In Deutschland gilt der Grundsatz der Gewerbefreiheit. Wegen dieses Grundsatzes hat in Deutschland jeder das Recht, ein Gewerbe zu betreiben. Allerdings muss dieses beim zuständigen Gewerbeamt angezeigt werden.
Bei machen Gewerbearten ist auch eine sogenannte Gewerbeerlaubnis erforderlich, also die behördliche Erlaubnis zum Betrieb des Gewerbes. Die Gewerbeerlaubnis ist ein Verwaltungsakt einer Behörde und befähigt zum Betreiben eines bestimmten Gewerbes. Wann statt einer bloßen Anzeige eine Gewerbeerlaubnis notwendig ist, regelt die Gewerbeordnung. Diese Vorschriften werden durch spezielle Normen wie dem Gaststättengesetz oder der Handwerksordnung ergänzt. Zu den erlaubnispflichten Gewerben zählen unter anderem der Betrieb einer Gaststätte, eines Bewachungsunternehmen oder eines Versteigerungsgewerbes.
Erteilung der Gewerbeerlaubnis
Für welche Arten von Gewerben eine Gewerbeerlaubnis erforderlich ist, regelt die Gewerbeordnung. Die Vorschrift enthält auch die Voraussetzungen, unter denen eine Gewerbeerlaubnis von der Behörde erteilt wird. Zu den Voraussetzungen für eine Gewerbeerlaubnis gehören ein schriftlicher Antrag sowie weitere Erfordernisse, die sich nach der Art des Gewerbes richten. So ist zum Beispiel für die Erteilung der Gaststättenerlaubnis neben der Geeignetheit der Räume auch eine Unterrichtung in Lebensmittelkunde notwendig. Werden alle gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt, wird die Gewerbeerlaubnis erteilt.
Entzug der Gewerbeerlaubnis
Erfüllt der Gewerbetreibende im Nachhinein die Voraussetzungen für die Gewerbeerlaubnis nicht mehr, kann diese widerrufen oder zurückgenommen werden. Ohne die erforderliche Gewerbeerlaubnis droht eine Schließung oder Stilllegung des Gewerbes durch die zuständige Behörde. Insbesondere beim Fehlen der gewerblichen Zuverlässigkeit ist eine Rücknahme oder ein Widerruf der Gewerbeerlaubnis zu befürchten. Aus diesem Grund sollte der Gewerbetreibende ständig sicherstellen, dass er sein Gewerbe ordnungsgemäß führt. Bei Fragen rund um die Gewerbeerlaubnis berät ein Fachanwalt für Verwaltungsrecht, da die Gewerbeordnung dem öffentlichen Recht zuzuordnen ist.
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Anwalt Verwaltungsrecht StuttgartDer Eilantrag gegen den Nachweis der Masernimpfung eines schulpflichtigen Kindes blieb beim Oberverwaltungsgericht des Landes Nordrhein-Westfalen erfolglos (Beschluss vom 16.07.2024, Aktenzeichen: 13 B 1281/23; I. Instanz: VG Minden 7 L 955/23). Sachverhalt Eltern einer Grundschülerin aus Schieder-Schwalenberg reichten einen Eilantrag gegen die Verpflichtung ein, einen Nachweis über den Masernimpfschutz oder die Immunität ihres Kindes vorzulegen. Diese Verpflichtung ist durch ein Zwangsgeld abgesichert. Nachdem das Verwaltungsgericht Minden ihren Antrag abgelehnt hatte, legten sie Berufung beim Oberverwaltungsgericht des Landes Nordrhein-Westfalen ein. Sie argumentierten, dass die Schulpflicht ihnen keine Entscheidungsfreiheit in Bezug auf die Impfung ihres Kindes lasse. Entscheidungsbegründung Das...
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Berlin (jur). Lehrerinnen und Lehrer dürfen eine genderneutrale Sprache verwenden. Dies verstößt nicht gegen den staatlichen Erziehungsauftrag, wie das Verwaltungsgericht Berlin in einem am Montag, 27. März 2023, bekanntgegebenen Eilbeschluss entschied (Az.: 3 L 24/23). Insbesondere verstoße eine genderneutrale Kommunikation nicht gegen die Vorgaben der deutschen Amtssprache. Damit wies das Verwaltungsgericht den Eilantrag eines Vaters ab, dessen beide Kinder an zwei Berliner Gymnasien gehen. Dort hatten die Schulleitungen den Lehrkräften die Verwendung genderneutraler Sprache im Unterricht ausdrücklich freigestellt und nach den gerichtlichen Feststellungen gleichzeitig „klar darauf hingewiesen, dass die Regeln der deutschen Rechtschreibung im Lehr- und Lernprozess einzuhalten“ seien. Der den...
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Lüneburg. Von den kommunalen Gesundheitsbehörden kann die einrichtungsbezogene Impfpflicht nicht mit der Androhung eines Zwangsgeldes durchgesetzt werden. Das hat das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg am Mittwoch, den 22.06.2022 festgestellt (Az.: 14 ME 258/22). Eine tatsächliche Impfpflicht bestehe laut Gesetz nicht, von den Behörden könne lediglich ein Tätigkeitsverbot ausgesprochen werden. Die Antragstellerin arbeitet in einem Seniorenhaus im Landkreis Diepholz bei Hannover. Ihr Arbeitgeber hat dem Kreisgesundheitsamt mitgeteilt, dass die Frau keine Nachweise über Covid-19-Impfungen, Genesungsstatus oder Unverträglichkeit gegenüber Impfungen, wie im einrichtungsbezogenen Pflichtimpfverfahren vorgeschrieben, vorgelegt hat. Der Landkreis ordnete daraufhin an, dass sie innerhalb von 14 Tagen den...
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