsansprüche Die Beklagte betreibt den öffentlichen Personennahverkehr in Wiesbaden. Der Kläger war seit 2014 als Geschäftsführer tätig und zuletzt unter anderem im Bereich Personal eingebunden. Im Herbst 2021 erhielt die Stadt Wiesbaden mehrere anonyme Meldungen, die mögliche Pflichtverletzungen innerhalb der Unternehmensführung betrafen. Daraufhin leitete die Beklagte eine umfassende Aufklärung ein und beauftragte eine externe Kanzlei mit der Untersuchung. Auf Grundlage eines Zwischenberichts vom Ende Februar 2022 sprach die Beklagte Anfang März...

weiter lesen weiter lesen
LAG Düsseldorf: Ordentliche Kündigung nach Schichtstreit unwirksam
12.12.2025Redaktion fachanwalt.deArbeitsrecht
LAG Düsseldorf: Ordentliche Kündigung nach Schichtstreit unwirksam

Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf (Az. 3 SLa 699/24 ) hat entschieden, dass eine Kündigung wegen in der Nachtschicht geäußerter, derb formulierter Kritik an der Schichtführung unwirksam ist, weil die Äußerung nicht als gravierende persönliche Beleidigung zu bewerten war. Konflikt in der Nachtschicht und türkische Aussage Der Kläger war seit 2020 bei der Beklagten beschäftigt, die als Teil einer Handelsgruppe ein Verteilzentrum betreibt, und arbeitete zuletzt als „Sortation Associate“ in einer festen Dauernachtschicht. Mit Schreiben vom 09.04.2024 erhielt er von der Arbeitgeberin zwei Abmahnungen: Eine wegen des Vorwurfs, seinen Arbeitsplatz eigenmächtig verlassen zu haben, sowie eine weitere wegen angeblicher Beleidigungen gegenüber Vorgesetzten. Diese Maßnahmen bildeten den Hintergrund für die...

weiter lesen weiter lesen

Fristlose Kündigung wegen Falschaussage gegen den Arbeitgeber rechtens
11.12.2025Redaktion fachanwalt.deArbeitsrecht
Fristlose Kündigung wegen Falschaussage gegen den Arbeitgeber rechtens

Das Landesarbeitsgericht Niedersachsen (LAG) hat in seiner Entscheidung vom 13. August 2025 ( Az. 2 SLa 735/24 ) klargestellt, dass die bewusste Abgabe wahrheitswidriger Aussagen in einem Rechtsstreit gegen den Arbeitgeber eine fristlose Kündigung rechtfertigen kann. Diese Entscheidung ist von grundlegender Bedeutung bei einer Falschaussage vor Gericht (Prozessbetrug) und betont die hohen Anforderungen an die beiderseitige Treuepflicht. Falschaussage gegen den Arbeitgeber vor Gericht: Rechtliche Grundlagen Das deutsche Arbeitsrecht basiert auf einem besonderen Vertrauensverhältnis , das sich aus der Treuepflicht ergibt (§ 241 Abs. 2 BGB). Diese Pflicht bindet beide Vertragsparteien zur Rücksichtnahme auf die jeweiligen Interessen . Wird diese Pflicht in einem Maße verletzt, das die Fortsetzung des...

weiter lesen weiter lesen

Icon Über den Autor

Rechtsanwalt Alexander Meyer Premium
5,0 SternSternSternSternStern (4) Info Icon
Rechtsanwalt Alexander Meyer
Rechtsanwalt Fachanwalt für Arbeitsrecht
Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz
Adresse Icon
Zeuggasse 7
86150 Augsburg


Honorar/Leistung
SternSternSternSternStern (5)
Verständlichkeit
SternSternSternSternStern (5)
Erreichbarkeit
SternSternSternSternStern (5)
Freundlichkeit
SternSternSternSternStern (5)

Zum ProfilPfeil Icon Nachricht
Veröffentlicht von:
SternSternSternSternStern (4 Bewertungen)