Verkehrsrecht-Magazin - aktuelle Gesetzeslage, Ratgeber & Tipps

Verkehrsrecht (© stockphoto-graf / fotolia.com)
Verkehrsrecht (© stockphoto-graf / fotolia.com)

Es gibt wohl kaum einen, der mit dem Verkehrsrecht im Laufe seines Lebens noch nicht kollidiert ist. Sei es als Fußgänger, als Radfahrer, als PKW-Fahrer oder auch als Kraftradfahrer. Im weitesten Sinne umfasst das Verkehrsrecht sämtliche Rechtsnormen, die mit dem Verkehr, folglich der Veränderung des Ortes von Gütern und Personen, in Zusammenhang stehen. In der BRD ist das Verkehrsrecht in einer großen Vielzahl an Vorschriften und Einzelgesetzen geregelt. Was gemäß Verkehrsrecht erlaubt ist, wird weitgehend im StVG geregelt. Ebenfalls von großer Bedeutung sind die Straßenverkehrszulassungsordnung sowie die FeV (Fahrerlaubnisverordnung).

Was gehört alles zum Verkehrsrecht?

Verkehrsunfall (Foto: (c) monkey business / Fotolia.com)
Verkehrsunfall (Foto: (c) monkey business / Fotolia.com)
Im juristischen Sinne handelt es sich beim Verkehrsrecht um keinen klassischen Rechtsbereich, denn es setzt sich aus diversen Teilbereichen zusammen. Zu den Teilbereichen zählen

  • das Versicherungsrecht,
  • das Verkehrsverwaltungsrecht,
  • das Verkehrsstrafrecht,
  • das Verkehrsordnungswidrigkeitenrecht und
  • das Verkehrszivilrecht.

Als Bürger ist es ein Unfall im Straßenverkehr, der mit am öftesten dazu führt, dass man mit dem Verkehrsrecht in Kontakt kommt. Hierzu zählen nicht bloß Unfälle mit dem eigenen PKW wie ein Wildunfall, ein Parkunfall oder ein Auffahrunfall.

Auch als Fußgänger kann man in einen Autounfall, Fahrradunfall oder in einen Kraftradunfall involviert sein. Ist ein Unfall geschehen, dann sind die Konsequenzen oftmals weitreichend.

Der Ablauf des Unfalls muss offen gelegt werden, ein Unfallbericht muss geschrieben werden, die genauen Unfallschäden sind zu bewerten. Dafür ist es oftmals unerlässlich, dass detaillierte Unfallgutachten erstellt werden.

Dabei sind beim Verkehrsunfall oft folgende juristische Fragestellungen zu berücksichtigen:

  • Wie ist der Schaden beim eigenen Auto zu bewerten?
  • Liegt nur eine Minderung des Wertes vor oder ist es gar ein Totalschaden? Wer übernimmt etwaige Abschleppkosten?
  • Sind Menschen verletzt worden oder gar gestorben?
  • Muss Schmerzensgeld gezahlt werden z.B. aufgrund von Knochenbrüchen?
Fachanwalt.de-Hinweis:
Was oftmals nicht bedacht wird: man muss sogar gar nicht unbedingt direkt in den Unfall verwickelt sein, um mit Konsequenzen rechnen zu müssen. Auch eine unterlassene Hilfeleistung oder das Versperren der Rettungsgasse kann zu rechtlichen Problemstellungen führen. Und auch Gaffer sind heutzutage nicht mehr vor einer rechtlichen Verfolgung sicher.

Verkehrsordnungswidrigkeiten

Bußgeldbescheid bei Ordnungswidrigkeiten (Foto: (c) stockfotos mg / fotolia.com)
Bußgeldbescheid bei Ordnungswidrigkeiten (Foto: (c) stockfotos mg / fotolia.com)
Jedoch ist ein Verkehrsunfall nur eine Möglichkeit, mit dem Verkehrsrecht in Konflikt zu geraten. Noch öfter als Straßenverkehrsunfälle sind es Verkehrsordnungswidrigkeiten, die zu rechtlichen Konsequenzen führen.

Die meisten minder schweren Delikte im Straßenverkehr werden als Ordnungswidrigkeit eingestuft und sind mit einem Bußgeld belegt. Die Höhe des Bußgeldes ist im Bußgeldkatalog festgesetzt. Hat man z.B. falsch geparkt, erhält man einen Strafzettel. Der Strafzettel kann bis zu 65 Euro betragen. Evtl. können noch weitere Kosten durch eine erforderliche Abschleppung des Fahrzeugs hinzukommen.

