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Anwalt Arbeitsrecht WuppertalEinleitung: Das BAG hatte am 20.01.2016 (Urt. des BAG, 7 AZR 535/13) zu entscheiden gehabt, ob eine Arbeitnehmerin wirksam gekündigt worden ist, wenn sie als Mitarbeiterin nach dem AÜG an einen Einsatzbetrieb verliehen worden ist, das Verleihunternehmen aber keine Erlaubnis nach dem AÜG besaß und der Verleihvertrag daher unwirksam gewesen sein könnte. Sachverhalt: Die Arbeitnehmerin arbeitet nach den Vereinbarungen eines Arbeitsvertrages vom 08.07.2005 bei der Beklagten bzw. deren Rechtsvorgängerin. Sie war als Vorstandssekretärin beim Vorstandsvorsitzenden H eingesetzt gewesen. Am 28.10.2008 haben die Parteien die nachfolgende Ergänzungsvereinbarung zum Arbeitsvertrag vom 08.07.2005 geschlossen: „Dieser Anstellungsvertrag ist bis zum 31.12.2012 fest geschlossen und...
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Mit seinem Urteil vom 23. Oktober 2025 ( Az. 8 AZR 300/24 ) hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) die Durchsetzung der Entgeltgleichheit signifikant gestärkt. Die Entscheidung etabliert, dass eine Entgeltdifferenz zu einem einzelnen männlichen Vergleichskollegen die Vermutung geschlechtsbezogener Diskriminierung begründet. Diese Präzisierung erhöht die Anforderungen an die Transparenz und Objektivität unternehmensinterner Vergütungsstrukturen erheblich. Etablierung des individuellen Paarvergleichs als Diskriminierungsindiz Der Anspruch auf gleiches Entgelt für gleiche oder gleichwertige Arbeit ist ein Grundsatz des europäischen Arbeitsrechts. Das Urteil bestätigt die prozessuale Tragweite des Paarvergleichs: Der Nachweis einer geringeren Entlohnung einer Arbeitnehmerin gegenüber einem männlichen...
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Mit Urteil vom 26. Mai 2025 hat das Landesarbeitsgericht (LAG) Niedersachsen eine Entscheidung mit Signalwirkung getroffen. Das Gericht gab einer Kündigungsschutzklage statt, obwohl die Übergabe der Kündigung durch drei Zeugen bestätigt wurde. Es hielt die Aussagen der Zeugen für nicht glaubwürdig, da sie nahezu wortgleich und ohne individuelle Wahrnehmungen schilderten. Glaubwürdigkeit von Zeugen und die Rolle der forensischen Aussagepsychologie im Arbeitsrecht Der Kern des Urteils ( Az. 4 SLa 442/24 ) liegt in der Anwendung der Forensischen Aussagepsychologie . Das Gericht stellte klar, dass die Erkenntnisse dieser Wissenschaft nicht auf strafrechtliche Verfahren beschränkt sind, sondern auch im Arbeitsgerichtsverfahren zu beachten sind. Eine bloße Anzahl von Zeugen reicht somit nicht aus, um die...
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