Brandschutz-Magazin - Ratgeber und Tipps zu Brandschutz, Rauchmelder, Verhalten im Brandfall und Fluchtwege

Wenn wir in den Nachrichten davon hören, dass es gebrannt hat, fragen wir uns besorgt, wie jene empfinden, die von dieser Katastrophe direkt betroffen sind. Ein Feuer hat oft eine unbedeutende Ursache wie ein elektrischer Funke oder eine umgefallene Kerze. Aus einer Unachtsamkeit entsteht ein Brand mit verheerenden Folgen. Umso bedeutsamer ist es, die wichtigsten Maßnahmen zum vorbeugenden Brandschutz zu kennen. Dieses Feuerwehr-Magazin hält dazu viele Informationen bereit. 

Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr

 Freiwillige Feuerwehr (© benjaminnolte - stock.adobe.com)
Freiwillige Feuerwehr (© benjaminnolte - stock.adobe.com)
Untrennbar verbunden mit Brandschutz und -bekämpfung sind die rund 24.000 Freiwilligen Feuerwehren. Ihre hauptsächlich ehrenamtlich tätigen Mitglieder leisten einen beträchtlichen Beitrag zum Schutz der Bevölkerung, nicht allein bei Bränden, sondern ebenso bei anderen Katastrophen. Sie retten, löschen, bergen, schützen. Ihrem Auftrag getreu erfüllen sie Aufgaben, die der Vorbeugung, dem Brandschutz, zuzuordnen sind. Wo hat alles seinen Anfang genommen, wie sind die Freiwilligen Feuerwehren entstanden?

Mitte des 18. Jahrhunderts, in den Wirrungen des Vormärz, entstand in den damaligen deutschen Ländern eine total neue Form der Brandbekämpfung und Gefahrenabwehr im Brandfall. Es war ein logischer Schritt in Richtung Bürgerverantwortung und aufkeimendem Demokratieverständnis. 

Die ersten freiwilligen Feuerwehren entwickelten sich aus den einzelnen vorhandenen bürgerlichen Rettungsgesellschaften, die sich in manchen Städten formiert hatten. Unterschiedliche Organisationsformen hatten sich, in Mangel einer hoheitlich-staatlichen Regelung, des Schutzes der Zivilbevölkerung angenommen. Allen voran Turnergruppen, die sich in die Bedienung der Feuerlöschspritzen einweisen ließen, um im Ernstfall voller Tatendrang mitzuhelfen. Die ersten „Feuerlöschanstalten“ entstanden, die im Brandfalle und in Ergänzung der städtischen Feuerordnungen, helfend beiseitestanden. Länderweit bildeten sich lose, großteils unstrukturierte Organisationsformen. In aller Regel agierten sie nicht eigenständig, ihr Einsatz vollzog sich im Rahmen der städtischen Entscheidungsträger.

Verpflichtung der Bürger zur Teilnahme am Löschwesen

Falls ein Brand ausbrach, eilten die Mitglieder, freiwillig oder verpflichtet, zusammen, begaben sich zum Brandort und versuchten dem Feuer Paroli zu bieten. Eine Feuerwehr Ausbildung in der heutigen Form gab es nicht, obwohl die Technik in den meisten Fällen als zeitgemäß zu bezeichnen war, fehlte es an der strukturierten und gezielten Einsatztaktik. Vor allem da es einen Übungsdienst, wie heute üblich, zunächst nicht gab

Es entstanden Zusammenschlüsse, auf genossenschaftlicher Basis, mit der Verpflichtung der Bürger aktiv am Löschwesen und der Brandbekämpfung teilzunehmen. Die Städte stellten die erforderlichen Gerätschaften zur Verfügung und man hoffte, dass die Bürger in vollem Umfang zu ihrer Pflicht stünden. Ein effektives Steuerungsmittel, schien die Strafandrohung zu sein, wenn sich jemand dieser Pflicht zu entziehen versuchte.

Industrialisierung und Landflucht: neue Situation für den Brandschutz

Ungeachtet dessen kamen diese „Löschanstalten“ über das Versuchsstadium nicht hinaus. Bald stellte sich heraus, dass diese lose Form den Anforderungen der Industrialisierung, der zunehmenden Verstädterung und Landflucht, nicht gewachsen war. In Frankreich war zur selben Zeit ein weitaus besseres Löschsystem entstanden.

