Rechtsanwalt Schwarzarbeit - Anwalt für Schwarzarbeit finden!


Nachfolgend finden Sie Rechtsanwälte für das Thema

Schwarzarbeit

! Fachanwälte für

Arbeitsrecht

haben unserer Meinung nach in der Regel auch besondere Kenntnisse zum Thema

Schwarzarbeit

. Deshalb wurde dieses Themengebiet den Fachanwälten für

Arbeitsrecht

durch uns zugeordnet.

IHRE SUCHE: NEUE SUCHE

Rechtsanwalt für Schwarzarbeit

Was ist Schwarzarbeit?

Grundsätzlich versteht man unter Schwarzarbeit eine berufliche Tätigkeit, bei der gegen sozialversicherungs- und steuerrechtliche Pflichten verstoßen wird.

 

Definition Schwarzarbeit

Das Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung definiert folgende Tätigkeiten als Schwarzarbeit:

 

Das Erbringen oder Ausführenlassen von Dienst- oder Werkleistungen, wenn dabei

 

  • der Arbeitgeber, Unternehmer oder versicherungspflichtige Selbstständige seine sozialversicherungsrechtlichen Melde-, Beitrags- oder Aufzeichnungspflichten nicht erfüllt,
  • ein Steuerpflichtiger seine steuerlichen Pflichten nicht erfüllt,
  • ein Empfänger von Sozialleistungen seine Mitteilungspflichten gegenüber dem Sozialleistungsträger nicht erfüllt,
  • ein Erbringer von Dienst- oder Werkleistungen seiner Verpflichtung zur Anzeige vom Beginn eines Gewerbebetriebes (§ 14 der Gewerbeordnung) nicht nachgekommen ist oder die Reisegewerbekarte (§ 55 der Gewerbeordnung) nicht erworben hat,
  • ein Erbringer von Dienst- oder Werkleistungen ein zulassungspflichtiges Handwerk als stehendes Gewerbe selbstständig betreibt, ohne in der Handwerksrolle eingetragen zu sein.

 

Aber: Nicht als Schwarzarbeit gelten nicht nachhaltig auf Gewinn ausgerichtete Dienst- oder Werkleistungen, die

 

  • von Angehörigen oder Lebenspartnern,
  • aus Gefälligkeit,
  • im Wege der Nachbarschaftshilfe oder
  • im Wege der Selbsthilfe im Sinne des Wohnungsbaugesetzes bzw. des Wohnraumförderungsgesetzes geleistet werden.

 

Eine Werkleistung ist das Ausführen einer Tätigkeit, bei der es auf einen bestimmten Erfolg ankommt – zum Beispiel das Installieren einer Heizung.

 

Beispiele für eine reine „Nachbarschaftshilfe“, die keine Schwarzarbeit ist:

  • Jemand hilft, das Auto seines Nachbarn abzuschleppen,
  • ein Installateur hilft seinem Bruder, dessen tropfende Heizung abzudichten,
  • ein Schlosser öffnet einer Bekannten die Wohnungstür, weil diese sich ausgeschlossen hat.

 

Selbst wenn für solche Gefälligkeiten eine Kiste Bier verschenkt oder ein kleines Entgelt gezahlt wird, handelt es sich nicht um Schwarzarbeit. Allerdings darf es sich keinesfalls um eine regelmäßige, auf Gewinn ausgerichtete Tätigkeit handeln.

 

Gesetzliche Regelungen

Das Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung (SchwarzArbG) enthält z.B. Vorschriften über

 

  • die Befugnisse der Zollbehörden,
  • Auflistung, welche Behörden die Zollbehörden zu unterstützen haben,
  • Liste der Branchen, in denen Arbeitnehmer ständig Ausweispapiere mit sich führen müssen,
  • Befugnisse des Zolls bei der Überprüfung von Personen und Geschäftsunterlagen,
  • Duldungs- und Mitwirkungspflichten für Arbeitgeber und Arbeitnehmer,
  • Regeln über die Zusammenarbeit von Behörden,
  • Auskunftspflicht von Verlagen bei Chiffreanzeigen,
  • Straf- und Bußgeldvorschriften.

 

Rechtsfolgen

Schwarzarbeit (oder deren Beauftragung) ist eine Ordnungswidrigkeit, für die eine Geldbuße von bis zu 300.000 Euro verhängt werden kann. Natürlich können auch Sozialversicherungsbeiträge und Steuern nachgefordert werden. Wird gleichzeitig ein Sozialbetrug begangen – etwa weil der Schwarzarbeiter gleichzeitig Arbeitslosengeld bezieht – handelt es sich um eine Straftat, für die bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe verhängt werden können (§ 9 SchwarzArbG).

 

Schwarzarbeit und Gewährleistung

Wird zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer vereinbart, dass die Arbeit „an der Steuer vorbei“ erfolgen soll, so hat der Auftraggeber nach dem Bundesgerichtshof keinen Anspruch auf Gewährleistung (Urteil vom 1.08.2013, Aktenzeichen VII ZR 6/13).

 

Sie brauchen einen Anwalt an Ihrem Wohnort für Ihr arbeitsrechtliches Problem? Bei fachanwalt.de finden Sie Anwälte, die sich auf dieses Rechtsgebiet spezialisiert haben. Der Titel „Fachanwalt“ steht dabei für einen Rechtsanwalt, der fundierte theoretische und praktische Kenntnisse in seinem Bereich erworben hat. Die Rechtsanwaltskammer verleiht den Titel entsprechend der Fachanwaltsordnung.

