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Was versteht man unter Fonds?

Fonds sind eine Anlageform. Eine Kapitalanlagegesellschaft erhält Geld von Anlegern, gibt an diese Anteilscheine aus und erwirbt dafür Vermögensgegenstände wie z.B. Immobilien. Handelt es sich um einen offenen Fonds, stellen die eingezahlten Gelder und die Investitionsgüter zusammen ein Sondervermögen dar. Das bedeutet, dass diese Vermögensgegenstände nicht zum Vermögen der Anlagegesellschaft an sich gehören. Sie müssen von diesem getrennt aufbewahrt werden und fallen im Insolvenzfall der Anlagegesellschaft nicht in deren Insolvenzmasse. Eine Anlagegesellschaft darf verschiedene Fonds auflegen.  

 

Was für Arten von Fonds unterscheidet man?

Unterschieden nach der Art der getätigten Investitionen gibt es z.B.

 

  • Aktienfonds,
  • Rentenfonds,
  • Währungsfonds,
  • Immobilienfonds,
  • Schiffsfonds,
  • Windkraftfonds,
  • Mischfonds.

 

Warum in Fonds investieren?

Anleger sehen in Fondsanlagen häufig die folgenden Vorteile: 

  • breite Streuung des Risikos,
  • Fondsmanagement durch kompetente Fachleute,
  • auf Wunsch geringe Anlagebeträge,
  • höhere Verzinsung denkbar als bei Spareinlagen,
  • jederzeit kündbar durch Rückgabe der Anteile.

 

Nicht immer treffen derartige Hoffnungen jedoch zu. In den letzten Jahren wurden viele Fonds eingefroren oder geschlossen, da  

  • die getätigten Anlagen keine ausreichende Verzinsung mehr abwarfen,
  • die erworbenen Vermögenswerte (z.B. Immobilien) sich als weniger wertvoll und gewinnträchtig herausstellten, als erwartet,
  • die Anleger in großer Zahl gleichzeitig ihre Anteile zurückgeben wollten.

 

Fondschließung

Wird ein Fonds geschlossen, werden die Investitionsgegenstände veräußert und das übrige Kapital anteilig an die Anleger ausgezahlt. Dies kann zu herben Verlusten führen. Denkbar ist auch eine befristete Schließung z.B. für drei Monate. Während dieser Zeit können die Anteile nicht zurückgegegen werden. Möglich ist auch die Verschmelzung des unrentablen Fonds mit einem anderen.

 

Geschlossene Fonds

Nichts zu tun hat die Fondsschließung mit dem Begriff der geschlossenen Fonds. Diese sind vom Gesetz her ebenfalls Investmentfonds, unterscheiden sich aber von den offenen Fonds. Die Anleger erwerben nämlich keine Anteile an einem Sondervermögen, sondern an einem Unternehmen – etwa einer GmbH & Co KG. Dies bringt für sie ggf. Rechte und Pflichten eines Mitgesellschafters mit sich. Die Rückgabe der Anteile kann nur zu einem vertraglich festgelegten Zeitpunkt stattfinden. Geschlossene Fonds investieren häufig in Sachwerte, z.B. Immobilien. Seit 2013 gibt es im Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) Regeln, die geschlossene Fonds einhalten müssen. .  

 

Gesetzliche Vorschriften

Für Fondsanlagen gibt es diverse gesetzliche Regelungen. Betroffen sind hier die Rechtsgebiete des Kapitalmarktrechts sowie des Bank- und Börsenrechts. Einige wichtige Gesetze sind:

 

  • Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB),
  • Aktiengesetz (AktG),
  • Börsengesetz (BörsG),
  • Wertpapierhandelsgesetz (WpHG),
  • Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz.

 

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