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Ratgeber: Steuerrecht


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Türkisches Konto nicht erklärt: Berichtigung, Selbstanzeige und Altjahre (Teil2)
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(1 Bewertung) • 12.10.2026 • Muhammed AltunkayaSteuerrecht
Herr  Muhammed Altunkaya

Teil 2 von 2 unserer Reihe zu Auslandskonten und Einkünften in der Türkei. In Teil 1 ging es darum, wie Sie auf ein Schreiben des Finanzamts zu türkischen Konten, Zinsen oder Mieteinnahmen reagieren . Kurzüberblick Vollständig aufarbeiten: Nicht erklärte Zinsen, Mieteinnahmen oder Depoterträge aus der Türkei sollten nach Einkunftsart, Person und Steuerjahr aufgearbeitet werden – nicht nur für das Konto, nach dem das Finanzamt fragt. Berichtigung oder Selbstanzeige: Wer einen Fehler nachträglich erkennt, muss die Erklärung unverzüglich berichtigen (§ 153 AO). Stand eine Steuerhinterziehung im Raum, ist eine Selbstanzeige nach § 371 AO zu prüfen. Entscheidend sind Kenntnis, Vorsatz und Inhalt der früheren Erklärungen....

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Finanzamt fragt nach türkischem Konto, Zinsen oder Mieteinnahmen: Was jetzt zu tun ist (Teil1)
11.10.2026 • Muhammed AltunkayaSteuerrecht
Herr  Muhammed Altunkaya

Teil 1 von 2 unserer Reihe zu Auslandskonten und Einkünften in der Türkei. Teil 2 behandelt die Berichtigung nicht erklärter Türkei-Einkünfte, die Selbstanzeige und die Prüfung von Altjahren . Kurzüberblick Nicht ignorieren: Ein Schreiben des Finanzamts zu einem türkischen Bankkonto, zu Zinsen, Kapitalanlagen oder Mieteinnahmen verlangt eine fristgerechte, vollständige und belastbare Reaktion. Bei Auslandssachverhalten gilt eine erhöhte Mitwirkungspflicht (§ 90 Abs. 2 AO). Kein automatischer Strafvorwurf: Ein Auskunftsersuchen bedeutet nicht, dass bereits ein Steuerstrafverfahren eingeleitet wurde. Es kann aber auf unvollständige frühere Erklärungen hinweisen. Zinsen: Zinsen aus türkischen Konten sind bei unbeschränkter...

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Tankkarten im Kleinunternehmen: Rechtliche Aspekte und steuerliche Behandlung
08.04.2026 • Redaktion fachanwalt.deSteuerrecht
Tankkarten im Kleinunternehmen: Rechtliche Aspekte und steuerliche Behandlung

Effizientes, wirtschaftliches Handeln entscheidet heute mehr denn je über den Unternehmenserfolg. Unter diesen Umständen erstaunt es nicht, dass immer mehr Firmen auf Tankkarten setzen. Lesen Sie nach, wieso kleinere und mittlere Unternehmen von diesem Bezahlmittel profitieren. Bargeldlos und flexibel mit Tankkarte bezahlen Dieses Bezahlmittel ist so groß wie eine Kreditkarte und funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Der einzige Unterschied – bei der Tankkarte handelt es sich um eine zweckgebundene Zahlungslösung. Mit einer solchen Plastikkarte können Sie in erster Linie die Tankkosten, manchmal auch noch weitere Dienstleistungen rund ums Fahrzeug wie Autowäsche oder Ölwechsel begleichen. Ein Vorteil dieses Zahlungsmittels liegt auf der Hand: Sie zahlen komfortabel und sicher bargeldlos. Besonders...

