Jetzt mit einem Premiumeintrag mehr Mandate generieren & 1 Monat kostenlos testenPfeil rechtsPremiumeintrag jetzt kostenlos testenPfeil rechts

Vergleichsbereit: wie Spieler ihre Einsätze von Online-Casinos zurückbekommen

SternSternSternSternStern
(9 Bewertungen)20.04.2020 Bankrecht und Kapitalmarktrecht

Online-Casinobetreiber möchten es aus gutem Grund nicht auf gerichtliche Auseinandersetzungen mit Spielern ankommen lassen. Immer wieder bieten sie daher Vergleiche an, wenn Spieler versuchen, ihr verlorenes Geld auf dem Klageweg zurückzuholen.

Sowohl das Veranstalten als auch die Vermittlung von Glücksspielen im Internet ist in Deutschland laut Glücksspielstaatsvertrag verboten. Verbraucher, die Geld in einem Online-Casino verspielt haben, haben daher gute Chancen, ihre Einsätze mit anwaltlicher Hilfe zurückzuholen. Die Online-Casinobetreiber bieten derzeit vermehrt Vergleiche an, um diese Angelegenheiten wo möglich außergerichtlich zu regeln.

Spieler erhält Großteil seiner Einsätze zurück

In einem solchen außergerichtlichen Verfahren hat unsere Kanzlei einen Mandanten vertreten und das betreffende Online-Casino unmittelbar mit der Forderung auf Rückzahlung der verlorenen Einsätze konfrontiert. Es ging in dem Fall durchaus um hohe Beträge. Im Verlauf der Verhandlungen bot das Online-Casino unserem Mandanten einen hohen Vergleichsbetrag an. Zudem erreichte unsere Kanzlei in den Vergleichsverhandlungen, dass der Online-Casinobetreiber sich bereiterklärte, neben dem vereinbarten Vergleichsbetrag auch die Kosten unserer Beauftragung zu übernehmen.

Dieser Fall unterstreicht einmal mehr die Tatsache, dass Online-Casinos aktuell versuchen, gerichtliche Auseinandersetzung möglichst zu vermeiden. Dabei sind sie bereit, entsprechend hohe Vergleichsbeträge zu zahlen. Unser Mandant konnte also einen Großteil seiner verspielten Einsätze mit wenig Aufwand zurückholen.

Haben auch Sie in einem Online-Casino viel Geld gelassen? Dann lassen Sie Ihren individuellen Fall durch uns prüfen. In vielen Fällen besteht sogar die Möglichkeit, das gezahlte Geld zunächst über den Zahlungsdienstleister oder die Bank, über die die Zahlung getätigt wurde, zurückzuholen. Das hängt unter anderem davon ab, wie lange die Zahlung zurückliegt. Zögern Sie also in solchen Fällen nicht, sondern lassen Sie zeitnah von uns prüfen, ob diese Möglichkeit in Ihrem Fall besteht. Das beste Vorgehen in Ihrem Fall besprechen wir gerne mit Ihnen im Rahmen einer kostenlosen Erstberatung, vor Ort oder telefonisch.

Diesen Artikel bewerten:
Diesen Artikel teilen: Linkedin Xing X
Whatsapp
Facebook
Vereinbaren Sie hier eine Rechtsberatung zum Artikel-Thema

Kontaktieren Sie hier Fachanwalt Guido Lenné

*Pflichtfelder
Weitere Artikel des Autors
BGH: Online-Glücksspielverbot verstößt nicht gegen EU-Recht
SternSternSternSternStern
(6 Bewertungen)20.08.2021Guido LennéBankrecht und Kapitalmarktrecht
Herr  Guido Lenné

Die jüngste Entscheidung des Bundesgerichtshofs stärkt die Erfolgsaussichten von Spielern, die Geld in illegalen Online-Casinos verloren haben: Dieser hat jetzt bestätigt, dass das deutsche Online-Glücksspielverbot mit geltendem EU-Recht vereinbar ist. Online-Casinobetreiber können sich daher vor Gericht nicht mehr auf das Argument des Rechtsverstoßes berufen. Der BGH-Beschluss vom 22.07.2021 bestätigt, dass das deutsche Online-Glücksspielverbot laut § 4 Abs. 4 GlüstV mit europäischem Recht vereinbar ist. Eine Vorlage vor den EuGH hält das oberste deutsche Gericht nicht für notwendig, denn der hatte schon im Jahr 2010 entschieden, dass die Prüfung beschränkender Maßnahmen im Glücksspielsektor den nationalen Gerichten zu überlassen sei. Im...

weiter lesen weiter lesen

Guido Lenné in der WDR Servicezeit zum fragwürdigen neuen Glücksspielstaatsvertrag
SternSternSternSternStern
(1 Bewertung)19.03.2021Guido LennéBankrecht und Kapitalmarktrecht
Herr  Guido Lenné

Im Juli tritt der neue Glücksspielstaatsvertrag in Kraft und es wird befürchtet, dass dadurch das Risiko der krankhaften Spielsucht steigen könnte. Guido Lenné, der schon vielen geschädigten Spielern geholfen hat, ihr Geld zurückzubekommen, gibt in der WDR Servicezeit seine Einschätzung als Experte ab. Er blickt den neuen Regelungen skeptisch entgegen. Unzählige Existenzen wurden bereits durch illegales Glücksspiel ruiniert. Es ist ein schmaler Grat zwischen „ein bisschen zocken“ und krankhafter Spielsucht. Mindestens 200.000 Menschen gelten bundesweit als krankhaft glücksspielsüchtig. Das extrem breite Angebot illegalen Online-Glücksspiels macht es gefährdeten Spielern leicht, in die Spielsucht zu rutschen. Dabei wissen viele nicht, dass...

