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Rechtsanwalt für Internationales Steuerrecht

Neben dem nationalen Steuerrecht, das sich mit rechtlichen Steuerfragen beschäftigt, die rein im Inland – also in Deutschland – angesiedelt sind, existiert auch der Bereich des internationalen Steuerrechts. Dieser Bereich des Steuerrechts befasst sich mit grenzüberschreitenden Sachverhalten des Steuerrechts betreffend natürliche Personen, aber auch betreffend Personen- oder Kapitalgesellschaften. 

Vermeidung Doppelbesteuerung - Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)

Es existieren etliche Sachverhalte, die dazu führen könnten, dass Personen oder Gesellschaften in mehreren Ländern Steuern entrichten müssten. Das könnte zum Beispiel der Fall sein, wenn Personen oder Gesellschaften in unterschiedlichen Ländern Einkünfte erzielen und eventuell auch in mehreren Ländern ihren (Wohn-)Sitz haben.

Auch das internationale Steuerrecht kennt kein einheitliches Gesetz, Regelungen finden sich in unterschiedlichen nationalen Gesetzen (Einkommensteuergesetz, Körperschaftsteuergesetz, Außensteuergesetz, Abgabenordnung etc.) und in Doppelbesteuerungsabkommen. Doppelbesteuerungsabkommen werden zwischen einzelnen Staaten ausgehandelt um festzulegen, welchem Staat in welchem Fall das Besteuerungsrecht  nicht zusteht. Einkünfte aus der Vermietung und Veräußerung von Immobilien werden z. B. meistens in dem Staat besteuert, in dem sich die Immobilie befindet (sog. Belegenheitsstaat) besteuert. Das gleiche gilt für Betriebsstätten von Gewerbebetrieben.

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Steuerrecht Keine Zweitwohnungssteuer bei leerstehender Wohnung
Leipzig (jur). Für eine leerstehende Wohnung müssen die Besitzer keine Zweitwohnungssteuer zahlen. Kommunen dürfen die Steuer nur verlangen, wenn die Besitzer oder Angehörige die Wohnung nutzen, urteilte am Mittwoch, 15. Oktober 2014, das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig (Az.: 9 C 5.13). Eine Wohnung, die als sogenanntes Betongeld ausschließlich als Kapitalanlage vorgehalten wird, bleibt danach steuerfrei. Im Streitfall geht es um eine Wohnung mit 50 Quadratmetern in Feldafing am Starnberger See. Sie wurde bis 2004 von der Schwiegermutter des Eigentümers bewohnt und steht seitdem nachweislich leer. Die Gemeinde Feldafing verlangte nun Zweitwohnungssteuer. Dagegen wehrte sich der Eigentümer. Die Wohnung werde nachweislich nicht für private Zwecke als Zweitwohnung genutzt. Sie...weiter lesen
Steuerrecht Schätzungen des Betriebsprüfers bei unvollständigen Aufzeichnungen
Das FA hat nach § 162 I AO zu schätzen, wenn es die Besteuerungsgrundlagen nicht berechnen bzw. ermitteln kann. Die Schätzung nach § 162 I AO soll dabei der Wahrheit möglichst nahe kommen (BFH BStBl 1993 II, 594; 1986 II, 721; 1986 II, 318; BFHE 188, 160= DStR 99, 848). Trotz er ihr innewohnenden Unsicherheiten soll sie den Punkt treffen. Die gewonnen Schätzungserebnisse müssen schlüssig, wirtschaftlich möglich und vernünftig sein (BFH BStBl 1979 II, 149; 86 II, 226; 93 II, 594). Statt einer Vollschätzung ist auch eine Teilschätzung möglich. Gleichwohl sind Sicherheitszuschläge zulässig, da der die Unterlagen nicht aufbewahrende oder keine Beweisvorsorge treffende StPfl. nicht besser stehen soll, als der ordentlich die Unterlagen aufbewahrende StPfl. Damit...weiter lesen
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