1842 - Hamburg brennt

Bei dem verheerenden Brand fiel ein Drittel der Stadt den Flammen zum Opfer. Eine Stadt, umgeben von Wasser, mit Hafenzugang, mit der besten Vorsorge von allen deutschen Städten brannte 3 Tage durchgehend (5. bis 8. Mai 1842).

Mehr als tausend Spritzenmannschaften, Wittkitteln genannt, mit über 50 Spritzen, davon 14, die von Schiffen zu löschen versuchten, kamen zum Einsatz. Trotz vielfältiger Unterstützung aus dem Umland, fielen weite Teile der Stadt diesem heftigen Brand zum Opfer. In der Nachschau stellt man fest, dass man sowohl hinsichtlich der Alarmierung wie auch der mangelnden Ausbildung der temporären Helfer, diesem verheerenden Schadenfeuer nahezu hilflos gegenüberstand.

Feuerwehr (© HamburgNews-stock.adobe.com)
Feuerwehr (© HamburgNews-stock.adobe.com)
Hamburg war zur damaligen Zeit für die beste Brandvorsorge aller deutschen Städte bekannt, denn

  • die temporären Spritzenmannschaften hatten eine Einweisung in ihre Aufgaben erhalten
  • sie waren mit einer persönlichen Schutzausrüstung versehen
  • eine Form eines Nummernsystems sorgte dafür, dass jeder Helfer Ort und Tätigkeit seines Einsatzes kannte
  • die Löschkräfte erhielten für ihren Einsatz eine Bezahlung, darüber hinaus vierteljährlich einen Grundbetrag (1 Reichstaler)
  • während ihres Einsatzes waren die Mannschaften sogar versichert

All dem stand eine lose und unkoordinierte Führung entgegen. Stadt- und Gemeinderäte trafen Entscheidungen, die sich teilweise widersprachen und innerhalb der Organisationen das Chaos verstärkten.

Was konnte man aus dieser Katastrophe lernen? In erster Linie fehlte der Übungsdienst und die angemessene Ausbildung an den Spritzengeräten. Eine effiziente Brandbekämpfung bedingt Strukturen und Abläufe, wie sie im Militär bereits lange gang und gäbe waren. Dazu schien die Bereitschaft aller Ebenen zu fehlen. 

Ein Blick über die Grenzen bringt neue Erkenntnis

In Frankreich hatten sich, unter dem Einfluss Napoleons, die „Sapieur-Pompiers“ militärisch organisiert. 1821 fand ihre Eingliederung in die französische Armee statt. Sie hatten die Aufgabe, Brände zu bekämpfen und ihre militärische Struktur und Methodik zu nutzen. In diesen Abteilungen war regelmäßiges Üben - Exerzieren - mit den Spritzen an der Tagesordnung. Hauptsächlich wandernde Handwerksburschen berichteten von ihren Beobachtungen und bald schon sickerten militärische Methoden in den Freiwilligenverbänden Deutschlands ein. Im Gegensatz zu Frankreich erfolgte keine Eingliederung in das Militär. 

Metz und Hengst: Gründerväter der freiwilligen Feuerwehren

Untrennbar mit diesen beiden Namen verbunden, sind Entstehung und Aufbau der freiwilligen Feuerwehren. Carl Metz, der auf seinen Wanderungen bis nach Paris kam, studierte die französische Technik und entwickelte bald darauf in seiner Heidelberger Fabrik eine verbesserte Form der französischen Pompierspritze. Er war Spitzenhandwerker und begnadeter Verkäufer und setzte darauf, die Turnerriegen, in die bis zu dem Zeitpunkt wenig bekannten Feuerwehren, zu integrieren. 

Christian Wilhelm Hengst, Stadtbaumeister von Durlach, setzte die Vorschläge von Metz als erster um. Er gründete 1846 das erste „Pompiercorps“ - die erste Feuerwehr war entstanden. Anfänglich fehlte ein deutscher Begriff, deshalb die Anlehnung an das französische Pendant. Zu Beginn wurden 50 junge Männer, auf Grund der bestehenden Feuerlöschordnung, auf sechs Jahre dienstverpflichtet. Das war der Grundstock und im Laufe weniger Jahre meldeten sich immer mehr Freiwillige zum Dienst bei der Feuerwehr. Der Gedanke breitete sich schnell in die anderen Länder aus und fand Nachahmer. Am 26. Februar 1847 ging die erste Vorprobe der neuen Freiwilligen Feuerwehr, unter Anwesenheit des Gemeinderates von Durlach und zahlreicher Bürger, mit fulminantem Erfolg über die Bühne. 

Das Hoftheater Karlsruhe brennt - Feuertaufe für die neue Feuerwehr

Gebäude nach einem Brand (© lijphoto-stock.adobe.com)
Gebäude nach einem Brand (© lijphoto-stock.adobe.com)
Niemand hatte eine Ahnung, dass zwei Tage nach der erfolgreichen Vorstellung die Realität mit Macht zuschlagen würde. Das Hoftheater in Karlsruhe stand in Brand. Das Durlacher Pompiercorps rückte an und Hengst dirigierte seine Mannen mit knappen und kurzen Befehlen. Seiner Umsicht ist es zu verdanken, dass Orangerie und Badische Staatskasse kein Raub der Flammen wurden.

Die Beobachter der nationalen und internationalen Presse bemerkten den Unterschied und wie planlos sich die regulären Feuerbekämpfer verhielten, während im Gegensatz dazu die Durlacher, organisiert und strukturiert, dem Brand zu Leibe rückten. Das war der, wenn auch unter tragischen Umständen erbrachte Beweis, dass das neue System funktionierte und bald fand es seine Verbreitung über ganz Deutschland. Die Freiwillige Feuerwehr war erfolgreich aus der Taufe gehoben. 

Eng mit dem Aufbau dieser neuen Art der Feuerwehren verbunden, ist der Name Magirus, der ab 1850 erkannte, dass die Kontakte der Feuerwehren untereinander wesentlich zum Erfolg beitragen. Er verbreitete Fachliteratur mit vielen technischen und organisatorischen Verbesserungsvorschlägen. 1853 lud er alle Vorstände der württembergischen Feuerwehren zu einem Koordinations- und Weiterbildungstreffen ein. Eine Form der Zusammenkünfte, die auch heute noch aktuell ist. 

In weiterer Folge entstand der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) und 1860 verließ die erste Deutsche Feuerwehrzeitung die Druckerpresse. Ein Bestandteil, der „Brandschutz“, ist bis heute existent

Freiwillige Feuerwehren in Deutschland - ein Erfolgsmodell seit mehr als 150 Jahren

In Deutschland sind aktuell 22.853 Freiwillige Feuerwehren aktiv (Stand 2016). Mehr als eine Million Männer und Frauen sind für den Brandschutz, den Katastrophenschutz und die Brandbekämpfung als ehrenamtliche Mitglieder aktiv tätig. Selbst in Städten, in denen Berufsfeuerwehren organisiert sind, sind zusätzlich freiwillige Feuerwehren für den Notfall aufgestellt. Ein weltweit einzigartiges und einmaliges Modell. Nur in Polen, Österreich und der Schweiz sind solche Strukturen zu finden, die ein herausragendes Zeugnis für das gemeinsame Solidaritätsempfinden abgeben. 

Die Hauptaufgaben der Freiwilligen Feuerwehren

Bei der Bekämpfung von Bränden und der Hilfe bei Katastrophen sind die Freiwilligen Feuerwehren nicht mehr wegzudenken. Sie sind für Aufklärung, Schulung, vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz zuständig, der in aller Regel eine Pflichtaufgabe der kommunalen Verwaltung ist. Um ihren Aufgaben gerecht zu werden, stehen ihnen zur Verfügung: 

  • fast 50.000 Löschfahrzeuge
  • 3100 Einsatzleitfahrzeuge
  • 630 Wechselladerfahrzeuge
  • 15.000 sonstige Fahrzeuge
  • 10.000 Anhänger

Im Jahr 2016 rückten die Feuerwehren zu mehr als 115.000 Brandeinsätzen aus, 138-mal war Katastrophenalarm die Ursache und in 350.000 Fällen musste technische Hilfestellung geleistet werden (vor allem Verkehrsunfälle). Die Leitstellen protokollierten rund 3,9 Millionen einlangende Notrufe. 

Vorbeugender und abwehrender Brandschutz

Brandschutz (© fovito-stock.adobe.com)
Brandschutz (© fovito-stock.adobe.com)
Dem vorbeugenden Brandschutz wird naturgemäß zunehmende Aufmerksamkeit gewidmet. In der „Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (VFdB)“ haben sich knapp 3000 Institutionen (Einrichtungen zur Forschung, Universitäten, Unternehmen Feuerwehren, ...) zusammengetan.

Sie diskutieren vorbeugende Brandschutzmaßnahmen nach dem neuesten Stand der Wissenschaft und Technik und geben die Erkenntnisse an die Mitglieder weiter. 

Brand- und Katastrophenschutz unterliegen dem Erfordernis der Normierung. Im deutschen Institut für Normierung ist der Normenausschuss Feuerwehrwesen beheimatet. Seine Aufgabe ist es die notwendigen Normierungen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene wahrzunehmen. Das Institut ist ebenso zuständig für den Katastrophenschutz, die technische Hilfeleistung und das Krisenmanagement. 

Den ausführlichen Teil unseres Magazins, der den vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz behandelt und alle Informationen zusammenfasst, die für das Thema relevant sind, finden Sie hier:

Was ist eigentlich Brandschutz? Arten und Schutzziele

Rauchmelder

Brände haben den Nachteil, dass sie oft in den Nachtstunden ausbrechen. Zwar ist ein Feuer oder ein Glimmbrand meist mit unangenehmem Geruch verbunden, doch reicht das in vielen Fällen nicht aus, dass die Bewohner des Hauses, der Wohnung, rechtzeitig erwachen, um unbeschadet ins Freie zu kommen oder den Brand direkt bekämpfen. 

Deshalb haben sich auch in privaten Wohnräumen die Rauchmelder immer mehr durchgesetzt. Ab 2008 beginnen die Länder die Anbringung Schlafzimmern, Kinderzimmern und allen Rettungswegen, gesetzlich vorzuschreiben.

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren leisten Aufklärungsarbeit und unterstützen bei der Auswahl der Geräte. Sie leiten an, wie sie am besten zu installieren sind und führen Funktionstests durch. 

Fachanwalt.de-Tipp: In allen 16 Bundesländern sind Rauchmelder gesetzlich vorgeschrieben. Die Details dazu sind den jeweiligen Landesbauordnungen zu entnehmen. Generell gilt, dass die Ausstattung mit Rauchmeldern für Neu- und Umbauten in Verantwortung des Eigentümers liegt. Für Bestandsbauten sind Übergangsfristen festgelegt worden, innerhalb derer die Nachrüstungen zu erfolgen haben.

Den ausführlichen Teil unseres Magazins, der das Thema Rauchmelder behandelt und alle Informationen zusammenfasst, die dazu relevant sind, finden Sie hier:

Rauchmelder - sind diese verpflichtend in den einzelnen Bundesländern und falls ja in welchen Räumen? Wer ist verantwortlich für die Installation?

Verhalten im Brandfall

Die Freiwilligen Feuerwehren haben den Vorteil, dass sie in das örtliche / städtische Umfeld eingebunden sind. Ihre Mitglieder sind die Nachbarn, Freunde, Verwandten. Deshalb sind sie hinsichtlich der Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung eine enorm wichtige Säule.

Mit viel Eigeninitiative und Kreativität, mit persönlichen Gesprächen und Kurzvorträgen informieren sie über:

  • das Absetzen eines Notrufs, die europaweite 112-er-Notfallnummer
  • Verhalten im Brandfall (© Stockwerk-Fotodesign-stock.adobe.com)
    Verhalten im Brandfall (© Stockwerk-Fotodesign-stock.adobe.com)
    die Informationen sind strukturiert zu übermitteln und sollen alles Notwendige enthalten, damit am anderen Ende der Leitung jemand die richtigen Entscheidungen trifft. Als Muster können die 5 W-Fragen dienen, deren Beantwortung an die Leitstelle zu übermitteln ist:
  • Wo ist etwas passiert?
  • Was genau ist vorgefallen?
  • Wie viele Verletzte gibt es?
  • Wer meldet den Notfall?
  • Warten auf mögliche Rückfragen (Erreichbarkeit sicherstellen)

In jeder örtlichen Freiwilligen Feuerwehr hängen diese Regeln am "Schwarzen Brett". Sie leiten an, wie man sich in einem Brandfall zu verhalten hat. An erster Stelle steht „Ruhe bewahren“, dann folgen die Anweisungen, abhängig vom Ausmaß und dem Ort des Unglücks. 

