Rechtsanwalt Privatinsolvenz - Anwalt für Privatinsolvenz finden!


Nachfolgend finden Sie Rechtsanwälte für das Thema

Privatinsolvenz

! Fachanwälte für

Insolvenzrecht

haben unserer Meinung nach in der Regel auch besondere Kenntnisse zum Thema

Privatinsolvenz

. Deshalb wurde dieses Themengebiet den Fachanwälten für

Insolvenzrecht

durch uns zugeordnet.

IHRE SUCHE: NEUE SUCHE

Rechtsanwalt für Privatinsolvenz

Was ist eine „Privatinsolvenz?“

Eine Insolvenz wurde früher „Konkurs“ genannt – und war nur etwas für Betriebe. 1999 wurde das Verbraucherinsolvenzverfahren eingeführt, auch Privatinsolvenz genannt. Dieses Verfahren eröffnete auch Privatleuten die Möglichkeit, einen Insolvenzantrag zu stellen. Der Vorteil: Sie können im Rahmen der Restschuldbefreiung nach einer gewissen Zeit wieder schuldenfrei werden.  

 

Wer ist antragsberechtigt?

Ein Privatinsolvenzverfahren können beantragen:

 

  • Natürliche Personen,
  • die keiner selbstständigen Tätigkeit nachgehen oder nachgegangen sind,
  • sowie ehemalige Selbstständige mit weniger als 20 Gläubigern und ohne Schulden aus Beschäftigungsverhältnissen mit eigenen Arbeitnehmern. 

 

Ablauf des Privatinsolvenzverfahrens

  • Zunächst ist ein außergerichtlicher Einigungsversuch erforderlich. Das weitere Verfahren kann erst starten, wenn dieser erfolglos gewesen ist und es darüber entsprechende Bescheinigungen gibt.
  • Nächster Schritt ist der Insolvenzantrag beim örtlichen Amtsgericht bzw. Insolvenzgericht.
  • Das Privatinsolenzverfahren wird eröffnet. Ein Treuhänder wird bestellt, pfändbares Vermögen des Schuldners verwertet, die Gläubiger werden soweit möglich anteilig befriedigt.
  • Im Privat- bzw. Verbraucherinsolvenzverfahren kann der Schuldner die Restschuldbefreiung beantragen.

 

Die Restschuldbefreiung

Die Restschuldbefreiung zielt darauf ab, dass der Schuldner nach einer gewissen Zeit schuldenfrei wird. Dies setzt voraus, dass er während einer „Wohlverhaltensperiode“ von derzeit sechs Jahren bestimmte Regeln einhält. Zum Beispiel muss er den pfändbaren Teil seines Einkommens an einen Treuhänder abgeben, der damit seine Schulden anteilig bei den Gläubigern abzahlt (nach Abzug der Verfahrenskosten).

 

Zudem ist der Schuldner verpflichtet, während dieser Phase

  • eine angemessene Erwerbstätigkeit auszuüben oder sich zumindest um eine solche zu bemühen,
  • die Hälfte von Erbschaften ggf. herauszugeben,
  • dem Treuhänder und dem Insolvenzgericht jeden Umzug und Arbeitsstellenwechsel mitzuteilen,
  • seine Bezüge, Einkünfte und ggf. Erbschaften nicht zu verschweigen.

 

Wichtig ist, dass nur der das Vermögen des Schuldners verwaltende Treuhänder nun Zahlungen zur Befriedigung der Gläubiger vornehmen darf. Nur so ist gewährleistet, dass alle Glaübiger die gleiche Chance auf ihren Anteil haben.  

 

Neuregelung der Wohlverhaltensphase

Nach einer im Jahr 2013 beschlossenen Reform wird die Wohlverhaltensphase ab 30. Juni 2014 auf drei Jahre reduziert. Als Voraussetzung der Restschuldbefreiung wird dann verlangt, dass der Schuldner zumindest 35 Prozent seiner Schulden sowie die Verfahrenskosten bezahlt hat.

 

Gesetzliche Regelung

Das Privatinsolvenzverfahren ist in den §§ 304 bis 314 der Insolvenzordnung (InsO) geregelt.

 

Was ist pfändbar?

Man unterscheidet zwischen pfändbaren und unpfändbaren Vermögensgegenständen. Der Schuldner hat einen bestimmten Pfändungsfreibetrag, den er zur Sicherung seiner Existenz behalten darf. Auch bestimmte Gegenstände können ihm nicht genommen werden, z.B. solche, die er für seinen Beruf unbedingt braucht. Den Pfändungsschutz regeln die §§ 850a bis 850i der Zivilprozessordnung (ZPO).

 

Laut § 850c ZPO ist Arbeitseinkommen unpfändbar, soweit es den Betrag von 930 Euro monatlich nicht überschreitet. Unpfändbar sind auch bestimmte Gehaltsbestandteile, wie etwa Erziehungsgeld, Aufwandsentschädigungen, Teile des Weihnachtsgeldes und die Hälfte der Überstundenvergütungen.  