weiter lesen weiter lesen
Weitere Artikel der Redaktion zum Thema
Wer zahlt, wenn die IBAN gefälscht wird? Das aktuelle BGH-Urteil zur Gefahrtragung bei Geldüberweisungen
08.12.2025Redaktion fachanwalt.deBankrecht und Kapitalmarktrecht
Wer zahlt, wenn die IBAN gefälscht wird? Das aktuelle BGH-Urteil zur Gefahrtragung bei Geldüberweisungen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in seiner Entscheidung vom 8. Oktober 2025 ( Az. IV ZR 161/24 ) entschieden, dass bei einer Geldüberweisung die Gefahr des Verlusts nicht auf den Gläubiger übergeht, wenn die Kontobezeichnung durch einen unbekannten Dritten in einem unwahrscheinlichen Kausalverlauf gefälscht wurde. Diese Klarstellung zur Gefahrtragung bei Geldüberweisungen ist für alle Unternehmen und Selbstständigen, die regelmäßig hohe Beträge transferieren, von eminenter Bedeutung. Der atypische Sachverhalt: Gefälschte IBAN durch Kontomanipulation auf dem Postweg Bei der Begleichung eines Pflichtteilsanspruchs wurde das Vergleichsdokument mit der korrekten IBAN gestohlen und von einer unbekannten Person manipuliert . Die Beklagten überwiesen daraufhin 20.000 Euro auf ein gefälschtes Konto und...

weiter lesen weiter lesen

Direktanspruch gegen Geldwäscher: Gericht schließt Mitverschulden des Opfers aus
14.11.2025Redaktion fachanwalt.deBankrecht und Kapitalmarktrecht
Direktanspruch gegen Geldwäscher: Gericht schließt Mitverschulden des Opfers aus

Mit seiner Entscheidung vom 17. Oktober 2024 ( Az. 29 U 100/24 ) hat das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main die zivilrechtliche Haftung bei betrügerisch veranlassten Zahlungen präzisiert. Das Gericht stellte fest, dass Opfern von Telefonbetrug ein Direktzahlungsanspruch gegen den Geldwäscher zusteht. Kurz gesagt: Auch wenn das Opfer grob fahrlässig gehandelt hat, wird dessen Mitverschulden bei einem direkten Zahlungsanspruch gegen den Geldwäscher nicht angerechnet. Die Begründung der zivilrechtlichen Haftung Geldwäsche: Der deliktische Anspruch des Opfers Die dem Verfahren zugrunde liegende Sachlage betraf eine Klägerin, welche infolge eines organisierten Telefonbetrugs ( Phishing ) unter psychologischem Druck eine Überweisung an ein fremdes Konto autorisierte. Unmittelbar nach Gutschrift leitete der...

weiter lesen weiter lesen
Schadensersatz nach Phishing-Angriff: Neues Urteil verschiebt die Haftung
SternSternSternSternStern
(2 Bewertungen)23.09.2025Redaktion fachanwalt.deBankrecht und Kapitalmarktrecht
Schadensersatz nach Phishing-Angriff: Neues Urteil verschiebt die Haftung

Mit seiner Entscheidung vom 5. Juni 2025 hat das Oberlandesgericht (OLG) Dresden die bisherige Rechtsprechung zum Thema Schadensersatz nach Phishing-Angriff maßgeblich erweitert. Das Gericht verurteilte eine Sparkasse zur Wiedergutschrift eines Teils des durch einen Betrug entstandenen Schadens auf dem Kundenkonto. Dies ist besonders bemerkenswert, da der Kunde den Schaden nach Ansicht des Gerichts durch sein grob fahrlässiges Verhalten mitverursacht hatte. Phishing: Die Masche der Betrüger und der Fall im Detail Der Vorfall begann mit einer täuschend echt wirkenden E-Mail , die den Kunden angeblich über eine notwendige Anpassung seines Online-Bankings informierte. Über einen Link gelangte er auf eine ebenfalls gefälschte Sparkassen-Website und gab dort seine Zugangsdaten ein. Wenige Tage später wurde er...

weiter lesen weiter lesen

Rechtliche Aspekte beim Tagesgeldkonto: Was Sparer zu Sicherheit, Steuerpflicht und Widerruf wissen sollten
01.09.2025Redaktion fachanwalt.deBankrecht und Kapitalmarktrecht
Rechtliche Aspekte beim Tagesgeldkonto: Was Sparer zu Sicherheit, Steuerpflicht und Widerruf wissen sollten

Das Tagesgeldkonto erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit, wenn es um die sichere und gleichzeitig flexible Anlage von Geld geht. Viele Sparerinnen und Sparer sehen darin eine Möglichkeit, kurzfristig liquide Mittel verfügbar zu haben und dennoch Zinsen auf ihr Guthaben zu erhalten. Doch trotz der scheinbaren Einfachheit stellen sich wesentliche rechtliche Fragen: Wie sicher ist das Geld tatsächlich? Welche Absicherung greift im Ernstfall, etwa bei einer Bankenkrise? Und welche steuerlichen Verpflichtungen ergeben sich für Anleger? Ebenso wichtig ist die Frage, ob ein abgeschlossenes Tagesgeldkonto widerrufen werden kann und welche Fristen in diesem Zusammenhang gelten. Wer diese Aspekte versteht, kann sein Tagesgeldkonto rechtlich sicher nutzen und böse Überraschungen vermeiden. Rechtliche Absicherung durch...

weiter lesen weiter lesen

Icon Über den Autor

Guido Lenné Premium
Guido Lenné
Rechtsanwalt Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Adresse Icon
Max-Delbrück-Str. 18
51377 Leverkusen



Zum ProfilPfeil Icon Nachricht
Veröffentlicht von: