Wahlverteidiger oder Pflichtverteidiger
Der Strafverteidiger ist ein Rechtsanwalt, der in einem Strafverfahren die rechtliche Beratung und Vertretung eines Beschuldigten im Strafverfahren übernimmt. Entweder sucht ein Beschuldigter sich dabei selbst seinen Strafverteidiger (Wahlverteidigung bzw. Wahlverteidiger) oder er bekommt einen Pflichtverteidiger beigeordnet (Pflichtverteidigung), sofern ein Fall der notwendigen Verteidigung vorliegt. Ein Fall der Pflichtverteidigung liegt beispielsweise vor, wenn dem Beschuldigten eine schwere Straftat wie Mord oder Totschlag zur Last gelegt wird.
Strafverteidiger als Organ der Rechtspflege
Der Strafverteidiger ist dogmatisch gesehen neben dem Gericht und der Staatsanwaltschaft unabhängiges Organ der Rechtspflege, vertritt aber die Interessen des Beschuldigten im Strafverfahren. Der Strafverteidiger steht seinem Mandanten im besten Fall vom Beginn des Ermittlungsverfahrens bis zum Abschluss des Gerichtsverfahrens auch durch die Instanzen zur Seite.
Ein Strafverteidiger unterstützt seinen Mandanten z.B. bereits direkt wenn aufgrund einer Strafanzeige ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird und nimmt Kontakt mit beispielsweise Kontakt mit der Staatsanwaltschaft oder Polizei auf, um Akteneinsicht zu beantragen etc. Zudem hat der Strafverteidiger im Fall der Untersuchungshaft die Möglichkeit seinen Mandanten auch in der Haftanstalt zu besuchen und zu beraten.
Zeitschrift
Der Strafverteidiger ist zudem eine deutschlandweit erscheinende Fachzeitschrift für Wissenschaft und Praxis des Strafrechts aus dem Blickwinkel des Strafverteidigers.
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Anwalt Strafrecht WuppertalHamm. Kommunalpolitiker begehen Hausfriedensbruch, wenn sie sich während der Corona-Pandemie weigern, den vorgeschriebenen 3G-Nachweis zu erbringen, den sie für die Teilnahme an Ausschusssitzungen benötigen. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Hamm in einem am Dienstag, 24. Januar 2023 bekannt gegebenen Beschluss um den AfD-Politiker und Paderborner Stadtrat Alexander Lex (Az.: 4 RVs 134/22) deutlich gemacht. Der Stadtrat wollte am 24. August 2021 an einer öffentlichen Ausschusssitzung der Stadt Paderborn teilnehmen. Der 3G-Nachweis war für alle Teilnehmer und damit auch für die Ratsherren obligatorisch, um das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu verringern. Sie mussten danach für die Teilnahme an der Sitzung nachweisen, dass sie entsprechend geimpft, genesen oder negativ getestet wurden. Der Ratsherr...
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Das Landgericht Stade hat den Angeklagten wegen Mordes in drei Fällen sowie einer Reihe weiterer Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe als Gesamtstrafe verurteilt. Es hat weiter festgestellt, dass die Schuld des Angeklagten besonders schwer wiegt, und zusätzlich die Unterbringung des Angeklagten in der Sicherungsverwahrung angeordnet. Der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat heute die Verurteilung zu lebenslanger Freiheitsstrafe und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld bestätigt. Das bedeutet, dass der Angeklagte länger als die Mindestverbüßungszeit von 15 Jahren und möglicherweise bis an sein Lebensende in Strafhaft bleibt. Aufgehoben hat der Bundesgerichtshof hingegen die Anordnung der Sicherungsverwahrung. Das...
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