Beispiele zur Einleitung von Bußgeldverfahren:

Hat man zum Beispiel

  • eine Gefährdung des Straßenverkehrs begangen,
  • eine Nötigung im Straßenverkehr oder
  • eine Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit begangen, dann wird ein Bußgeldverfahren eröffnet.

Handelt es sich um eine Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit, dann bekommt man für dieses Vergehen nur einen Bußgeldbescheid, vorausgesetzt, dass die gemessene Geschwindigkeit nicht höher lag als 20 km/h über der festgesetzten maximalen Höchstgeschwindigkeit (innerhalb von Orten sowie außerhalb von Orten).

Wurde die Geschwindigkeit in einem größeren Rahmen überschritten, kommen zum Bußgeld noch Punkte im Verkehrszentralregister hinzu. Diese sind ugs. auch als Flensburg Punkte bekannt. Ist man noch in der Probezeit Führerschein, dann können die Konsequenzen deutlich schwerwiegender ausfallen bis hin zu einem Entzug der Fahrerlaubnis, der Auflage einen Ergänzungskurs zu besuchen und / oder einer Verlängerung der Probezeit.

Auch Alkohol am Steuer hat empfindliche Strafen zur Konsequenz. Wie hoch bei einer Fahruntüchtigkeit eine Geldstrafe ausfällt und wie viele Punkte in Flensburg drohen, das hängt von der Blutalkoholkonzentration, sprich der Promillehöhe ab. Neben Flensburger Punkten und einem Bußgeld kann es bei Alkohol am Steuer auch zum Führerscheinentzug oder zu einem Fahrverbot kommen. Auch die Anordnung einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung liegt im Bereich des Möglichen.

Wann ist ein Fachanwalt für Verkehrecht einzuschalten?

Fachanwalt für Verkehrsrecht (Foto: (c) kzenon / Fotolia.com)
Fachanwalt für Verkehrsrecht (Foto: (c) kzenon / Fotolia.com)
Die allermeisten Bürger sind heutzutage dringend auf ihren Führerschein angewiesen. Verliert man die Fahrerlaubnis oder wird ein Fahrverbot verhängt, kann das vor allem in Bezug auf das Berufsleben drastische Folgen mit sich bringen. Und auch Bußgelder können sich auf die persönliche finanzielle Situation durchaus negativ auswirken. Genau deshalb sollte man bei Problemen im Verkehrsrecht sofort einen Rechtsanwalt zum Verkehrsrecht kontaktieren.

Der Anwalt im Verkehrsrecht ist dabei nicht nur der richtige Ansprechpartner, wenn ein Fahrverbot verhängt wurde. Der Anwalt zum Verkehrsrecht kann auch zum Beispiel darüber Auskunft geben, ob man Schmerzensgeld verlangen kann und in welcher Höhe dieses sich bewegt. Das gleiche gilt für Schadenersatz. Ferner kann der Verkehrsanwalt darüber informieren, ob die Möglichkeit besteht, dass Dashcam-Aufzeichnungen als Beweismittel zugelassen werden.

Fälle, in denen es ohne Zweifel eine sehr gute Entscheidung ist, umgehend einen Fachanwalt im Verkehrsrecht zu konsultieren, sind z.B.

  • eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung,
  • Fahrerflucht oder der
  • Vorwurf einer unterlassenen Hilfeleistung.

Auch wenn die Anschuldigung vorliegt, einen Kennzeichenmissbrauch verübt zu haben, ist ein Fachanwalt der ideale Ansprechpartner. Denn Kennzeichenmissbrauch kann zu einer Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr führen. Der Verkehrsanwalt wird seinen Mandanten nicht nur informieren, sondern auch die gerichtliche Vertretung übernehmen. Ein Fachanwalt im Verkehrsrecht verfügt nicht nur in der Theorie über ein überdurchschnittliches Fachwissen im Verkehrsrecht. Er kann auch mit einem sehr großen praktischen Erfahrungsschatz aufwarten. Davon wird der Mandant profitieren. So wird der Anwalt im Idealfall eine Freiheitsstrafe abwenden, ein verhängtes Bußgeld reduzieren oder auch ein Fahrverbot abwehren können.

Fachanwalt.de-Tipp:
Gerade wenn sich ein verkehrsrechtlicher Fall schwieriger gestaltet und vielleicht sogar eine Freiheitsstrafe wegen z.B. fahrlässiger Körperverletzung im Bereich des Möglichen ist, sollte man sich von vornherein an einen Fachanwalt für Verkehrsrecht wenden.
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