Was ist eine Baugenehmigung?
Unter einer Baugenehmigung versteht man die behördliche Erlaubnis, ein bestimmtes Bauwerk zu errichten. Die Baugenehmigung gehört rechtlich zum Bereich des öffentlichen Baurechts bzw. Verwaltungsrechts. Sie wird vom örtlichen Bauamt auf Antrag erteilt. Ihre Erteilung ist davon abhängig, dass die Vorgaben des Baurechts und des örtlichen Bebauungsplanes eingehalten werden.
Wann ist eine Baugenehigung zu beantragen?
Eine Baugenehmigung benötigt man in der Regel für die
eines Bauwerks. Aber: Es gibt eine Reihe von Ausnahmen. Das Baugenehmigungsrecht ist Sache der Bundesländer, was dazu führt, dass jedes Bundesland in seiner Landesbauordnung Besonderheiten zum Thema Baugenehmigung regeln kann.
Beispiel Baden-Württemberg: Die Landesbauordnung listet im Anhang verschiedene Gebäude auf, für deren Errichtung keine Genehmigung erforderlich ist. Zum Beispiel:
In dem meisten Fällen gibt es jedoch Größen- oder Flächenbeschränkungen für die Genehmigungsfreiheit.
Genehmigungsfrei ist auch der Abbruch vieler Gebäude und baulicher Anlagen sowie die Instandhaltung.
Bauanzeige
In vielen Fällen reicht eine Bauanzeige aus. Bei dieser wird die Behörde gewissermaßen über das geplante Vorhaben informiert. Auch ein vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren ist oft möglich. Wann dies genau der Fall ist, regeln wiederum die Landesbauordnungen.
Vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren
Beim vereinfachten Verfahren muss der Bauherr immer noch alle Unterlagen einreichen, die auch bei einem herkömmlichen Bauantrag notwendig sind. Allerdings hat er eine höhere Eigenverantwortung: Die Baubehörde prüft nicht mehr in vollem Umfang die Übereinstimmung des Vorhabens mit den Bauvorschriften, sondern untersucht nur noch bestimmte Punkte.
Bauvorlagen
Bauvorlagen sind die Unterlagen, die der Bauherr mit seinem Bauantrag einreichen muss. Deren Erstellung ist Aufgabe des Bauvorlageberechtigten (Architekt, Bauingenieur, weitere nach Sonderregelungen in einzelnen Bundesländern). Bauvorlagen sind zum Beispiel:
Unterschriften
In der Regel muss der Bauantrag vom Bauherrn und vom Entwurfsverfasser (Architekten) unterschrieben werden. Die Bauvorlagen sind meist nur vom Entwurfsverfasser zu unterzeichnen.
Bauvorbescheid
Mit dem Bauvorbescheid bestätigt die Behörde, dass das geplante Verfahren grundsätzlich zulässig ist und mit den baurechtlichen Vorgaben übereinstimmt. Der Bauvorbescheid ist ein Weg, mit geringeren Kosten eine verbindliche Vorentscheidung über die Zulässigkeit eines Projektes zu erhalten, ohne einen Architekten mit der Erstellung aller Bauvorlagen beauftragen zu müssen. Er ersetzt die Baugenehmigung jedoch nicht.
Sie brauchen einen kompetenten Rechtsanwalt an Ihrem Wohnort für Ihr Problem aus dem Bereich des Baurechts oder der Baugenehmigung? Bei fachanwalt.de finden Sie Anwälte, die sich auf dieses Rechtsgebiet spezialisiert haben. Der Titel „Fachanwalt“ steht dabei für einen Rechtsanwalt, der fundierte theoretische und praktische Kenntnisse in diesem Bereich erworben hat. Die Rechtsanwaltskammer verleiht den Titel entsprechend der Fachanwaltsordnung.
Gustav-Freytag-Str. 11, 99425 Weimar
Berger Allee 7, 86609 Donauwörth
Steigern Sie Ihre Sichtbarkeit mit einem Premium-Profil und gewinnen Sie mehr Mandate!