Den ausführlichen Teil unseres Magazins, der das Verhalten im Brandfall behandelt und alle Informationen zusammenfasst, die für das Thema relevant sind, finden Sie hier:

Verhalten im Brandfall - diese Maßnahmen sollen getroffen werden!

Fluchtwege

In den seltensten Fällen stehen Wohnungsinhaber und Hausbesitzer Überlegungen an, wie sie das Haus, die Unterkunft am schnellsten verlassen. Die Gefahr eines Brandes wird verdrängt, man will sich mit solchen Katastrophen eher nicht beschäftigen. 

Wenn es aber zu einem Unglück kommt, ist die Kenntnis der Fluchtwege von lebensrettender Bedeutung, denn wenn Flur und Fenster durch Feuer und Rauch versperrt sind, ist hoffentlich der Fluchtweg bekannt und nicht verstellt. 

Fluchtwege sind in den Landesbauordnungen geregelt und daher unterschiedlich definiert. In aller Regel sollen Häuser (Einfamilien eingeschlossen) mehr als einen Flucht- oder Rettungsweg haben. Nur Gebäude, die nicht darauf ausgerichtet sind Menschen zu beherbergen, die nur sporadisch betreten werden, sind von dieser Vorschrift ausgenommen (bspw. ein Trafohäuschen). Sie müssen in jedem Stockwerk, beginnend beim Keller vorhanden sein. Selbst im ausgebauten Dachgeschoss ist für eine rasche Rettung vorzusorgen, denn das ist oft die letzte Fluchtmöglichkeit, wenn der Ausgang durch das Treppenhaus durch Feuer und Rauch versperrt ist.

Der Keller wiederum sollte mit der „Außenwelt“ nicht nur durch das innenliegende Stiegenhaus zu betreten / zu verlassen sein, sondern mittels eines gesonderten Ausgangs ins Freie (außenliegende Treppe), einen sicheren Rettungs- und Fluchtweg aufweisen. 

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sind ortskundig und kennen die Häuser und Wohnungen gut. Sie geben Hinweise darauf, wie Flucht- und Rettungswege gestaltet sein sollen. In seltenen Fällen sind unsere Wohnanlagen durch außen liegende Feuertreppen „verziert“, so wie man sie in amerikanischen Filmen sieht. Dennoch dienen Balkone und Terrassen als zweiter Rettungsweg. In dem Fall können Glastüren und Gitter ein gefährliches und lebensbedrohendes Hindernis sein. Deshalb sind in den Landesbauordnungen die Mindestgrößen definiert. 

Fachanwalt.de-Tipp: Ausgewiesene Fluchtwege dürfen nicht verstellt sein und müssen immer freigehalten werden. Mit ihnen ist sichergestellt, dass im Brandfall Personen sich schnell und sicher retten können. Fluchtwege erfüllen bestimmte Anforderungen die in einheitlichen DIN-Normen, europaweit gültig, festgehalten sind. Ergänzend dazu definiert die bundesweite Musterbauordnung die bauliche Gestaltung von Fluchtwegen. Dies alles fließt wiederum in die Landesbauordnungen ein. Ein Fluchtweg unterscheidet sich vom Rettungsweg, den ist so zu gestalten, dass er zusätzlich den gefahrlosen Transport von Verletzten ermöglicht.

Den ausführlichen Teil unseres Magazins, der den vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz behandelt und alle Informationen zusammenfasst, die für das Thema relevant sind, finden Sie hier:

Was ist ein Fluchtweg? Voraussetzungen und Begriffsbestimmung sowie alles zu den technischen Anforderungen zum Bau und Kennzeichnung

Zusammenfassung

Brandverhütung und -bekämpfung sind eng mit den über 20.000 Freiwilligen Feuerwehren verbunden. Ihre Mitglieder leisten neben der Hilfe im Katastrophenfall wichtige Aufklärungs- und Unterstützungsarbeit hinsichtlich des vorbeugenden Brandschutzes.

In diesem Magazin finden Sie die wichtigsten Informationen über vorbeugenden Brandschutz, über Notfallpläne, Flucht- und Rettungswege und vieles mehr. Lesen Sie nach, was Sie selbst unternehmen können, damit die Möglichkeit einer Brandkatastrophe minimiert wird und wie Sie sich und Ihre Mitbewohner am besten schützen.

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