Anwälte für Schwarzarbeit
Sortiere nach
Märkische Strasse 59
44141 Dortmund

Telefon: 0231/58694182
Telefax: 02373/91933444
Nachricht senden
4 Bewertungen
4.0 von 5.0
Buxacher Straße 5
87700 Memmingen

Telefon: 08331/7568990
Telefax: 089/54264299
Nachricht senden
22 Bewertungen
5.0 von 5.0
Talstraße 74
68259 Mannheim

Telefon: 0621/ 799500
Telefax: 0621/ 799500
Nachricht senden
August-Lütgenau-Str. 1
42499 Hückeswagen

Telefon: 02192 9242-0
Telefax: 02192 9242-42
Nachricht senden
2 Bewertungen
5.0 von 5.0
Marktstr. 22
73230 Kirchheim

Telefon: 07021/720200
Telefax: 07021/720201
Nachricht senden
Rotebühlplatz 8
70173 Stuttgart

Telefax: 0711 253 584-9
Nachricht senden
Weststraße 49
09112 Chemnitz

Telefon: 0371-909743
Telefax: 0371-9097499
Nachricht senden
Seestr. 6
71638 Ludwigsburg

Telefon: 07141-920560
Telefax: 07141-920563
Nachricht senden
1 Bewertung
5.0 von 5.0
Bayernstraße 2
79100 Freiburg

Telefon: 07612085520
Telefax: 0761-20855212
Nachricht senden
Auenweg 12
21339 Lüneburg

Telefax: 04131 / 22 11 753
Nachricht senden
Aktuelle Rechtstipps zum Thema Schwarzarbeit
Arbeitsrecht Vormittags eingeworfen heißt am selben Tag gelesen
Mainz (jur). Eine Kündigung, die bis 11.30 Uhr in den Briefkasten eingeworfen wird, gilt auf jeden Fall als noch am selben Tag zugestellt. Darauf, wann der Briefkasten tatsächlich gelehrt wurde, kommt es dann nicht an, heißt es in einem am Donnerstag, 28. November 2013, veröffentlichten Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz (Az.: 10 Sa 175/139). Im Streitfall hatte eine Mitarbeiterin eines Reinigungsunternehmens ihre Kündigung erhalten. Nach von glaubhaften Zeugen bestätigten Angaben des Arbeitgebers war der Brief am 8. Oktober 2012 um 11.18 Uhr von Mitarbeitern in den Briefkasten eingeworfen worden. Die Reinigungskraft erhob am 30. Oktober 2012 Kündigungsschutzklage. Sie behauptete, die reguläre Post sei am 8. Oktober schon früher gekommen, und sie ... weiter lesen
Arbeitsrecht Die Personalabteilung als Dienstleister der Beschäftigten: Risiken von Auskunft und Beratung
07.04.2017
Manche Personalabteilungen tritt heutzutage über ihre klassische Rolle hinaus auch als Dienstleister für die Beschäftigten auf. Den Beschäftigte stellen sich diverse Fragen z.B. zu Mutterschutz oder Elternzeit oder zu ihren Rechten anlässlich von Gesetzesänderungen oder Anpassungen von Tarifverträgen. Einige Beschäftigte wünschen sich hier Unterstützung von Seiten der Arbeitgeber. Diese Situation haben einige Arbeitgeber zum Anlass genommen, eine Hilfestellung durch die Personalabteilung bereit zu stellen, um das Vertrauen und die Mitarbeiterbindung zu stärken. Durch die Institutionalisierung dieser Hilfestellung soll gleichzeitig der Bearbeitungsaufwand gesenkt werden. Vorliegend soll die Auskunfterteilung und die Beratung der Beschäftigten durch die ... weiter lesen
Arbeitsrecht Kein höherer Lohn für Ordnungsdienstmitarbeiter
Düsseldorf (jur). Für die Erhebung von Verwarngeldern oder für die Ingewahrsamnahme von Personen werden keine „gründlichen und umfassenden Fachkenntnisse“ benötigt. Mitarbeiter des Ordnungsdienstes können daher keine höhere Vergütung nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) beanspruchen, urteilte am Montag, 16. März 2015, das Arbeitsgericht Düsseldorf (Az.: 15 Ca 8/15 und 15 Ca 9/15). Damit scheiterten die Klagen zweier Mitarbeiter des Ordnungs- und Servicedienstes der Stadt Düsseldorf auf Bezahlung nach einer höheren Entgeltgruppe. Sie meinten, dass ihr Tätigkeitsfeld eine bessere Bezahlung rechtfertigt. Schließlich müssten sie Verwarngelder erheben, Menschen anhalten und Personalien feststellen, Wohnungen ... weiter lesen
Weitere passende Themen zum Rechtsanwalt für Schwarzarbeit
Besondere Kenntnisse
Neue Anwälte/Kanzleien
Neu
Gerold Seibert
Rechtsanwalt in Regensburg
Neu
Sascha Keller
Rechtsanwalt in Überlingen
Neu
Michael Ebeling
Rechtsanwalt in Braunschweig
Zur Fachanwaltschaft
Mehr große Städte