Jetzt Profil anlegen
Fürther Straße 224, 90429 Nürnberg
Kurfürstendamm 52, 10707 Berlin
Hauptstr. 20, 66557 Illingen
Mangoldstraße 4, 86650 Wemding
Dahlienstr. 24b, 82216 Maisach
Westendstraße 10, 01187 Dresden
Elverdisser Straße 1a, 32052 Herford
Anwalt Baurecht und Architektenrecht Berlin
Anwalt Baurecht und Architektenrecht Bielefeld
Anwalt Baurecht und Architektenrecht Bochum
Anwalt Baurecht und Architektenrecht Bonn
Anwalt Baurecht und Architektenrecht Bremen
Anwalt Baurecht und Architektenrecht Dortmund
Anwalt Baurecht und Architektenrecht Dresden
Anwalt Baurecht und Architektenrecht Duisburg
Anwalt Baurecht und Architektenrecht Düsseldorf
Anwalt Baurecht und Architektenrecht Essen
Anwalt Baurecht und Architektenrecht Frankfurt am Main
Anwalt Baurecht und Architektenrecht Hamburg
Anwalt Baurecht und Architektenrecht Hannover
Anwalt Baurecht und Architektenrecht Köln
Anwalt Baurecht und Architektenrecht Leipzig
Anwalt Baurecht und Architektenrecht Mannheim
Anwalt Baurecht und Architektenrecht München
Anwalt Baurecht und Architektenrecht Nürnberg
Anwalt Baurecht und Architektenrecht Stuttgart
Anwalt Baurecht und Architektenrecht WuppertalMainz (jur). In einem allgemeinen Wohngebiet ist eine Autowerkstatt generell unzulässig. Das gilt auch für eine ganz kleine Werkstatt, die im Nebenerwerb nur an einem Tag in der Woche betrieben werden soll, wie das Verwaltungsgericht Mainz in einem am Donnerstag, 2. Februar 2023, bekanntgegebenen Urteil entschied (Az.: 3 K 121/22.MZ). Der Kläger hatte eine Baugenehmigung für die Nutzungsänderung seiner sechs mal 15 Meter großen Garage beantragt. Dort wollte er eine kleine Autowerkstatt mit Hebebühne einrichten. Diese wolle er nebenberuflich nur einen Tag in der Woche betreiben. Die Bauaufsichtsbehörde lehnte dies ab. Ein Kfz-Betrieb sei in einem allgemeinen Wohngebiet generell unzulässig. Ohne Erfolg meinte der Kläger, dass eine kleine Werkstatt durchaus in die dörfliche Struktur seiner...
weiter lesen
Der Begriff Bauherr kennzeichnet eine Schlüsselrolle im Bauprozess, die mit spezifischen Rechten und Pflichten verbunden ist. Als Auftraggeber eines Bauprojekts trägt der Bauherr eine hohe Verantwortung nicht nur finanziell, sondern auch im Hinblick auf die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und Sicherheitsstandards. Von der Planungsphase über die Baugenehmigung bis hin zur Fertigstellung und Abnahme des Objekts sind Bauherrn in alle wesentlichen Entscheidungen involviert. Was ist ein Bauherr? – Definition und juristische Bedeutung Ein Bauherr ist eine natürliche oder juristische Person , die ein Bauvorhaben initiiert, finanziert und letztendlich auch die Verantwortung dafür trägt. Juristisch betrachtet ist der Bauherr der Auftraggeber, der mit verschiedenen Akteuren wie Architekten, Ingenieuren und...
weiter lesen
Der Fall: Die Parteien hatten 2007 einen Bauträgervertrag über die Errichtung eines Reihenhauses geschlossen. Die Abnahme erfolgte 2008. Im Jahre 2015 klagte der Bauträger den Restkaufpreis ein. Der Käufer beruft sich auf Verjährung. Die Entscheidung: Durch das Landgericht München wurde in einer Verfügung darauf hingewiesen, dass es den Zahlungsanspruch nicht als verjährt ansieht; es sei nämlich von einem einheitlichen Vergütungsanspruch von zehn Jahren gemäß § 196 BGB auszugehen (so OLG Hamm, Urteil vom 27. März 1990 – Az.: 26 U 179/89). Die gerichtliche Verfügung ist als richtig zu erachten. Offenbar hat sich der zuvor durch das OLG München ergangene Beschluss vom 16. Februar 2015 – Az.: 9 U 3997/14...
weiter lesen
Abstandsfläche
Anwesen
Architektenrecht
Architektenvertrag
Bauabbruch
Bauabnahme
Bauanwalt
Bauaufsicht
Baueinstellung
Baugewerberecht
Baulast
Bauleitplanung
Baumängel
Bauordnungsrecht
Bauplanungsrecht
Baurecht
Baustopp
Bauverbot
Bauvertrag
Bauvertragsrecht
Bebauungsplan
Denkmalschutzrecht
Dienstbarkeit
Enteignungsrecht
Erbbaurecht
Ersatzvornahme
Erschließungsrecht
Ertragswertverfahren
Flächennutzungsplan
Formelles Bauordnungsrecht
Gewerbemietvertrag
Grundbuchblatt
Grundpfandrecht
Grundstück
Grundstücksgrenze
Grundstücksrecht
Immobilienanwalt
Immoblilienwirtschaft
Ingeneurvertragsrecht
Ingenieurrecht
Instandhaltungsrücklage
Leitungsrecht
Liegenschaft
Materielles Bauordnungsrecht
Nachbarwiderspruch
Nutzungsänderung
Öffentliches BauR
Öffentliches Gut
Pfusch am Bau
Privates BauR
Rangordnung
Sachwertverfahren
Sondernutzungsrecht
Städtebaurecht
Teilungserklärung
Vergleichswertverfahren
Verpächter
Verpachtung
VOB
Wegerecht
Schildern Sie Ihr Problem ausführlich und erhalten innerhalb von Sekunden eine kostenlose KI-Ersteinschätzung:
Mit Nutzung unseres KI-Features akzeptieren Sie unsere Nutzungsbedingungen.
Sofortantwort 24/7
Nachfragemöglichkeit
Kostenlos!