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Als Urlaubsanspruch bezeichnet man den gesetzlich geregelten Anspruch eines Arbeitnehmers auf alljährlichen Erhohlungsurlaub.
Wieviel Urlaub bekomme ich?
Dies kann in jedem Arbeitsvertrag unterschiedlich geregelt sein. Auch Tarifverträge können Regelungen treffen. Einen Mindestanspruch legt das Gesetz fest: 24 Werktage im Jahr. Als Werktage zählen dabei alle Tage, die keine Sonntage oder gesetzlichen Feiertage sind. Üblich sind in Deutschland etwa 30 Tage im Jahr.
Gesetzliche Regelung
Der Urlaubsanspruch ist in § 3 Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) niedergelegt. Abweichende Regelungen enthält das Jugendarbeitsschutzgesetz:
§ 125 des neunten Sozialgesetzbuches (SGB IX) schreibt vor, dass Schwerbehinderten zusätzlich zum gesetzlichen Mindesturlaub fünf weitere Urlaubstage zu gewähren sind.
Öffentlicher Dienst
Die Tarifverträge des öffentlichen Dienstes (TV-L, TVöD) sehen für Arbeitnehmer unabhängig vom Alter einen Jahresurlaub von 30 Tagen vor (Neuregelung seit Anfang 2013). Für Beamte sind die Erhohlungsurlaubsverordnung bzw. die entsprechenden Landesregelungen maßgeblich. Danach ist die Anzahl der Urlaubstage nach Besoldungsstufe und Alter gestaffelt und liegt bei 26 bis 30 Tagen.
Urlaubsplanung im Betrieb
Die Urlaubsplanung sorgt immer wieder für Streit unter Kollegen oder mit dem Chef. Einige Grundsätze:
Übertragung von Urlaub
An sich muss der Jahresurlaub im laufenden Kalenderjahr genommen werden. Eine Übertragung auf das nächste Jahr erfordert
Dann ist der Urlaub allerdings innerhalb der ersten drei Monate des nächsten Jahres zu nehmen. Wird dem Arbeitnehmer dieser Urlaub dann nicht gewährt, kann Anspruch auf Schadenersatz in Form von Ersatzurlaub bestehen (Bundesarbeitsgericht, Az. 9 AZR 760/11).
Wird das Arbeitsverhältnis beendet und sind noch Urlaubstage offen, sind diese in Geld abzugelten (§ 7 Abs. 4 BUrlG).
Widerruf des Urlaubs
Ein bewilligter Urlaub kann nur im Ausnahmefall wieder gestrichen werden. Dies ist praktisch nur bei existenzbedrohlichen Situationen für das Unternehmen möglich. Entstehen dem Arbeitnehmer dadurch Kosten (Stornogebühren, Reisekosten) sind diese vom Arbeitgeber zu tragen.
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Anwalt Arbeitsrecht WuppertalAuch während der Elternzeit entsteht der Urlaubsanspruch weiterhin. Allerdings kann der Arbeitgeber den Urlaubsanspruch anteilig, d.h. für jeden vollen Monat der Elternzeit um 1/12 des Jahresurlaubsanspruchs kürzen. Kürzung des Urlaubs während der Elternzeit möglich. Dies muss er ausdrücklich gegenüber dem Arbeitnehmer erklären. Sobald das Arbeitsverhältnis beendet ist, kann der Arbeitgeber den Urlaub nicht mehr kürzen. Läuft das Arbeitsverhältnis nach der Elternzeit normal weiter, kann er aber den nach der Elternzeit entstehenden Urlaubsanspruch um die zu viel gewährten Urlaubstage wieder kürzen. Ist der Arbeitnehmer während der Elternzeit in Teilzeit beschäftigt, so besteht der Urlaubsanspruch ganz normal weiter und kann...
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat mit Beschluss vom 18. November 2022 zum Aktenzeichen 5 L 714/22 in einem Eilverfahren entschieden, dass ein Polizist in der Ausbildung wegen gelegentlichen Cannabis-Konsums entlassen werden kann. Aus der Pressemitteilung des VG Berlin Nr. 51/2022 vom 30.11.2022 ergibt sich: Der Antragsteller befand sich seit April 2019 als Beamter auf Widerruf im Vorbereitungsdienst für den gehobenen Polizeivollzugsdienst des Landes Berlin. Wegen erhöhter krankheitsbedingter Fehlzeiten und Sportbefreiungen wurde der Antragsteller polizeiärztlich untersucht. Dabei ließ eine Urinprobe auf einen Tetrahydrocannabinol-Abusus (THC-Missbrauch) schließen, aufgrund dessen die Polizeiärztin ihn für dauerhaft polizeidienstunfähig erklärte und seine Fähigkeit...
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Erfurt. Ab dem ersten Krankheitstag kann der Arbeitgeber ohne Zustimmung des Betriebsrats ein ärztliches Attest von einzelnen Mitarbeitern verlangen. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat in einem am Samstag, 25. Februar 2023 veröffentlichten Beschluss (Az.: 1 ABR 5/22) entschieden, dass noch keine mitbestimmungspflichtige Regelhaftigkeit zur Attestauflage vorliegt, wenn der Arbeitgeber in einigen Fällen in seiner Anordnung dieselbe Formulierung verwendet. Die Richter in Erfurt haben damit ihre bisherige Rechtsprechung bekräftigt. Arbeitnehmer, die länger als drei Tage arbeitsunfähig erkrankt sind, sind nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz verpflichtet, ihrem Arbeitgeber eine ärztliche Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit vorzulegen. Arbeitgeber können aber auch die vorzeitige Vorlage von Nachweisen verlangen....
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