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Anwalt Strafrecht WuppertalEin Vorwurf steht im Raum. Kein Video, keine Zeugen, keine forensischen Spuren – nur die Aussage eines angeblichen Opfers. Und der Beschuldigte? Bestreitet die Tat. Was bleibt, ist eine Konstellation, die Juristen immer wieder beschäftigt – und Betroffene oft verzweifeln lässt: Aussage gegen Aussage. Gerade im Sexualstrafrecht ist diese Beweissituation keine Ausnahme, sondern der Regelfall. Denn sexuelle Handlungen geschehen meist im Verborgenen, ohne Zeugen – und oft gibt es keine objektiven Beweise. In solchen Fällen müssen Gerichte entscheiden, ob sie der Aussage des vermeintlichen Opfers glauben oder nicht. Eine Entscheidung, die über Freiheit oder Haft entscheiden kann. Welche Maßstäbe setzt die Rechtsprechung an und wie kann ein erfahrener Verteidiger Einfluss auf die Bewertung der Aussage nehmen?...
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Ein Sexualstrafvorwurf trifft selten nur das Strafverfahren. Er trifft den Beruf. Die Familie. Den Ruf. Das soziale Netz. Manchmal die Wohnsituation. Und in schweren Fällen auch die psychische Gesundheit. Wer als Fachanwalt für Strafrecht einen Mandanten verteidigt, der eines Sexualdelikts beschuldigt wird, verteidigt oft nicht nur gegen einen Tatvorwurf – sondern gegen den drohenden Zusammenbruch einer gesamten Lebensrealität. Die Unschuldsvermutung gilt – aber die Gesellschaft urteilt schneller. Rechtlich gilt die Unschuldsvermutung bis zum rechtskräftigen Urteil. Faktisch urteilt das Umfeld eines Beschuldigten oft innerhalb von Stunden. Arbeitgeber, Nachbarn, Bekannte, manchmal sogar Familienangehörige reagieren auf einen Sexualstrafvorwurf mit Rückzug, Kündigung oder...
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Karlsruhe. Polizeilich durchgeführte erkennungsdienstliche Maßnahmen gegen Beschuldigte müssen konkret notwendig sein. Das Bundesverfassungsgericht entschied in einem am Freitag, 19. August 2022, veröffentlichten Beschluss (Az.: 2 BvR 54/22), dass ein Beschuldigter in seinem Recht auf informationelle Selbstbestimmung verletzt wird, wenn Finger- und Handflächenabdrücke oder Fotos angefertigt werden, obwohl dies für die Strafverfolgung nicht notwendig ist. Ein Mann aus Sachsen, der rechtsextreme Graffiti mit silberner Sprühfarbe übermalt hatte bekam damit recht. Auslöser des Rechtsstreits waren Graffiti mit den Worten „Toni F. Du Jude“ und „Antifa Boxen“ an einem Gasverteilergebäude in Zwickau. Der zunächst unbekannte Beschwerdeführer übersprühte die Sprüche mit silberner Sprühfarbe. Dabei wurde er von...
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