Rechtsanwalt Verbraucherinsolvenz - Anwalt für Verbraucherinsolvenz finden!


Nachfolgend finden Sie Rechtsanwälte für das Thema

Verbraucherinsolvenz

! Fachanwälte für

Insolvenzrecht

haben unserer Meinung nach in der Regel auch besondere Kenntnisse zum Thema

Verbraucherinsolvenz

. Deshalb wurde dieses Themengebiet den Fachanwälten für

Insolvenzrecht

durch uns zugeordnet.

IHRE SUCHE: NEUE SUCHE

Rechtsanwalt für Verbraucherinsolvenz

Was ist eine „Verbraucherinsolvenz?“

Eine Insolvenz wurde früher als „Konkurs“ bezeichnet. Wer insolvent ist, kann seinen Zahlungspflichten nicht mehr nachkommen. Das 1999 eingeführte Verbraucherinsolvenzverfahren ermöglicht es auch Privatpersonen, einen Insolvenzantrag zu stellen und mit Hilfe der Restschuldbefreiung nach einigen Jahren wieder ohne Schulden dazustehen.

 

Wer kann ein Verbraucherinsolvenzverfahren beantragen?

 

  • Natürliche Person,
  • keine jetzige oder frühere selbstständige Tätigkeit,
  • Ausnahme: zulässig ist es auch für ehemalige Selbstständige, die weniger als 20 Gläubiger und keine Schulden aus Beschäftigungsverhältnissen mit Arbeitnehmern haben. 

 

Vier Stufen

Das Verbraucherinsolvenzverfahren kann in vier Stufen gegliedert werden:

  1. Außergerichtlicher Einigungsversuch (erst bei dessen von einer anerkannten Stelle bescheinigtem Fehlschlagen kann die nächste Stufe stattfinden),
  2. Insolvenzantrag, gerichtliches Schuldbereinigungsverfahren (Gericht prüft, ob die Durchführung eines gerichtlichen Schuldenbereinigungsplans erfolgversprechend ist),
  3. Eröffnung des vereinfachten Verbraucherinsolvenzverfahrens. Verwertung des pfändbaren Vermögens.
  4. Restschuldbefreiungsverfahren: Auf Antrag. Dauert sechs Jahre. Danach kann Restschuldbefreiung gewährt werden.

 

Restschuldbefreiung

Die Restschuldbefreiung kann nicht nur im Verbraucher- sondern auch im Regelinsolvenzverfahren durch natürliche Personen beantragt werden. Sie bedeutet, dass dem Schuldner nach sechs Jahren seine restlichen Schulden erlassen werden – wenn er sich während der „Wohlverhaltensphase“ an die Regeln gehalten hat. Dazu gehört, dass der Schuldner den pfändbaren Teil seines Einkommens an einen Treuhänder (vereinfachtes Insolvenzverfahren) bzw. Insolvenzverwalter gibt, der damit die Gläubiger anteilig bezahlt – nach Abzug der Verfahrenskosten.

 

Weitere Pflichten des Schuldners während der Wohlverhaltensphase sind:

 

  • Ausübung einer angemessenen Erwerbstätigkeit oder zumindest Bemühung darum,
  • ein von Todes wegen erworbenes Vermögen (Erbschaft) ist zu 50 % herauszugeben,
  • Wechsel von Wohnung und Arbeitsstelle sind Insolvenzgericht und Treuhänder mitzuteilen,
  • Bezüge und Erbschaften dürfen nicht verheimlicht werden,
  • Zahlungen zur Befriedigung der Gläubiger dürfen nur über den Treuhänder laufen.

 

Gesetzliche Regelung

Das Insolvenzrecht ist in der Insolvenzordnung (InsO) geregelt. Die §§ 304 bis 314 betreffen das Verbraucherinsolvenzverfahren.

 

Der Treuhänder

übernimmt im vereinfachten Insolvenzverfahren die Rolle des Insolvenzverwalters. Er muss den Arbeitgeber über die Abtretung des Arbeitsentgelts an ihn, den Treuhänder, informieren. Beträge, die vom Schuldner kommen, muss er getrennt von seinem übrigen Vermögen halten.

 

Unpfändbar:

Nicht pfändbar sind bestimmte Geldbeträge, aber auch einige Gegenstände. Der Pfändungsschutz ist in den §§ 850a bis 850i der Zivilprozessordnung geregelt. Ihn in Anspruch zu nehmen, ist freiwillig. Nach § 850c ZPO ist Arbeitseinkommen nicht pfändbar, wenn es nicht mehr als 930 Euro monatlich beträgt.

 

Unpfändbar sind auch:

  • Weihnachtsgeld (bis zur Hälfte des monatlichen Arbeitseinkommens, höchstens bis zum Betrag von 500 Euro),
  • Erziehungsgeld,
  • Aufwandsentschädigungen,
  • zur Hälfte die für Uberstunden gezahlten Teile des Arbeitseinkommens. 

 

2014

Nach einer im Jahr 2013 verabschiedeten Änderung verkürzt sich nach dem 30. Juni 2014 die Wohlverhaltensphase auf drei Jahre. Voraussetzung für die Restschuldbefreiung ist dann, dass der Schuldner mindestens 35 Prozent seiner Schulden sowie die Verfahrenskosten bezahlt hat.