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Firmenwagen und Geschäftsausstattung: Rechtsaspekte der Betriebsmittel
11.03.2026 • Redaktion fachanwalt.deSteuerrecht
Firmenwagen und Geschäftsausstattung: Rechtsaspekte der Betriebsmittel

Wer ein Unternehmen führt, kommt an der Frage nicht vorbei: Wie lassen sich Firmenwagen und andere Betriebsmittel rechtssicher beschaffen, nutzen und steuerlich korrekt behandeln? Die Überlassung eines Dienstwagens an Mitarbeitende gehört zu den beliebtesten Zusatzleistungen im Arbeitsmarkt 2026, bringt aber zugleich eine Fülle an rechtlichen Fallstricken mit sich. Von der korrekten Versteuerung über Haftungsfragen bis hin zur Vertragsgestaltung – wer Firmenwagen als Betriebsmittel einsetzt, muss zahlreiche Vorschriften beachten. Gleiches gilt für weitere Geschäftsausstattung wie Laptops, Mobiltelefone oder Werkzeuge, die Beschäftigten zur Verfügung gestellt werden.  TL;DR – Das Wichtigste in Kürze Dieser Artikel beleuchtet die wesentlichen Rechtsaspekte rund um die Bereitstellung, Nutzung und Rückgabe...

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Formfehler bei der Rechnungsstellung: Die Verweigerung des Vorsteuerabzugs durch das Finanzamt vermeiden
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(12 Bewertungen) • 06.03.2026 • Redaktion fachanwalt.deSteuerrecht
Formfehler bei der Rechnungsstellung: Die Verweigerung des Vorsteuerabzugs durch das Finanzamt vermeiden

Der Vorsteuerabzug nach § 15 UStG stellt für Unternehmen eine essenzielle Liquiditätsposition dar. Doch die rechtlichen Hürden für dessen Inanspruchnahme sind hoch und unterliegen einer stetigen Verschärfung durch Gesetzgebung und Rechtsprechung. Im Zentrum der steuerlichen Betriebsprüfung steht dabei regelmäßig die ordnungsmäßige Rechnung gemäß §§ 14, 14a UStG. Formale Mängel können hier bereits dazu führen, dass das Finanzamt den Vorsteuerabzug rückwirkend versagt. Dies löst nicht nur erhebliche Nachzahlungen aus, sondern zieht auch hohe Nachzahlungszinsen nach § 233a AO nach sich. Seit dem 1. Januar 2025 hat sich die Situation durch die Einführung der E-Rechnungspflicht im B2B Bereich grundlegend verändert. Der juristische Deep-Dive: Anforderungen des § 14 UStG und der digitale Wandel...

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Besteuerung von Krypto-Lending: Keine Kapitalerträge nach § 20 EStG
03.03.2026 • Redaktion fachanwalt.deSteuerrecht
Besteuerung von Krypto-Lending: Keine Kapitalerträge nach § 20 EStG

Mit Urteil vom 10.09.2025 (Az. 3 K 194/23 ) hat das Finanzgericht Köln zur steuerlichen Behandlung von Erträgen aus der entgeltlichen Überlassung von Bitcoin (sog. Krypto-Lending) Stellung genommen. Das Gericht verneinte eine Qualifikation als Einkünfte aus Kapitalvermögen gemäß § 20 EStG und ordnete die Vergütungen stattdessen den sonstigen Einkünften nach § 22 Nr. 3 EStG zu. Steuerliche Ausgangslage bei Krypto-Lending: Kapitalertrag oder sonstige Einkünfte? Krypto-Lending bezeichnet die zeitweise Überlassung von Kryptowerten – etwa Bitcoin – an Dritte oder Plattformen gegen Entgelt. Die Gegenleistung wird regelmäßig als „Zins“ bezeichnet, ist rechtlich jedoch nicht ohne Weiteres mit klassischen Darlehenszinsen vergleichbar. Für die Anwendung der Abgeltungsteuer nach § 32d Abs. 1...

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FG Köln: Einkünfte aus Bitcoin-Lending unterliegen individuellem Steuersatz
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(1 Bewertung) • 09.02.2026 • Redaktion fachanwalt.deSteuerrecht
FG Köln: Einkünfte aus Bitcoin-Lending unterliegen individuellem Steuersatz

Das Finanzgericht Köln (Az.: 3 K 194/23 ) entschied, dass Einkünfte aus der entgeltlichen Überlassung von Bitcoins (Krypto-Lending) dem individuellen Steuersatz unterliegen, nicht der pauschalen Abgeltungssteuer. Krypto-Lending: Kläger wollte Abgeltungssteuer, Finanzamt setzt persönlichen Steuersatz an Der Kläger erzielte im Streitjahr Einnahmen aus dem Krypto-Lending, indem er seine Bitcoins über spezialisierte Plattformen für einen begrenzten Zeitraum anderen Nutzern darlehensweise zur Verfügung stellte und hierfür eine zuvor vereinbarte Vergütung erhielt. Das Finanzamt qualifizierte diese Zahlungen als sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG und unterwarf sie dem persönlichen Steuersatz des Klägers. Der Kläger beantragte hingegen die Besteuerung nach dem Abgeltungssteuersatz von 25 Prozent, da...

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FG Rheinland-Pfalz: Ostergeschenk von 20.000 € steuerpflichtig
28.01.2026 • Redaktion fachanwalt.deSteuerrecht
 FG Rheinland-Pfalz: Ostergeschenk von 20.000 € steuerpflichtig

Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz entschied am 4. Dezember 2025 (Az. 4 K 1564/24 ), dass ein Ostergeschenk von 20.000 € Schenkungssteuer auslöst, da es kein „übliches Gelegenheitsgeschenk“ mehr darstellt. Ostergeschenk von 20.000 € überschreitet Steuerfreibetrag Der heute 60 Jahre alte Kläger erhielt von seinem 2023 verstorbenen Vater seit März 2006 mehrfach Geldgeschenke zwischen 10.000 € und 50.000 €, einmal sogar 100.000 €. Vor der hier streitigen Schenkung zu Ostern 2015 hatte er bereits insgesamt 450.000 € erhalten und damit den für ihn geltenden Steuerfreibetrag von 400.000 € innerhalb von zehn Jahren überschritten. Bis Juli 2017 summierten sich die Zuwendungen auf insgesamt 610.000 €. Das Vermögen des Vaters betrug zum Zeitpunkt der Schenkung rund...

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Steuerbegünstigung bei Urlaubsabgeltung bringt deutliche Ersparnis
23.01.2026 • Redaktion fachanwalt.deSteuerrecht
Steuerbegünstigung bei Urlaubsabgeltung bringt deutliche Ersparnis

Das Finanzgericht Münster hat in seiner Entscheidung vom 13. November 2025 ( Az. 12 K 1853/23 E ) erkannt, dass Abgeltungszahlungen für Urlaubsansprüche aus mehreren Jahren steuerlich privilegiert zu behandeln sind. Diese Steuerbegünstigung bei Urlaubsabgeltung ermöglicht es, die Steuerlast durch die sogenannte Fünftelregelung erheblich zu senken. Das Urteil ist besonders für Personen von Bedeutung, deren Arbeitsverhältnis nach einer längeren Freistellungsphase endet und die eine gebündelte Zahlung erhalten. Der Sachverhalt: Gebündelte Urlaubsansprüche nach der Kündigung In dem Verfahren ging es um eine Angestellte, deren Arbeitsverhältnis nach einer Kündigung und einem längeren Rechtsstreit endete. Während der zweijährigen Freistellungsphase konnte sie keinen Urlaub nehmen. Im Rahmen eines...

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Anforderungen an die rechtssichere digitale Mandatsakte
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(10 Bewertungen) • 18.11.2025 • Redaktion fachanwalt.deSteuerrecht
Anforderungen an die rechtssichere digitale Mandatsakte

Digitale Mandatsakten erleichtern die Organisation von Dokumenten und die Zusammenarbeit in Steuer- und Anwaltskanzleien erheblich. Dabei ergeben sich konkrete rechtliche Anforderungen aus verschiedenen Regelwerken, die den Umgang mit sensiblen Daten und deren Speicherung betreffen. Für die Rechtssicherheit ist jedoch nicht nur die technische Umsetzung relevant. Ebenso maßgeblich ist die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zur Dokumentation und Archivierung. Fehler bei der Speicherung oder im Datenschutz führen sonst schnell zu rechtlichen Konsequenzen und belasten die Mandantenbeziehung. Deshalb verlangt die digitale Mandatsakte eine sorgfältige Planung und regelmäßige Kontrolle. Digitalisierung und rechtliche Rahmenbedingungen Die Digitalisierung der Mandatsverwaltung spart Zeit und Ressourcen, stellt Steuerkanzleien...

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Vom Traum zur Steuerfalle: Die versteckten Risiken einer Dubai-Firma mit deutschem Wohnsitz
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(2 Bewertungen) • 15.10.2025 • Redaktion fachanwalt.deSteuerrecht
Vom Traum zur Steuerfalle: Die versteckten Risiken einer Dubai-Firma mit deutschem Wohnsitz

Dubai – glitzernde Skyline, steuerfreies Einkommen, Sonne und Luxus – für viele deutsche Unternehmer klingt die Gründung einer eigenen Firma dort nach dem ultimativen Befreiungsschlag. Doch was auf den ersten Blick wie ein unternehmerisches Paradies wirkt, entpuppt sich in der Praxis oft als gefährliche Steuerfalle. Insbesondere dann, wenn der Wohnsitz weiterhin in Deutschland liegt. Hinter dem Versprechen niedriger Steuern und einfacher Bürokratie verbergen sich komplexe steuerrechtliche Regelungen, die im schlimmsten Fall zu hohen Nachzahlungen oder gar strafrechtlichen Konsequenzen führen können. Warum Dubai für deutsche Unternehmer so attraktiv scheint Immer mehr Menschen wollen eine Firma in Dubai gründen . Einerseits, um an das Aufenthaltsvisum für die Auswanderung nach Dubai zu gelangen, aber auch um...

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FG Münster: Verluste durch Trickbetrug keine außergewöhnliche Belastung
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(2 Bewertungen) • 19.09.2025 • Redaktion fachanwalt.deSteuerrecht
FG Münster: Verluste durch Trickbetrug keine außergewöhnliche Belastung

Das Finanzgericht Münster (Az. 1 K 360/25 E ) hat entschieden, dass eine 77-jährige Frau, die bei einem Schockanruf 50.000 € an Trickbetrüger zahlte, diese Summe nicht als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen kann. 50.000 € durch fingierten Kautionsanruf verloren Die Klägerin erhielt im November 2022 einen Anruf, bei dem sich ein Unbekannter als Rechtsanwalt ausgab und behauptete, ihre Tochter habe einen tödlichen Unfall verursacht und solle in Untersuchungshaft. Nur eine sofortige Kaution von 50.000 € könne dies verhindern. Auf Anweisung eines angeblichen Polizeibeamten hielt die Frau ihre Telefonleitungen offen, hob das Geld bei zwei Banken ab und übergab es einem Boten. Später stellte sich alles als erfundene Geschichte heraus. Die Strafanzeige verlief ohne Erfolg, die Täter...

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Amtsgericht Hannover verurteilt Frau wegen Goldschmuggels
25.07.2025 • Redaktion fachanwalt.deSteuerrecht
Amtsgericht Hannover verurteilt Frau wegen Goldschmuggels

Das Amtsgericht Hannover (Az. 202 Cs 5191 Js 57219/25 ) hat eine 56-Jährige wegen versuchter Steuerhinterziehung zu 920 € Geldstrafe verurteilt. Goldschmuck bei Zollkontrolle nicht angegeben Eine 56 Jahre alte Frau aus der Türkei wurde am 19. März 2025 nach ihrer Landung aus Istanbul am Flughafen Hannover vom Zoll überprüft. Sie nutzte den grünen Ausgang, der für Waren ohne Anmeldepflicht vorgesehen ist, und verneinte ausdrücklich das Mitführen von Goldschmuck. Bei der Durchleuchtung ihrer Kleidung stellten die Beamten jedoch mehrere hochkarätige Goldstücke fest: vier Armreifen, drei Münzanhänger sowie zwei Ketten, allesamt aus 22-karätigem Gold. Der Zollwert der Gegenstände belief sich insgesamt auf 11.148,37 €. Da die erlaubte Freigrenze von 430 € überschritten war, wurden die...

