Allgemein

Bühne frei für Licht-Artisten - Am 8. und 9. Juli wird das Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts in Erlangen eröffnet

Mit einer Festveranstaltung und einem anschließenden wissenschaftlichen Symposium wird am 8./9. Juli 2009 in Erlangen das Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts offiziell eröffnet.

Der Auftakt zu den Feierlichkeiten findet in der Aula der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg statt, das anschließende Symposium im neuen Institut. Das neue Max-Planck-Institut geht aus der Max-Planck-Forschungsgruppe "Optik, Information und Photonik" der Universität hervor, aus der auch die beiden Gründungsdirektoren, Prof. Gerd Leuchs und Prof. Philip St. John Russell, stammen. Die Wissenschaftler untersuchen seit 2004 grundlegende Phänomene des Lichts. Sie wollen auch weiterhin eng mit der Universität zusammenarbeiten.

In seiner Begrüßungsrede wendet sich Prof. Gerd Leuchs, einer der Gründungsdirektoren, an die Gäste, darunter der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU), Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) sowie der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Thomas Rachel. Gerd Leuchs forscht seit 1994 in Erlangen und etablierte neue Projekte auf dem Gebiet der Quanteninformation und in der klassischen Optik. Am neuen Max-Planck-Institut leitet er die Abteilung "Optik und Information". "Erlangen blickt auf eine lange Tradition der Optik-Forschung zurück", sagt der Wissenschaftler. "Das neue Institut baut die Forschungsmöglichkeiten weiter aus und macht den Standort Erlangen für qualifizierte Nachwuchswissenschaftler, auch aus dem Ausland, noch attraktiver."

Auch Prof. Philip St. John Russell, der zweite Gründungsdirektor, lobt die Arbeitsbedingungen an seiner neuen Wirkungsstätte: "Mit seiner exzellenten Ausstattung bietet das Max-Planck-Institut ein hervorragendes Forschungsumfeld." Der britische Wissenschaftler kam erst 2005 nach Erlangen, um eine Abteilung an der Max-Planck-Forschungsgruppe "Optik, Information und Photonik" zu leiten. Zuvor forschte und lehrte er an der University of Bath. Für seine wegweisenden Studien auf dem Gebiet der Photonischen Kristallfasern, kurz PCF, erhielt er bereits mehrere Preise. Am neuen Max-Planck-Institut leitet er die Abteilung "Photonik und neue Materialien".

Prof. Peter Gruss, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, freut sich, dass mit Philip Russell und Gerd Leuchs zwei herausragende Gründungsdirektoren für das neue Institut bereitstehen. In seiner Festansprache betont Peter Gruss die gute Zusammenarbeit zwischen der Friedrich-Alexander-Universität und der Max-Planck-Gesellschaft in der vorangegangenen Max-Planck-Forschungsgruppe. "Die Symbiose zwischen dem Institut und der Universität wird der Optik-Forschung noch einmal neue Impulse geben. Wir danken dem Freistaat Bayern vielmals für die besondere finanzielle Unterstützung. Darüber hinaus gibt uns die Entscheidung der Kanzlerin und der Ministerpräsidenten vom 4. Juni die Planungssicherheit, dass wir auch in den kommenden Jahren das Institut weiter ausbauen können", sagt Gruss. "Mit der Fortführung des Pakts für Forschung und Innovation zeigen wir, dass die Max-Planck-Gesellschaft auf die verlässliche Unterstützung und die forschungspolitische Verantwortung von Bund und Ländern bauen kann", erklärt der Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Rachel (BMBF).

Spannende Einblicke in die Optik-Forschung können die Gäste auf dem Symposium gewinnen. Führende Wissenschaftler, darunter Nobelpreisträger Roy R. Glauber sowie die Leibnitz-Preisträger Ferenc Krausz und Wolfgang P. Schleich nehmen in ihren Vorträgen die Zuhörer mit in die facettenreiche Welt des Lichts. Darüber hinaus können sich die Gäste bei einer Führung durch die Labors selbst ein Bild von der Arbeit der Forscher machen.

Das Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts fügt sich in ein Netz von Instituten ein. Mit einigen davon ergeben sich Berührungspunkte und damit weitere Kooperationsmöglichkeiten: "Mit dem Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching wollen wir gemeinsam an photonischen Glasfasern forschen", sagt Philip Russel. Auch mit dem MPI für Festkörperforschung, dem MPI für Mikrostrukturphysik sowie dem MPI für biophysikalische Chemie ist eine Zusammenarbeit geplant. Innerhalb der nächsten vier Jahre soll das Institut auf vier Abteilungen anwachsen. Die beiden neuen Abteilungen "Nanophotonik und Plasmonik" sowie "Theorie des Lichts" befinden sich noch in der Planungsphase. Insgesamt werden 44 hauptamtliche Wissenschaftler am Institut arbeiten und die physikalischen Eigenschaften des Lichts erforschen.