 

Sie brauchen einen erfahrenen Rechtsanwalt vor Ort für Ihre Frage zum Insolvenzrecht? Bei fachanwalt.de finden Sie Anwälte, die sich auf dieses Rechtsgebiet spezialisiert haben. Der Titel „Fachanwalt“ steht dabei für einen Rechtsanwalt, der fundierte praktische und theoretische Kenntnisse in diesem Bereich erworben hat. Die Rechtsanwaltskammer verleiht den Titel entsprechend der Fachanwaltsordnung.

Anwälte für Verbraucherinsolvenz
Sortiere nach
Mangoldstraße 4
86650 Wemding

Telefon: 09092 910 220
Telefax: 09092 910 223
Nachricht senden
Rathausstrasse 6
20095 Hamburg

Telefax: 040 386 53 436
Nachricht senden
Eschersheimer Landstraße 14
60322 Frankfurt am Main

Telefax: +49-69-91 30 84-56
Nachricht senden
Hinterm Gericht 23
93183 Kallmünz

Telefax: 094 73 - 90 84 01
Nachricht senden
Ziegelstraße 18
71063 Sindelfingen

Telefon: 07031 4285333
Telefax: 07031 4285334
Nachricht senden
Gymnasiumstraße 39
74072 Heilbronn

Telefax: 0 71 31 / 91 90 392
Nachricht senden
Hindenburgstr. 45
82467 Garmisch-Partenkirchen

Nachricht senden
Steinhäuserstraße 13
76135 Karlsruhe

Telefon: 0721/20 39 60
Telefax: 0721/20 39 6-11
Jägerallee 16
14469 Potsdam

Oppenhoffallee 120
52066 Aachen

Aktuelle Rechtstipps zum Thema Verbraucherinsolvenz
Insolvenzrecht Visum abgelehnt - was tun?
Möchte eine Person in die Bundesrepublik einreisen, dann kann es unter Umständen erforderlich sein, dass die Person ein gültiges Visum besitzt. Liegt ein Visum nicht vor oder wurde der Antrag auf Erteilung eines Visums abgelehnt stellt sich die Frage, ob sich die Betroffenen gegen die Ablehnung rechtlich wehren können. So können Sie ein Visum beantragen Für die Visumserteilung ist nach § 71 Abs. 2 AufenthG (Aufenthaltsgesetz)  grundsätzlich die deutsche Botschaft zuständig. In einigen Situationen kann auch das Konsulat zuständig sein. „Im Ausland sind für Pass- und Visaangelegenheiten die vom Auswärtigen Amt ermächtigten Auslandsvertretungen zuständig.“ Der Antragssteller muss dementsprechend seinen vollständigen...weiter lesen
Insolvenzrecht Unwiderrufliches Bezugsrecht ist insolvenzfest
Karlsruhe (jur). Ein unwiderrufliches Bezugsrecht auf eine Lebensversicherung ist nach vier Jahren insolvenzfest. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe in einem am Montag, 26. November 2012, veröffentlichten Urteil entschieden (Az.: IX ZR 15/12). Danach muss im Streitfall die bezugsberechtigte Ehefrau 126.750 Euro nicht an den Insolvenzverwalter herausgeben. Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 2009 hatte die Frau knapp 415.000 Euro aus vier Lebensversicherungen ausbezahlt bekommen. Über das Erbe wurde allerdings wegen Überschuldung ein Insolvenzverfahren eröffnet. Auf Anforderung gab die Frau daher den Großteil des Geldes an den Insolvenzverwalter weiter; die Auszahlung einer der Versicherungen in Höhe von 126.750 Euro behielt sie aber für sich. Ihr Mann habe ihr hier ein...weiter lesen
Insolvenzrecht Bei Insolvenz des Vermieters, Barkaution im Zweifesfall weg
Der unter anderem für das Insolvenzrecht zuständige IX. Zivilsenat hatte die Frage zu entscheiden, ob der Wohnungsmieter die Kaution auch dann herausverlangen kann, wenn der Vermieter sie nicht von seinem Vermögen getrennt angelegt hat. Schon das Amts- und das Landgericht hatten die Klage der Mieterin in einem solchen Fall abgewiesen. Der Bundesgerichtshof hat die Entscheidung der Vorinstanzen bestätigt. Der Wohnungsmieter kann eine gestellte Mietkaution in der Insolvenz des Vermieters nur dann ungeschmälert herausverlangen (aussondern), wenn der Vermieter, wie es § 551 Abs. 3 Satz 3 BGB vorschreibt, die Kaution von seinem sonstigen Vermögen getrennt angelegt hat. Verstößt der Vermieter gegen diese zu Gunsten des Mieters vorgesehene Bestimmung, dann ist der dem Mieter zustehende...weiter lesen
Weitere passende Themen zum Rechtsanwalt für Verbraucherinsolvenz
Besondere Kenntnisse
Neue Anwälte/Kanzleien
Neu
Florian Menn
Rechtsanwalt in Wemding
Neu
Irene Haagen
Rechtsanwältin in Kallmünz
Neu
Dr. jur. Erik Silcher
Rechtsanwalt in Heilbronn
Zur Fachanwaltschaft
Mehr große Städte