 

Sie brauchen einen erfahrenen Rechtsanwalt vor Ort für Ihre Frage zur Privatinsolvenz? Bei fachanwalt.de finden Sie Anwälte, die sich auf dieses Rechtsgebiet spezialisiert haben. Der Titel „Fachanwalt“ steht dabei für einen Rechtsanwalt, der fundierte praktische und theoretische Kenntnisse in diesem Bereich erworben hat. Die Rechtsanwaltskammer verleiht den Titel entsprechend der Fachanwaltsordnung.

Anwälte für Privatinsolvenz
Sortiere nach
Dr.-Ernst-Derra-Str. 4
94036 Passau

Telefon: 0851-988596-0
Telefax: 0851-988596-10
Nachricht senden
Eschersheimer Landstraße 14
60322 Frankfurt am Main

Telefax: +49-69-91 30 84-56
Nachricht senden
Hinterm Gericht 23
93183 Kallmünz

Telefax: 094 73 - 90 84 01
Nachricht senden
Rathausstrasse 6
20095 Hamburg

Telefax: 040 386 53 436
Nachricht senden
Süntelstr. 44c
31848 Bad Münder

Telefon: 05042-93770
Telefax: 05042-937719
Nachricht senden
Bahnhofstr. 3
99084 Erfurt

Telefax: 0361 511 50 7-20
Nachricht senden
Gymnasiumstraße 39
74072 Heilbronn

Telefax: 0 71 31 / 91 90 3 815
Nachricht senden
Hindenburgstr. 45
82467 Garmisch-Partenkirchen

Nachricht senden
Reichsstraße 4a
04109 Leipzig

Telefon: 0341 96258350
Telefax: 0341 96258359
Nachricht senden
Ziegelstraße 18
71063 Sindelfingen

Telefon: 07031 4285333
Telefax: 07031 4285334
Nachricht senden
Aktuelle Rechtstipps zum Thema Privatinsolvenz
Insolvenzrecht Insolvenzverwalter – Haftung bei der Insolvenzverwaltung
Der Ratgeber erläutert anschaulich die Pflichten des Insolvenzverwalters und die Haftung für Pflichtverletzungen bzw. Nichtbefriedigung von Masseverbindlichkeiten (§ 60 InsO und § 61 InsO). Rechtsprechung und weiterführende Literatur werden umfangreich zitiert. I. Haftung des Insolvenzverwalters für insolvenzspezifische Pflichten (§ 60 InsO) Der Insolvenzverwalter ist allen Beteiligten zum Schadensersatz verpflichtet, wenn er schuldhaft die ihm nach der Insolvenzordnung obliegenden, so genannten insolvenzspezifischen Pflichten, verletzt. Unter insolvenzspezifischen Pflichten sind alle Pflichten zu verstehen, die den Insolvenzverwalter bei der Ausführung seines Amtes nach den Vorschriften der Insolvenzordnung treffen. Dazu gehören insbesondere die Pflicht zur ... weiter lesen
Insolvenzrecht Unwiderrufliches Bezugsrecht ist insolvenzfest
Karlsruhe (jur). Ein unwiderrufliches Bezugsrecht auf eine Lebensversicherung ist nach vier Jahren insolvenzfest. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe in einem am Montag, 26. November 2012, veröffentlichten Urteil entschieden (Az.: IX ZR 15/12). Danach muss im Streitfall die bezugsberechtigte Ehefrau 126.750 Euro nicht an den Insolvenzverwalter herausgeben. Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 2009 hatte die Frau knapp 415.000 Euro aus vier Lebensversicherungen ausbezahlt bekommen. Über das Erbe wurde allerdings wegen Überschuldung ein Insolvenzverfahren eröffnet. Auf Anforderung gab die Frau daher den Großteil des Geldes an den Insolvenzverwalter weiter; die Auszahlung einer der Versicherungen in Höhe von 126.750 Euro behielt sie aber für sich. Ihr Mann habe ihr hier ein ... weiter lesen
Insolvenzrecht Das grenzüberschreitende Insolvenzverfahren
Bei grenzüberschreitenden Insolvenzen innerhalb der Europäischen Union kann nach der Verordnung (EG) Nr. 1346/2000 des Rates vom 29. Mai 2000 (EuInsVO) in dem Mitgliedstaat, in dem der Schuldner den Mittelpunkt seiner hauptsächlichen Interessen hat (center of main interests/COMI), das Hauptinsolvenzverfahren eröffnet werden. In diesem Fall gilt bis zur Eröffnung eines Sekundärinsolvenzverfahrens für das Insolvenzverfahren und seine Wirkungen in allen anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit Ausnahme Dänemarks grundsätzlich das Recht des Staates, in dem das Hauptinsolvenzverfahren eröffnet worden ist. Art. 10 EuInsVO macht davon für Arbeitsverhältnisse eine Ausnahme. Danach gilt für diese „ausschließlich“ das Recht des ... weiter lesen
Weitere passende Themen zum Rechtsanwalt für Privatinsolvenz
Besondere Kenntnisse
Neue Anwälte/Kanzleien
Neu
Dr. jur. Erik Silcher
Rechtsanwalt in Heilbronn
Neu
Florian Menn
Rechtsanwalt in Wemding
Neu
Ulrich Bert
Rechtsanwalt in Frankfurt am Main
Zur Fachanwaltschaft
Mehr große Städte