Weitere Informationen erhalten Sie von:

Dr. Felicitas von Aretin, Pressesprecherin
Max-Planck-Gesellschaft
Tel.: +49 89 2108-1227
E-Mail: presse@gv.mpg.de

Dr. Sabine König, Referentin der Institutsleitung
Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts, Erlangen
Tel.: +49 9131 6877-500
E-Mail: sabine.koenig@mpl.mpg.de
Weitere Informationen:
- http://www.mpg.de/bilderBerichteDokumente/multimedial/mpForschung/2009/heft01/031/index.html - Mehr Licht ins Licht! Gerd Leuchs im Porträt
- http://www.mpg.de/bilderBerichteDokumente/dokumentation/pressemitteilungen/2009/pressemitteilung20090604/index.html - Der Pakt für Forschung und Innovation: mehr Geld für die Forschung
- http://mpl.mpg.de/mpf/php/ - Mehr Information auf der Webseite des Instituts

Quelle: idw

Diesen Artikel bewerten
Über den Autor





Homeoffice-Vereinbarung Muster
Jetzt Rechtsfrage stellen
Weitere Artikel der Redaktion zum Thema
Verkehrsrecht Pedelec-Fahrer: Welche Promille-Grenze findet Anwendung?

Autofahrer werden ab einer Promille-Grenze von 1,1 als absolut fahruntüchtig angesehen. Doch wie sieht es bei einem Pedelec-Fahrer aus? Dies erfahren Sie in diesem Ratgeber.   Welche Promille-Grenze gilt ist von wichtiger Bedeutung, wenn Fahrer z.B. eines Kraftfahrzeuges wie eines Autos, eines Motorrades oder eines E-Scooters oder auch anderen Fahrzeugen wie eines Fahrrades oder eines Pedelec im alkoholisierten Zustand bei einer Verkehrskontrolle - im schlimmsten Fall nach einem Verkehrsunfall - erwischt werden ist.    Strafbarkeit gem. § 316 StGB Dass ein solches Verhalten selbst dann strafbar sein kann, wenn er dadurch keine anderen Verkehrsteilnehmer ... weiter lesen

Verkehrsrecht Überhöhte Geschwindigkeit: Zahlt die Versicherung bei zu schnellem Fahren?

Autofahrer die mit überhöhter Geschwindigkeit fahren, gehen rechtlich zahlreiche Risiken ein. Dies gilt auch in Bezug auf eigene Ansprüche wegen Schäden, die an ihrem Fahrzeug eingetreten sind.    Mit welchen Folgen ist zu rechnen? Wer mit überhöhter Geschwindigkeit fährt, muss neben einem Bußgeld schnell mit Punkten im Fahrzeugeignungsregister in Flensburg rechnen. Unter Umständen wird gegen ihn auch ein Fahrverbot verhängt. Bei einem Unfall besteht auch das Risiko, dass der Unfall gegen ihn zivilrechtliche Ansprüche geltend macht. Diese können bei ihm vor allem zu einer Höherstufung der Schadensklasse in der KFZ-Haftpflicht führen.    ... weiter lesen

Kanzleimeldungen Rückholflüge in der Corona-Krise: Müssen Passagiere für die Kosten aufkommen?

Urlauber die während der Corona Krise an einem Rückflug durch das auswärtige Amt teilgenommen haben, müssen unter Umständen für die Kosten aufkommen.    Aufgrund der Corona Krise konnten viele Reisende nicht aus den jeweiligen Urlaubsländern nach Hause fliegen, weil die Fluglinien wegen Grenzschließungen zwecks Bekämpfung der Pandemie vorübergehend den Betrieb eingestellt haben. Aus diesem Grunde hatte die deutsche Bundesregierung von März bis April 2020 ein weltweites einmaliges Rückholprogramm durchgeführt. Sie holte damit etwa 240.000 Urlauber nach Deutschland zurück.    Auswärtiges Amt fordert Kosten für Corona-Rückflüge zurück ... weiter lesen

Arbeitsrecht Corona-Warn-App: Kann der Arbeitgeber die Nutzung anordnen?

Manche Arbeitgeber wollen ihre Mitarbeiter zur Installation und Nutzung einer Corona-Warn-App - am besten auf dem eignen Handy - zwingen. Doch dürfen sie das?   Die Bundesregierung wirbt damit, dass Bürger zwecks Bekämpfung der Covid-19-Pandemie die Corona-Warn-App auf ihrem Smartphone installieren. So können laut Bundesregierung besser Infektionsketten nachverfolgt werden. Ob die Bürger dies tun, ist ihnen - anders als in einigen anderen Staaten - freigestellt.    Corona-Warn-App - Anordnung durch Direktionsrecht des Arbeitgebers gedeckt? Aber wie sieht die rechtliche Situation aus, wenn der Arbeitgeber die Installation der  Corona-Warn-App auf dem ... weiter lesen