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BFH: Umzugskosten fürs Arbeitszimmer nicht als Werbungskosten abziehbar
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(1 Bewertung) • 16.05.2025 • Redaktion fachanwalt.deSteuerrecht
BFH: Umzugskosten fürs Arbeitszimmer nicht als Werbungskosten abziehbar

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 05.02.2025 (Az. VI R 3/23 ) entschieden, dass Umzugskosten nicht als Werbungskosten abziehbar sind, wenn der Wohnungswechsel dem erstmaligen Einrichten eines Arbeitszimmers dient. Homeoffice führte zur Wohnungserweiterung Ein berufstätiges Ehepaar mit Kind lebte zunächst in einer Drei-Zimmer-Wohnung, nutzte das Homeoffice aber nur sporadisch. Als sich durch die Corona-Pandemie im Jahr 2020 die Arbeit zunehmend in den häuslichen Bereich verlagerte, arbeiteten beide Elternteile vorwiegend im kombinierten Wohn- und Essbereich.  Um eine bessere Trennung von Beruf und Privatleben zu ermöglichen, zog die Familie im Mai desselben Jahres in eine größere Fünf-Zimmer-Wohnung. Dort richteten sie zwei Räume als feste Arbeitszimmer ein. Die damit verbundenen...

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FG Köln: Kein Steuerbonus bei Abriss und Ersatzneubau
11.04.2025 • Redaktion fachanwalt.deSteuerrecht
FG Köln: Kein Steuerbonus bei Abriss und Ersatzneubau

Das Finanzgericht Köln (Az. 1 K 2206/21 ) entschied, dass ein Ersatzneubau auf dem Grundstück eines abgerissenen Wohnhauses nicht unter die steuerliche Förderung der Wohnraumoffensive fällt. Altes Mietshaus abgerissen und durch Neubau ersetzt Die Kläger, Eigentümer eines vermieteten Einfamilienhauses, entschieden sich im Jahr 2020 gegen eine umfassende Sanierung des Altbaus. Statt die Immobilie auf modernen Standard zu bringen, ließen sie das Gebäude vollständig abreißen. Auf demselben Grundstück errichteten sie anschließend ein neues Einfamilienhaus, das erneut zu Wohnzwecken vermietet werden sollte.  Nach Abschluss der Bauarbeiten beantragten die Kläger die steuerliche Sonderabschreibung gemäß der Wohnraumoffensive, die 2019 zur Förderung neuen Mietwohnraums eingeführt wurde. Das zuständige...

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Bevorstehender automatischer Datenaustausch bei Krypto-Transaktionen: Wichtige Punkte und Handlungsempfehlungen
04.02.2025 • Marcel RuhlmannSteuerrecht
Herr  Marcel Ruhlmann

Der am 25.10.2024 veröffentlichtet Referentenentwurf zum  DAC 8 -Umsetzungsgesetz setzt die EU-Richtlinie um, die mehr Transparenz bei Krypto-Steuern schaffen soll.  1. Geplante gesetzliche Neuerungen Kernpunkte sind:    - Anwendungsbereich: Betrifft alle Krypto-Dienstleister (CASPs) in der EU (Börsen, Wallet-Anbieter, Broker).   - Meldeflichten: CASPs müssen detaillierte Transaktionsdaten sammeln und an Finanzbehörden melden (z. B. Datum, Beträge, Wallet-Adressen, Identitäten der Beteiligten).   - Automatischer Austausch:  EU-weite Weitergabe der Daten ab Januar 2026 für Krypto-Transaktionen.   - Erfasste Assets: Kryptowährungen, Stablecoins, NFTs und andere digitale Vermögenswerte.  ...

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Krypto Transaktionen mit Auslandsbezug – potenzielle Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz (AWG)
04.02.2025 • Marcel RuhlmannSteuerrecht
Herr  Marcel Ruhlmann

Das Bundesamt für Wirtschaft und Außenkontrolle (BAFA) prüft verstärkt  grenzüberschreitende Krypto-Transaktionen ab 50.000 €  (ab 2025). Seit dem Ukraine-Krieg werden zudem  Verstöße gegen Russland-Sanktionen  (z. B. Zahlungen an gesperrte Wallet-Adressen) streng geahndet. 1. Mögliche Verstöße  Private Personen können vor allem in folgenden Bereichen gegen das AWG/AWV verstoßen:   - Unterlassene Meldung von Direktinvestitionen (z. B. Kauf von Krypto-Assets im Ausland ab 50.000 € ab 2025, § 58 AWV). Die Meldung erfolgt elektronisch über das Zentralmeldesystem (ZA) der Bundesbank. - Embargoverstöße (z. B. Krypto-Transaktionen mit Sanktionsadressaten in Russland, Iran).   - Fehlende...

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BFH: Fitnessstudio-Beiträge keine außergewöhnlichen Belastungen
31.01.2025 • Redaktion fachanwalt.deSteuerrecht
BFH: Fitnessstudio-Beiträge keine außergewöhnlichen Belastungen

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 21.11.2024 ( VI R 1/23 ) entschieden, dass Mitgliedsbeiträge für ein Fitnessstudio nicht als außergewöhnliche Belastungen anerkannt werden. Dies gilt auch dann, wenn die Mitgliedschaft Voraussetzung für ein ärztlich verordnetes Funktionstraining ist. Fitnessstudio-Mitgliedschaft als Steuerfalle? Die Klägerin erhielt eine ärztliche Verordnung für ein Funktionstraining in Form von Wassergymnastik. Solche Kurse werden von verschiedenen Einrichtungen mit entsprechend qualifiziertem Personal angeboten. Sie entschied sich für einen Reha-Verein, der die Kurse in einem nahegelegenen Fitnessstudio abhielt. Um daran teilzunehmen, musste sie nicht nur dem Reha-Verein beitreten und einen Kursbeitrag zahlen, sondern auch Mitglied im Fitnessstudio werden. Die Mitgliedschaft...

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Kürzere Aufbewahrungsfristen für Buchungsbelege
22.01.2025 • Redaktion fachanwalt.deSteuerrecht
Kürzere Aufbewahrungsfristen für Buchungsbelege

Kürzere Aufbewahrungsfristen für Buchungsbelege Das Vierte Bürokratieentlastungsgesetz (BEG IV), verabschiedet am 18. Oktober 2024, zielt darauf ab, Bürger, die Wirtschaft und die Verwaltung deutlich von Bürokratie zu entlasten. Zu den zentralen Veränderungen gehört die Verkürzung der Aufbewahrungsfrist von Buchungsbelegen, die insbesondere Selbstständigen und Unternehmern die Arbeit erleichtern soll. Das Gesetz wird ab dem 1. Januar 2025 wirksam und soll die Wirtschaft um fast eine Milliarde Euro entlasten. Wesentliche Änderungen: Verkürzung der Aufbewahrungsfristen Eine der bedeutsamsten Maßnahmen des BEG IV ist die Verkürzung der Aufbewahrungsfristen für Buchungsbelege. Ab Januar 2025 beträgt die Frist nur noch acht statt zehn Jahre . Diese Erleichterung gilt für alle Belege, deren Frist nach...

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Wachstumschancengesetz reformiert Abfindungsregelung
21.01.2025 • Redaktion fachanwalt.deSteuerrecht
Wachstumschancengesetz reformiert Abfindungsregelung

Mit dem neuen Wachstumschancengesetz, das am 27. März 2024 verkündet wurde, bricht eine neue Ära in der Steuerbehandlung von Abfindungen an. Im Mittelpunkt steht die Reform der sogenannten Fünftelregelung, eine bislang favorisierte Methode zur Minderung der Steuerprogression bei Abfindungen. Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen blicken gespannt auf die Auswirkungen dieser Änderungen, die spätestens ab 2025 die steuerliche Landschaft erheblich beeinflussen werden. Hintergrund und bisherige Regelung der Fünftelregelung  Bisher war die Fünftelregelung ein effektives Mittel, steuerliche Belastungen bei Abfindungen abzumildern. Abfindungen, die in der Regel bei der Auflösung von Arbeitsverhältnissen ausgezahlt werden, gelten als Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit und unterlagen stets der...

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